Trainingsmethoden: 3. Negative Verstärkung

Konsequenz Nummer 3 „Negative Verstärkung“ (erleichternde Belohnung):

Zeigt ein Hund ein Verhalten und etwas Unangenehmes verschwindet, empfindet der Hund dies als Erleichterung. Somit wird er dieses Verhalten häufiger zeigen, da er sich besser fühlt.

Möchte man einem Hund das Sitz beibringen, ist eine Methode, das Wort Sitz zu sagen, dann mit den Fingern auf das Hinterteil das Hundes zu drücken, während man ihn mit der Leine in Position behält. Der Druck ist etwas Unangenehmes und der Hund wird versuchen, sich Erleichterung zu verschaffen und sich hinsetzen. Mit der Zeit wird er lernen, dass er bei dem Wort Sitz sich lieber gleich hinsetzt, da er so dem Unangenehmen entkommen kann.

Ähnlich verhält es sich, wenn man dem Hund “Sitz” sagt, er sich nicht gleich hinsetzt und man dann ein paar Schritte auf ihn zu geht, meist mit einer etwas bedrohlichen Körperhaltung. Man unterschreitet die Distanz zum Hund, dem Hund wird es unangenehm, er setzt sich und dann nimmt der Mensch sich wieder zurück und schafft Erleichterung.

Nutzt man die negative Verstärkung in dieser Art und Weise wird dem aufmerksamen Leser nicht entgangen sein, dass die Bezugsperson der Situation zuerst immer etwas Unangenehmes hinzufügen muss.

Zeigt ein Hund jedoch Angst- oder Aggressionsverhalten, da er sich unwohl fühlt in Gegenwart eines anderen Hundes, Menschen oder Autos, dann ist das sich Entfernen vom Auslöser dieses Verhaltens eine erleichternde Belohnung. Gerade im Training bei Angst- und Aggressionsverhalten ist das Arbeiten mit negativer Verstärkung eine wichtige Belohnung für erwünschtes Verhalten. Das Unangenehme für den Hund wird in diesem Fall nicht von der Bezugsperson hinzugefügt und dann wieder entfernt, sondern es kommt direkt aus der Umwelt.

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Zara11

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