Geschichten über Prüfungen, tierärztekammerliche Zertifizierungen und Entspannung

Lange habe ich nichts von uns berichtet, da es eigentlich auch nicht wirklich Nennenswertes zu berichten gab. Das Training von Zara und Tali läuft prima. Es gibt sie zwar auch bei uns, die Tage, die niemand braucht und wo man meint, warum musste das denn jetzt wieder sein – beispielsweise Gruppen unangeleinter Hunde von Ausgehservicen, die auf Zara zuschießen und nicht zurückgerufen werden – aber auch damit können wir mittlerweile gut umgehen.

Prüfung

Recht frei nach dem Motto „Was du deinen Kunden ans Herz legst, erfahre es einmal selber!“, stecke ich derzeitig in einem Kurs zur  „Vorbereitung auf den Sachkundnachweis für den Hundeführerschein nach IBH e.V.-Richtlinien“ mit Prüfung Mitte März, veranstaltet von Diana Timmermann. Auch mein Papa hat sich dazu entschlossen und darüber freue ich mich wirklich sehr.

2005 hatten wir den Sachkundenachweis der „Gefahrenhundeverordnung der Tierärztekammer Schleswig-Holstein“ gemacht. Wenn ich mich daran zurück erinnere und den Inhalt des IBH-Sachkundenachweises dem gegenüberstelle, ziehe ich meinen Hut vor diesem sehr gut ausgearbeiteten Theorieteil des Sachkundenachweises des IBH.

Die  ebenso wirklich gut durchdachte praktische Prüfung für den HundeFÜHRERschein findet im Mai statt und – tadaaa – Zara und Tali werden auch da teilnehmen! Wer hätte das vor einiger Zeit noch gedacht, dass wir mit unseren beiden Knalltüten bei einer Prüfung vorstellig werden.

Für mich spannend ist, dass die Prüfung im Mai auch den werdenden IBH-Prüfern als Praxisteil ihrer Ausbildung dient und somit einige Trainerkolleg(in)en auf mich und Zara schauen werden *huijuijui*.

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Hundetrainer-Zertifizierung der Tierärztekammer Schleswig-Holstein

Ich war fast soweit zu sagen, okay, ich werde die Zertifizierung starten, damit ich von behördlicher Seite auch als Trainerin empfohlen werden kann. Diese Zertifizierung wurde einmal ins Leben gerufen, da es keine einheitliche Ausbildung für Hundetrainer gibt und man eine Art Standard schaffen wollte. Allem voran Dr. Dorit Feddersen-Petersen, Dr. Pasquale Piturru und Michael Grewe. Herr Grewe ist einigen Lesern vielleicht noch bekannt durch ein Video, in welchem er einem seiner Studenten während eines Ausbidlungsseminares angeleitet hat, wie man aggressives Verhalten eines Hundes mittels der Napfmethode hemmen kann.

Die Welle der Empörung war riesig – berechtigt in meinen Augen –  und es kam zur Anhörung bei der Tierärztekammer Schleswig-Holstein Anfang Februar. Bisher ist mir kein Ergebnis bekannt.

Die Frage die sich mir gewaltfrei arbeitende Trainerin stellt ist – Wird die Tierärztekammer Schleswig-Holstein einem der Gründungsmitglieder die Lizenz entziehen, oder wird das Schlagen eines Hundes mittels Blechnapf zu Ausbildungszwecken anerkannt werden und somit legal? Hackt die eine Kräher der anderen kein Auge aus? Oder, oder, oder?

Sollte dieses der Fall sein, dann möchte ich eines wirklich von Herzen nicht – mit dieser Trainerzertifizierung, sei sie auch noch so behördlich anerkannt und mir eventuell dadruch mehr Kunden schaffend, in Verbindung gebracht werden! Rucken, Schlagen/Klapsen, Kneifen, laute Worte – all das haben ich und meine Hunde vor Jahren durchmachen müssen und ich möchte es einfach nicht mehr. Die Zeit dieser Art des Hundetrainings ist vorbei!

Jedem das Seine, mir das Meine! Nach dem derzeitigen Stand der Dinge sage ich Nein zur Zertifizierung der Tierärztekammer Schleswig-Holstein.

Und wenn mir jemand erzählen möchte, bei aggressiven Hunden musss ab und an mal der Napf geschwungen werden, dann gebe ich diesem Menschen eine Liste mit guten Seminaren an die Hand, wo ihm Alternativen aufgezeigt werden. Fortbildung in diesem Bereich ist wichtig – auch wenn man schon lange „im Geschäft“ ist.

 

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Jetzt noch was Angenehmes zum Abschluß!

Entspannung

Zwei Workshops unseres „Entspannungstrainig für Hundehalter und -trainer“ sind gelaufen. Dennis und ich waren überwältigt von der Resonanz. Es fing an mit einer kleine Idee und mittlerweile haben wir so liebe und einfühlsame Menschen kennenlernen dürfen, die alles für ihre Hunde tun, sich selber jedoch oftmals wenig Zeit für sich gönnen.

Eine Teilnehmerin, die Ulrike Seumel (Dog it Right), hat eine Seminarbericht geschrieben. Vielen lieben Dank!

http://www.dogitright.de/blog/entspannung-und-deeskalation-im-alltaeglichen

In diesem Sinne, passt auf euch und eure Hunde auf!

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5 Kommentare zu “Geschichten über Prüfungen, tierärztekammerliche Zertifizierungen und Entspannung

  1. Na das ist fein von dir mal wieder was zu lesen 🙂
    Den IBH Hundehaltersachkundenachweis (ich bin kein Hundeführer) würde ich auch gern machen aber … naja jedes mal nach Leipzig ist teuer und anstrengend. Zumindest finde ich aber gut, dass solche Ausbildungen von einem Hundehalter wenigstens etwas abverlangen. Es müsste meiner Meinung nach auch mehr angepriesen werden, sodass es irgendwie „Mode“ wird für einen verantwortungsvollen Hundehalter, genau diese Prüfung gemacht zu haben. Naja vielleicht wirds ja mal 🙂

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