Von der Schlepp-Leine zum Freilauf – ist ein Prozess

Heute haben Zara und ich Tali wieder durch den Wald begleiten dürfen. Seit einiger Zeit wurde mir schon berichtet, dass Tali immer mehr Freilauf genießen darf. Diesen Morgen war ich Zeuge.

Eine gute Stunde durfte sich Tali frei im Wald bewegen. Den Kreis von max. 20 Metern verließ er nur, wenn er seine High-Speed-Runden drehte. Meist lief er, obwohl frei, um einen herum – was natürlich belohnt wurde – auch mit „wieder weg schicken“.

Seine Aufmerksamkeit war häufig bei uns und sie war „im Wald“. Schnüffeln, Scannen, Wittern, Springen, Laufen, Kontaktaufnehmen – es war sein sehr schönes Miteinander. Jeder hat dem anderen vertraut. Signale wurden zwischen durch abgefragt und er wurde wieder in seine Umwelt entlassen. Mir ging das Herz auf, ihn so sehen zu dürfen!

Schleppleinen sind wichtig! Sie gaben/geben meinem Papa die Sicherheit, in Ruhe  im Wald an Auslösern und Signalen trainieren zu können. Aber auch wenn die Schleppleine lang ist, sie ist da. Man „verfolgt“ den Hund trotzdem auf Schritt und Tritt. Der soziale Druck, welcher dadurch entstehen kann in Kombination mit der Begrenzung der Bewegung durch die Leine, ist sicherlich nicht unerheblich. Ein Grund mehr, auf Basis der positiven Verstärkung zu trainieren.

Ein Freilauf wie heute ist nicht immer möglich, aber es kommt immer häufiger vor! In Gebieten mit vielen Hasen z.B.  ist Tali’s Impulskontrolle schnell angekratzt und da haben wir lieber einmal mehr die Leine dran. Aber überhaupt die Möglichkeit zu haben ihn mittlerweile einfach laufen lassen zu können, ist wundervoll!

Meine beiden…! Sie sind so unterschiedlich in ihren Bedürfnissen, in ihren Hobbys. Das Bild spricht diesbezüglich Bände ^^ .  Man hat jedoch deutlich gemerkt, dass ihnen beiden Tali’s „Freiheit“ gut getan hat. Der eine wusste, er kann sich frei bewegen, die andere hat gemerkt, dass die olle Leine nicht ständig im Weg war. So macht zusammen schnüffeln und laufen mit Sicherheit auch mehr Freude!

Tali und mein Papa, toll macht ihr das zusammen!

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9 Kommentare zu “Von der Schlepp-Leine zum Freilauf – ist ein Prozess

  1. Die Schleppi – mein allerbester Freund und Feind! Aber selbst wenn sie sich zum tausendstenmal um Stümpfe wickelt oder auf dem maisfeldacker hängen bleibt, schätze ich überaus die enspannte Kontrolle für mich und den relativen Freiraum für meine Jäger! Und ich freue mich, wenn ich sie zuhause lassen kann … in ein paar Jahren?? :-))

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  2. Tooooll 🙂 Davon sind wir weit entfernt.
    Meiner läuft auch immer an der Schlepp und leider fühlt er sich durch Geschirr & Schlepp immer sehr behindert…
    Er tut so, als müsste er Kilo schwere Lasten ziehen 😦
    Glückwunsch für Tali und Herrchen 🙂

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  3. Tja Tali jagt weniger Tiere und dafür jagt Angie wieder vermehrt fressbares wie Haufen und Erbrochenes (liegt überdurchschnittlich viel bei uns rum). Wir müssen zurück zur Schleppleine weil meine gute Angie, durch den Dauerstress den sie durch Juckreiz hat, die Futtersuche oder das „Futter“ als Übersprung oder Ersatz nimmt. So viel Potential verschenkt durch chronischen Stress. Da hätte ich lieber einen Hund der jagen geht aber sonst geistig fit ist 😉

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      • Die hat noch immer eine Allergie – ein paar wenige Auslöser haben wir heraus gefunden aber den Hauptauslöser noch nicht. Auf ein Shampoo vom TA hat sie sehr stark reagiert und dadurch wieder eine massive Stresswelle bekommen – wir können die ja nicht kratzen lassen sonst macht die sich völlig kaputt und Juckreiz ohne sich jucken zu können ist sehr sehr stressauslösend.
        Das führt dazu das die mehr oder weniger im Dauerstress ist. Das ist alles ziemlich suboptimal. Ich hoffe wir finden baldigst den Allergieauslöser. Wir hatten vor ein paar Wochen mal 2 Wochen ohne oder mit nur ganz ganz wenig Juckreiz – das war ein Traum und man merkte, dass es Angie merklich besser ging, die Konzentration stieg etc aber das ist jetzt wieder vorbei – hoffentlich nur für einen Begrenzten Zeitraum.

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      • Testen haben wir noch nichts lassen. Ich habe von den Bluttests nicht all zu viel gutes gehört. Wir werden das wahrscheinlich aber mal machen lassen um heraus zu finden aus welcher Gruppe das Allergen kommt – allerdings muss sie da etwas länger juckreizfrei sein.
        Thundershirt – könnte man mal überlegen obwohl ich dem Dingens ehrlich gesagt nicht so traue ob seiner Wirkung 😉
        Wir beschränken uns jetzt erst mal wieder nur auf Stadtrunden an der Leine und viel viel Ruhe für den Hund sowie paar hautdesinfizierende Maßnahmen.

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      • Ausschlußdiät?
        Hausstaub?
        Futtermilben?
        Schilddrüse ok?

        Wer das Thundershirt nicht testet, kann nicht wissen, ob es eine Linderung gibt 😉 . Gerade auch bei starken Juckreiz habe ich gute Ergebnisse gehört.

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      • Naja das Thundershirt wird sicher noch zum Einsatz kommen – allein weil ich mal die Erfahrung machen möchte.
        Ausschlussdiät haben wir nicht gemacht aber wir notieren genau was rein kommt. Einige Sachen haben wir schon weg gelassen. Eine Ausschlussdiät ist zur jetzigen Zeit zu aufwendig weil die sofort wieder von 0 beginnt wenn sich Angie mal wieder einen Haufen oder erbrochenes einverleibt. Unser Futterplan ist sehr eng und es kommt erst mal nichts weiter dazu um beeinflussende Faktoren übersichtlich zu halten. Futtermilben ist ausgeschlossen bei selbst gemachtem Futter. Hausstaub könnte sein – das bekommen wir nur über einen Bluttest raus und Schilddrüse ist getestet – soweit keine Auffälligkeiten.

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