Zuki an den Schafen

Ich wurde via Mail von einer Blogleserin, die das „Zuki und die Schafe“-Video entdeckt hatte gebeten, ein paar weitere Aufnahmen von Zuki und den Schafen zu machen, sollten wir ihnen wieder begegnen und auch ein bisschen mehr drüber zu schreiben.

Heute war es soweit, wir trafen die Schafe wieder.

Sonntagmorgen, Regen, Clicker und Spielsachen zu Hause liegen lassen und Zuki’s Lieblingskekse nicht eingesteckt, Taschen fast leer – das kann ja heiter werden!

Scherz, alles halb so schlimm.

Zuki reagiert auf Nutztiere deutlich anders als auf Wild – egal ob Schafe, Rinder oder Pferde (mit Schweinen haben wir bisher keine Bekanntschaft machen dürfen). Alle drei haben gemein, dass sie für Zuki ein bisschen unheimlich sind. Wild war es von Anfang an nicht. Den Geruch von Nutztieren findet sie kaum spannend, außer, dass die Hinterlassenschaften lecker schmecken könnten – Wildgeruch ist toll!

Nutztiere reagieren schon anders als das Reh oder der Hase im Wald – speziell Schafe und Kühe. Von Schafen wird man angeschaut, man kann auf ein paar Meter ran, manchmal stampfen sie mit dem Beinen auf, formieren sich in Gruppen und richten sich frontal aus – und – sie laufen plötzlich auch mal weg, oder auch mal auf einen zu.

Zuki würde schnell herausfinden, wie man sich mit diesen Tierchen vergnügen kann, aber wie das Wild, gehören auch die Schafe und andere Tiere zu unserer Umwelt. Drum nutze ich die Schafe auch nicht zum „Hütetraining“ und lasse Zuki kontrolliert hetzen.

Hütetraining empfinde ich als schwieriges Thema, denn in meinen Augen wird teils weniger Rücksicht auf die Schafe genommen. An dieser Stelle möchte ich eine sehr nette, kompetente und engagierte Trainerkollegin nennen, die Petra Elsbeck-Möller http://herrchenundfrauchen.de/ . Sie trainiert selbst die Schafe für den Einsatz und wechselt die Gruppen, damit sie nicht überfordert werden.

Mein Anliegen ist es, Zuki sicher und relativ entspannt durch die Herde zu führen und die Herde selber nicht zu sehr in Bewegung zu bringen – daher sind Rennspiele und Spielzeuge problematisch im Einsatz.

Ich hab versucht ein „Scan“ abzufragen (Kontext bisher nur Wild im Wald), Zuki zeigt es auch wie man sieht, nur sah es heute an den Schafen anders aus als am Wild. Ich fand es spannend zu sehen, was die Maus daraus gemacht hat.

Zum Ende hin wird es bei Zuki mit der Impulskontrolle schwer, aber sie ist soooo gut! Kurz danach war auch alles vorbei und es gab eine fast zweistündige Offline-Strandrunde.

IMG_0256[1]

Auf dem Rückweg mussten wir wieder durch die Schafe. Aufgrund des langen Spaziergangs wollte ich jedoch mit meiner vollen Aufmerksamkeit bei Zuki ein. Mit Kamera reagiere ich doch anders, als ich es ohne getan hätte. Aber auch den Rückweg hat sie prima gemeistert.

So, hier geht es jetzt zum Video von heute:

Und das ist das erste Video, welches ich aufgenommen hatte:

Advertisements

5 Kommentare zu “Zuki an den Schafen

  1. Vorderkörpertiefstellung mit gespreitzen Läufen -> Spielbogen

    Zuki ist im argen Konflikt. Sie würde gerne hin und nimmt sich sehr zurück, ist sich gleichzeitig vermutlich nicht sicher, ob die Schafe nett sind, was die Schafe überhaupt sind.

    Der Spielbogen wird im Hund-Hund-Spiel auch als Verhandlungssignal genutzt im Kontext – „alles was ich tue – für mich ist es Spiel, ich meine es nicht ernst“.

    Ich denke, Zuki wird ihn abgerufen haben weil
    a) komische Hunde? vielleicht spielen die? oder
    b) ich meine es nicht böse, wollen wir spielen?
    c) als Übersprungverhalten

    Wobei Übersprungverhalten nicht Kontextbezogen ist zur eigentlichen Motivation. Spielbogen passt auch nicht, da Schafe keine Sozialpartner sind – aus Menschensicht… Aber der Schnapper in den Kacki-Haufen passt schon eher. Wobei sie dieses ab und an tut. Aber in der Situation hängt es sehr sicher mit dem Moment an sich zusammen.

    Gefällt mir

      • Mach dir mal keinen Kopf … ich habe alles verstanden. 😉
        Das da ein Konflikt bestehen könnte hätte ich jetzt nicht gedacht.
        Wieder was gelernt 😀 – thx

        Gefällt mir

      • Glück gehabt *lach* ! Aber du gehörst ja durchaus zu den fortgeschrittenen Lesern 😀 !

        Na, die Tatsache, dass eine Leine am Hund ist und er ggf. nicht so agieren kann wie er möchte, birgt ja an sich den Konflikt schon in sich 🙂 . Zudem die ganzen Nebenschauplätze… Unsere Bedürfnisse und die des Hundes irgendwie in Einklang zu bekommen ist in manchen Situationen schon eine Kunst…!

        Gefällt mir

  2. Was ist das eigentlich für ein Verhalten bei Minute 3:00 wo sie mit dem Vorderkörper runter geht. Das macht Angie auch manchmal bei so Tieren. Der Schaf-Kakihaufen war dann … aus Frust? 😀

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s