Trainingsmethoden: 2. Negative Strafe

Konsequenz Nummer 2 „Negative Bestrafung“ (frustrierende Strafe):

Negative Bestrafung bedeutet, dass der Hund bestraft wird, in dem ihm etwas Angenehmes genommen wird (negativ), wenn er ein unerwünschtes Verhalten zeigt. Sie wirkt auch, wenn er aus einer Situation geführt wird, die ihm angenehm ist.

Bellt ein Hund, zum Beispiel um die Aufmerksamkeit seiner Bezugsperson zu bekommen, kann er damit bestraft werden, in dem man ihn in einen anderen Raum bringt, in dem er alleine sein muss. Somit hätte der Hund die komplette Aufmerksamkeit seiner Menschen verloren. Ähnlich verhält es sich mit dem Tipp, einen Hund zu ignorieren, wenn er einen anspringt. Diese Art der Bestrafung funktioniert jedoch nicht, wenn der Hund einfach Spaß am Bellen oder Springen hat und die Ausführung des Verhaltens schon Belohnung genug ist.

Frustration

Das Training über negative Bestrafung kann effektiv, aber für den Hund auch sehr frustrierend sein. Frustration lässt die Erregung deutlich steigen, wodurch aggressives Verhalten ausgelöst werden kann. Da der Hund sich aber nicht körperlich angegriffen fühlt wie bei der positiven Bestrafung, tritt eine verteidigende Aggression nicht auf. Da die negative Bestrafung über Frustration arbeitet, kann sie nicht bei unerwünschten Verhalten wirkungsvoll eingesetzt werden, wenn dieses aufgrund von Frustration entsteht.

Trainiert der Besitzer eines Hundes viel mit positiven Bestrafungen kann es passieren, dass der Hund es als belohnend empfindet, wenn er kurz in einen anderen Raum geführt wird, wo er ohne seine Bezugsperson verbleiben darf. In diesem Fall würde der Besitzer des Hundes ein Bellen durch das räumliche Trennen sogar verstärken!

Verstärken bedeutet, dass ein Hund ein Verhalten weiterhin, häufiger, intensiver, schneller oder länger zeigen wird, wenn die Konsequenz auf das gezeigte Verhalten vom Hund als belohnend empfunden wird.

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Zara - Dogo Canario and her ball

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