Captain Tali „Humpelbein“ – oder die Geschichte vom Nervus fibularis profundus

Wenn man so tagtäglich vor sich hin lebt, der Körper funktioniert, gibt es seltener die Momente in welchen man denkt, was für ein Geschenk es ist, dass der Körper so toll funktioniert. Wie schnell das vorbei sein kann haben wir vor gut 2 Wochen erfahren dürfen.

Es war alles sehr unspektakulär. Tali war mir eine knappe Körperlänge voraus, da startete genau neben mir ein Hase und lief in die von uns entgegengesetzte Richtung. Tali riß es in 180° herum und bei der Bewegung wurde sein linker Hinterlauf durch eine kleine Kuhle ausgebremst.

Das Ergebnis:

Tali kann seine Pfote und das Sprungelenk nicht mehr strecken. Es gab keine Schwellungen.

Beim TA wurde er untersucht. Es schien ihm nicht arg weh zu tun, konnte nur nicht auftreten bzw. ging auf  „Zehenspitzen“. Daher gab es erst einmal Schmerzmedis – Verdacht auf Zerrung.

Die Schmerzmittel ergaben keine Verbesserung des Zustandes, so wurden wir zu einem Orthopäden überwiesen. Dieser machte die nötigen Röntgenbilder – keine Frakturen. Noch ein paar Tage weiter beobachten und ggf. dann zum Neurologen zwecks MRT.

Wie erwartet zeigte sich keine Besserung.

Weiter ging es in die Neurologie zu Fr. Dr. Furck. Ich erwähne an dieser Stelle einen Namen, da ich sehr beeindruckt war von ihrem Umgang mit Tali und der durchdachten und zielgerichteten Untersuchung. Wirklich klasse war das!

Aufgrund des Gangbildes und Reflex-/Sensibiltätstests konnte sie das Problemgebiet schnell einkreisen und vermutete eine Verletzung des Nervens, der an der Streckung des Hinterlaufs betätigt ist. Zudem ist Tali vorderseitig taub von mitte Schienbein bis Pfote.

Warten auf Frau Doktor’s Wiederkehr. Die erste Untersuchung fand draussen statt, um Tali unnötigen Stress zu ersparen. Tali hat alles sooo toll mitgemacht!  Als sie uns vom Parkplatz abholte, um ihn für die Narkose vorzubereiten, begrüßte er sie freundlich!

Das MRT bestätigte den Verdacht. Durch die Drehung der Pfote hatte gab es Muskelfaserrisse in dem Muskel, in welchem der Nervus fibularis läuft. Diesen hat es gleich mit erwischt. Er ist nicht komplett gerissen, aber beschädigt.

Geduld. In ca. 8 Wochen wissen wir, ob die Chance besteht, dass der Nerv sich wieder so weit regenerieren kann, dass Tali sein Bein wieder normal wird bewegen können.

Nun heißt es vor allem Physio. Wir sollen die Pfote Strecken, Dehnen, das Sprungelenk strecken, die Pfote versuchen, in ihne „normale“ Position zu bandagieren, damit der Nerv die richtigen Impulse bekommt. Unterstützend Hypericum C30 und B12 subcutan.

Ich werde ab und an neue Videos posten. Eben auch für uns, um das Gangbild im Laufe der Zeit vergleichen zu können.

In diesem Sinne, bleibt gesund!

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6 Kommentare zu “Captain Tali „Humpelbein“ – oder die Geschichte vom Nervus fibularis profundus

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