Herr Rehbock und Tali – Gedanken

An diesem Wochenende ist Tali wieder unser Gasthund. Mein Cousin hat seine Konfirmation und da wir die Hunde ungerne in Situationen bringen, welche für sie schwer zu ertragen und konfliktbeladen sein können, sind Dennis und ich mit ihnen zu hause geblieben. Mein Cousin und seine Familie haben viel Verständnis für uns und unsere Hunde. Das macht solche Situationen sehr angenehm 🙂 .

Ich genieße die Zeit mit Tali. Das war mal anders, da ich mit seiner Kraft und seinem Temperament oft an meine körperlichen Grenzen gestoßen bin.

Gestern war ich wieder einmal so glücklich vor ein paar Jahren einen anderen Weg für uns beiden gefunden zu haben. Einen, der mich nicht zwingt, mit Tali Kräfte zu messen. Was hab ich gegen ihn auch körperlich entgegenzusetzen? Nichts…

Ich hätte mir Hilfsmittel zur Unterstützung dazu holen müssen. Cesar Millan, wie gestern auf SIXX zu sehen, benutzt gerne ein dünnes Halsband oder Kette, mit der er die Hunde würgt, bis sie kollabieren. Seine Kicks in die Leiste der Hund kommen gezielt und sind seinerseits gut trainiert. Auch eine Möglichtkeit – ohne Zweifel.

Für mich ist es das nicht. Punkt. Aus. Gewalt hat in meinem Leben weder am Menschen noch am Tier etwas verloren. Eines, was mich gerade auch das Training in der Kampfkunst gelehrt hat.

Gewalt ist in unserer Gesellschaft nur so etwas alltägliches geworden, dass viele Menschen sie noch nicht mal mehr wahrnehmen.

Wie dem auch sei, der gestrige Tag war toll und wurde belohnt mit einer sehr schönen Begegnung mit dem Herrn Rehbock. Ich saß mit Tali auf einer kleinen Lichtung und entspannte ihn, da hörten wir beide ein Knacksen vor uns. Und dann kam er, direkt auf uns zu. Tali schaute, er schaute, kam noch einen Schritt auf uns zu. Ich holte mein Handy raus und machte dieses Foto.

Kurze Zeit später zog er davon und Tali konnte sich auch das sehr entspannt anschauen.

Ich liebe diese Momente und genieße sie sehr. So sehr, dass mir oft vor Rührung die Tränen kommen. Ich kann es, da ich weiß, dass Tali es auch kann! Ja, es hätte andere Möglichkeiten geben, seine Jagdleidenschaft zu zügeln als die der positiven Verstärkung, Markersignale und Co. Das steht ganz außer Frage. Aber könnte er dann diese Momente ebenso genießen wie ich es gestern tun konnte….?

Danke Ute…!

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