Rezension: Trainingstagebuch „Tricktraining“ von Manuela Zaitz in Kooperation mit Easy Dogs

Ende letzten Jahres hatte ich mich mit meiner Hündin Zuki auf neues Trainingsterrain gewagt – das Tricktraining. Wer mich kennt, musste ziemlich geschmunzelt haben. Ich bin eher diejenige gewesen, die eigentlich alle Aktivitäten mit Hund draußen gestaltet. „Tricks“ waren nichts für mich. Ich hatte hierfür nicht wirklich Zeit, da Zuki jagdlich sehr motiviert ist und wir diesbezüglich viel trainieren. Zudem mag ich es, einfach so mit ihr durch das Gelände zu streifen. Standards wie Hand- und Kinntouch, Drehen, Baumtarget etc. hatten wir im Programm. Aber Tricks? Nee, das ist nichts für uns.

Wie es jedoch manchmal so kommt, standen wir schwupps vor dem Training zu unserem „Trickzertifikat Bronze“ von Britta Kalff und mittlerweile ist unser Silbernes kurz vor dem Abschluss. Nun sind wir dabei und erarbeiten uns unsere erste Choreographie für’s Dogdance. Sag niemals nie, Nicole!

Tricks sind für mich keine Kunststückchen, sondern anspruchsvolles Verhaltenstraining. Zum Trick wird Verhalten im Auge des Betrachters. Sie schulen das Körperbewusstsein, die Motorik, die individuellen Talente und die unentdeckten Talente des Hundes. Und vor allem auch meine Fähigkeiten als Trainerin.

Und da kam ich auch schnell zu einem Problem, das gelöst werden wollte. Bei einigen Tricks ist es durchaus ratsam, mit etwas mehr Struktur ans Training zu gehen. Zu schnell hatte ich den Überblick über den Trainingsstand der jeweiligen Tricks verloren und es wurde ineffektiv.

Das ist letztendlich nicht schlimm, dauert halt nur länger, bis ich am Ziel bin. Zuki ist es eh egal, wann wir wo ankommen, Hauptsache es macht Spaß! Aber genau das war der Knackpunkt – ich begann sie zu verwirren. Drum hatte ich mir eigene Trainingstagebuch-Zettel gestaltet und es ging weiter.

Trainingstagebuch Tricktraining

(Das Büchlein ist klein und fein und somit immer dabei.)

Das Tricktraining-Tagebuch

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war, als ich irgendwann Anfang des Jahres erfuhr, dass die liebe Manuela Zaitz ein Trainingstagebuch mit Easy Dogs herausbringen wird. Die Ella hat so viel Erfahrung im Bereich des Tricktrainings und zusammen mit den liebevoll gestalteten und durchdachten Büchern von Easy Dogs musste das was werden. Tja, und nun hab ich es hier und bin begeistert!

Tipps zum Training

Das Büchlein startet mit wertvollen Tipps zum Training, so dass das Training auch zum Erfolg führt. Das sind unscheinbare, aber wichtige Zeilen, die nicht nur gelesen, sondern verinnerlicht werden sollten!

Ich musste beispielsweise ganz arg lernen, was kleinschrittig wirklich bedeuten kann. Bei meinen ersten Versuchen ist Zuki im Training einfach weggegangen, da ich sie für mich unbemerkt überfordert hatte. Es machte ihr keinen Spaß und mir auch nicht. Ich war kurz davor zu sagen – Tricks, die braucht doch kein Mensch und schon gar kein Hund!

Ich bin noch mal in mich gegangen und habe das Training überdacht. Der Knoten war bei uns beiden so schnell geplatzt, wie Zuki die ersten Male einfach gegangen war. Es wäre wirklich schade gewesen, wenn ich mich von meinen ersten Versuchen hätte entmutigen lassen.

Termine

Hier können wichtige Termine notiert werden. Ich hab dort beispielsweise die Termine der Seminare stehen, die Zuki und ich in diesem Jahr zu diesem Thema noch besuchen werden.

Trainingstagebuch Tricktraining

(Das Trainingstagebuch ist so robust; es eignet sich auch für eine Suchaufgabe!)

Belohnungsmöglichkeiten

Im Tricktraining bietet sich Futter in den verschiedensten Ausführungen als Belohnung an, aber nicht immer ist Futter auch eine super Belohnung. Das merke ich jetzt, wenn ich mit Zuki Tricks nach draußen in den Wald verlagere. Es macht durchaus Sinn einmal aufzulisten, welche Belohnungen einem zur Verfügung stehen! Sind Belohnungen gut ausgewählt, läuft das Training besser!

Signale

Das Buch gibt Euch die Möglichkeit, die  Signale für eure Tricks zu notieren. Dazu die eventuellen  Sichtzeichen und Beschreibungen. Bis vor ein paar Monaten hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals dahin kommen könnte, den Überblick über unsere Signale zu verlieren.  Aber es kam schneller, als ich dachte. Mittlerweile sind es knapp 40 Tricks bei uns. Und nun sind sie alle schön beisammen!

Trainingsplan

Notizen zum Training zu machen ist so wichtig, aber es steht und fällt mit einer guten Struktur der zu erfassenden Daten. In dem Moment, wo es zu kompliziert wird und die Spontanität verloren geht, mache ich es ungern und halt gar nicht mehr.

Die Doppelseite des Tagebuches finde ich sehr ansprechend gestaltet und lässt mich nach dem Trainingsschritt zügig alles Notwendige aufschreiben. Von dem Namen des Tricks an sich, über Uhrzeit, evtl. Trainingspartner, In- oder Outdoor-Training, Wetterlage, Requisiten, Ablenkungen, weitere Trainingsschritte, Ergänzungen über kurze Notizen zur Tagesform des Hundes und des Menschen zu Beginn, während und nach des Trainings und weiteres findet sich dort übersichtlich gegliedert.

Mit ein bisschen Übung geht das Erfassen der Daten sehr schnell, ohne unübersichtlich zu werden.

Trainingstagebuch Tricktraining

Handlungsketten

Diese Seiten finde ich sehr wichtig! Gerade auch, wenn es um komplexere Tricks geht wie beispielsweise beim „Aufräumen“. Beim Aufräumen lernt der Hund verschiedene Gegenstände vom Boden aufzunehmen und in ein Behältnis zu bringen. Solche Tricks werden in ihre Einzelteile zerlegt, die alle separat trainiert und danach zusammengesetzt werden. Von einer soliden Basis geht es in den komplexen Trick. So stellen sich zügig die gewünschten Erfolge ein und Mensch und Hund behalten den Spaß an der Sache!

Trainingstagebuch Tricktraining

Fazit

Wie erwartet ist das Tricktraining-Tagebuch wirklich gelungen. Es begleitet Zuki und mich mittlerweile ein paar Tage und es ist definitiv alltagstauglich. Vor allem jetzt in der wärmeren Jahreszeit, in der ich einiges im Training nach draußen verlagere, ist es super, da ich alles Wichtige schnell notieren kann. Bisher hatte ich einen einfachen Zettel und habe alles dann Zuhause in meiner eigentlichen Mappe notiert. Das war umständlich und wurde von mir dadurch auch nicht immer regelmäßig gemacht.

Das Buch ist sehr handlich, so dass ich es in jede Tasche stecken kann und von der Oberfläche auch recht robust für den Einsatz draußen. Es dürfte für meinen Geschmack noch ein paar mehr Seiten haben, aber ich weiß, dass das dann auf Kosten der Handlichkeit geht. Super fände ich auch eine Art Liste für jeden Trick, in der ich eintragen könnte, wann ich diesen Trick überhaupt trainiert habe. Aber auch das würde das Büchlein vermutlich sprengen.

Danke liebe Manuela Zaitz und Easy Dogs für dieses neue Büchlein im Sortiment! Ich habe viel Freude daran!

Trainingstagebuch Tricktraining

(Ist der Kopf nach einem Training schwer geworden, kann Hund auch prima sein Köpfchen darauf ausruhen 😉 ).

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