Die Innenstadt – Einmal ist immer das erste Mal

Zuki ist nun in der 19. Woche. Wir verbringen viel Zeit im Wald oder auf dem Feld und ab und an suchen wir die Orte auf, wo mit Sicherheit Hunde zum Spielen zu finden sind oder ich verabrede mich mit lieben Menschen und ihren Hunden zu geplanten Spaziergängen.

DSC_0480Dazu gibt es täglich eine kleine Runde hier in der 30er Zone um den Block und vielleicht 2mal die Woche auf dieser einen kurzen Abstecher runter zur Hauptstraße.

Mir gefällt Zuki’s Entwicklung. Ich muss mit Schrecken häufig festestellen, dass ich mich an unsere anderen Welpen / Junghunde in dieser Phase kaum erinnern kann. Ich weiß nicht mehr, was ich mit ihnen diesbezüglich trainiert hatte. Auf jeden Fall nicht mehr genau. Nur, dass alles irgendwie einmal vorkam, was ein junger Hund laut damaliger Hundeschule so zu erleben hat. Für mich ein Zeichen dafür, mit wie wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ich an deren Training heran gegangen bin. Eigentlich bin ich für mein Elefantengedächtnis bekannt.

DSC_0440aGestern haben wir einen schönen Vormittag in den Holmer Sandbergen verbracht und heute morgen dachte ich – ja, es ist Zeit – wir besuchen die Pinneberger Innenstadt! Eine genaue Idee von dem, was ich mit Zuki dort erleben wollte, hatte ich nicht. Es ergibt sich vieles von selbst. Ich wollte schauen, was sie mir anbietet. Wir sind früh gestartet – um halb Acht sind noch nicht so viele Menschen unterwegs und die Geschäfte noch geschlossen.

Die Runde:

Geparkt habe ich am Drosteipark (für die Pinneberger unter euch Lesern ^^ ). Im Park konnte Zuki sich ein wenig aklimatisieren und lösen. Von dort aus ging es in den Innenstadtbereich, runter zur Hauptstraße, vorbei an einer großen Baustelle und zurück über den Volksbank Parkplatz. Spiel und Entspannung waren dort angesagt. Danach weiter rüber in die noch recht leere Rathauspassage, von dort wieder durch den Durchgang zum Innenstadbereich, hoch zum alten Gesundheitsamt und wieder zum Drosteipark. Hier gab es wieder ein kurzes Spiel und Entspannung in der Sonne.

Die Runde sollte eigentlich nicht so lang werden, aber Zuki ist so interessiert überall entlang gestapft mit ihrem Dummdidumm-Schritt und manchmal auch leichten Trab, dass ich die Zeit ein wenig vergessen hatte. Die Leinenführigkeit war wirklich super.

Erlebnisse:

Es war so schön zu sehen, wie sie bereits Erlerntes auf diese für sie neue Situation anwenden konnte. Spannend fand sie die Schiebetüren der Rathauspassage und beim Hineintreten verließ sie kurz ihr Dummdidumm-Schritt und sie hielt inne. Es waren Stöckelschuhe zu hören, die in der Halle hallten. Die Stimmen der Menschen hörten sich für die Kleine mit Sicherheit auch merkwürdig an. Auf den Clicker verzichte ich in solchen Gebäuden, denn auch das Geräusch verzerrt sehr. Das Markerwort ist dann goldwert. Zuki konnte jedoch Fressen, die Kekse am Boden jagen und dann war auch dort das Eis gebrochen und es ging Dummdidumm weiter.

Von den Gerüchen die vom Bäcker rüber kamen, konnte sie sich nicht so schnell lösen, drum standen wir dort einen Augenblick länger. Eine ältere Dame kam auf mich zu, während Zuki noch mit dem lecker Duft beschäftigt war. Sie sagte zu mir, sie hätte noch nie erlebt, dass jemand so lieb mit seinem Hund hier durch ginge und so viel lobt. Dabei strahlte sie und ging weiter. Ich strahlte zurück.

Das richtige Maß:

Es ist so schwer das richtige Maß zu treffen. Ich empfinde die Verantwortung für die Entwicklung eines Welpen/Junghundes als sehr groß. Oft denke ich, war es gut, war es ungut, war es zu viel, zu wenig – ich würde Zuki so gerne manches mal fragen. Ich hoffe einfach, durch die Beobachtung ihres Verhaltens in den Situationen und ihrer Entwicklung das möglichst richtige Maß zu treffen.

Zuki hat nun ihr Stück Trockenpansen verspeist – ist mit Wackelzähnen gar nicht so einfach 😀 . Jetzt schläft sie neben mir. Morgen wird wieder ein ruhiger Tag!

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Ein Kommentar zu “Die Innenstadt – Einmal ist immer das erste Mal

  1. > Sie sagte zu mir, sie hätte noch nie erlebt, dass jemand so lieb mit seinem Hund hier durch ginge und so viel lobt.
    Was für ein Prädikat oder? 🙂
    Ansonsten mach dir nicht so viele Gedanken obs nun gut oder ungut war. „Es war“ einfach und ist für den Hund eine Gelegenheit zu lernen gewesen. Wenn es mal zu viel war passiert das halt – kein Beinbruch denn man kann nicht alles perfekt machen. Schön gewachsen ist sie. Ich finde es lustig das Welpen/Junghunde so unförmig aussehen und man sich frag „sehen die irgendwann auch mal wie ein ernstzunehmender Hund aus?“. Ein Jahr später kann man sich die Frage beantworten 😀

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