Trainingstagebuch „Trickzertifikat Bronze und Silber“ – für mehr Struktur im Training

Nachdem mir die Liste der Übungen für das Trickzertifikat „Silber“ ein bisscher vertrauter war, hatte ich mit den Übungen begonnen, die Zuki und mir am einfachsten fielen. Es sind insgesamt 26 Übungen und 15 sollen ausgewählt werden. Ich fand es … Weiterlesen

Es lebe das Vorurteil – Gastbeitrag von Manuela Zaitz

Manuela Zaitz http://www.hunde-spiele.de/de/  hat auf Facebook eine etwas längere Statusmeldung verfasst. Das Wort zum Wochenende sozusagen 🙂 . Es spricht mir in vielem sehr aus dem Herzen, drum hab ich sie gebeten, es auch auf Tali’s Welt veröffentlichen zu dürfen. Hier ist es! Dankeschön an dieser Stelle, Ella!

(Die Fotos von Zuki, Lemon und ihren Kumpels und Kumpelinen sind von Christina Opitz (http://www.hundeschule.com/) gestern auf einem schönen Spaziergang gemacht worden.)

Es lebe das Vorurteil!

Stapft man durch die virtuelle Welt und bewegt man sich gar noch in Hundeforen oder Facebook Hundegruppen, packt mich regelmäßig das kalte Grauen.

Es wird verallgemeinert und unterstellt, dass es eine wahre Freude ist und ich an der Intelligenz der Poster massive Zweifel habe. Erwachsene Menschen, Angestellte, Bürger, Mitglieder der Gesellschaft, Eltern, Großeltern…. und das alles im Jahre 2014.

Vorurteile sind in dieser Zeit doch recht leicht widerlegbar, googeln könnte manchmal helfen, oder auch freundliches Nachfragen.

Glaubt man „Kennern der Szene“ schläfern gewaltfrei arbeitende Hundetrainer Hunde lieber ein, als Gewalt anzuwenden.

WTF? Jetzt mal ehrlich, DAS wäre doch wohl Gewalt? Und die lehnen wir doch bekennenderweise ab? Naaaaaaa? Wer findet den Fehler ganz allein?
Aber nein, findet sich einer der das in einer fb- Gruppe behauptet, finden sich mindestens 35 andere Intelligenzbestien die diesen Murks unreflektiert liken und gleich 8 andere Poster kennen jemanden, der schon mal jemanden gekannt hat, der gesehen hat….. blablabla.

10551421_697589070325871_1917411492530983564_oAußerdem rennen positiv arbeitende Trainer den ganzen Tag „lalala“ singend durch den Wald und werfen soviele Kekse, dass wir mindestens für den Hunger in der dritten Welt verantwortlich sein müssen.

Wer von einem 30 Sekunden Video, in dem eine intermediäre Brücke gezeigt wird, auf einen ganzen Spaziergang oder gar ein ganzes Leben schließt, der kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass man ihn als Diskussionspartner ernst nimmt?
Es heißt intermediäre BRÜCKE, nicht intermediärer Pilgerweg!
Und JA, ich nutze Kekse zur Belohnung, dafür bekommen meine Hunde etwas kleinere Gratis-Mahlzeiten täglich serviert.
Aber beileibe nutzen wir mitnichten nur Futter zur Belohnung. Das wäre doch auch dumm.

„Grenzen setzen muss sein, diese ganzen Wattebauschwerfer leben in ihrem rosa Pippi Langstrumpf Orbit und sind sooooo weltfremd.“

Ooooooooooommmmm… ich gestehe, ich LIEBE Pippi Langstrumpf, und ginge es nach mir „2 x 3 macht 4 -widdewiddewitt und 3 macht 9e! Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …“. Aber wenn ich das könnte, mir die Welt machen, wie sie mir gefällt…. liebe unreflektierte Kritiker, dann gäbe es Euch gar nicht.

Natürlich setzen wir Grenzen. Wir werfen dafür nur nicht mit Gegenständen, wir erschrecken die Hunde nicht, wir bespritzen sie nicht mit Wasser, wir ignorieren sie nicht über längere Zeit. Aber selbstverständlich setzen wir Grenzen. Ich durchdenke welches Verhalten ich gerne hätte, dann plane ich, wie ich dieses erreichen kann und dann trainiere ich es. Fertig! So einfach kann es sein. Wer wirklich glaubt, Grenzen könne man nur durch Strafen setzen, der sollte sich einfach nochmal hinsetzen und lernen.

10648611_697588036992641_78498341003770974_o„Aber bei manchen Hunden, Red Zone Hunden, da geht es nämlich nicht anders, die muss man härter anfassen. „

Nein, muss man nicht und sollte man nicht. Ich darf an dieser Stelle die von mir sehr geschätzte Ute Blaschke-Bertholt zitieren:  „Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten.“

„Diese sogenannten gewaltfreien Trainer sind völlig intolerant, lassen keine andere Meinung gelten und lästern ständig über uns „normale, ausgewogene“ Trainer“

Ähm, ernsthaft? Die wohl größte fb Gruppe zum positiven Hundetraining in Deutschland, dürfte wohl die „Trainieren statt dominieren“ Gruppe sein. Hier ist es schlichtweg verboten, über andere Trainer herzuziehen. Wir möchten uns über gutes, vernünftiges Training austauschen, Trainer-Gebashe wird gelöscht und die Mitglieder verwarnt, im Wiederholungsfalle ausgeschlossen… soviel zu dem Punkt, wir würden keine Grenzen setzen und diese nicht durchsetzen.

Und unsere Gruppenregeln sind klar: Wir tauschen uns über positives Training aus. Auf die fünhundertachtendrölfzigste Auflage von „Ja, aber, Strafe muss sein…. im Wolfsrudel machen die auch…. der TV Trainer hat aber gesagt….“ hat KEINER Lust. Unsere Gruppe, unsere Regeln. Ich gehe auch nicht in eine Veggie-Gruppe und poste da meine Rouladen-Rezepte. Die wollen die da nicht haben. Kann ja sein, ich finde meine Rouladen toll, deswegen wollen die anderen die trotzdem nicht.
Ich kenne einige wenige Trainer, die über Andere und Andersdenkende herziehen. Und damit meine ich nicht die Kollegen, die sachlich und vernünftig Kritik an veralteten Methoden üben. Sachliche Kritik ist erlaubt und erwünscht. Hemmungsloses Gelästere: Nein Danke. Das möchte ich von KEINER Seite in einer Diskussion hören.

10648446_697588503659261_7689414070286379606_o„Wenn man sich diese konditionierte Entspannung ansieht: gruselig! Die nehmen ja Eingriff auf die Psyche, das geht ja gar nicht, das darf man nicht machen“.

Hintergrund war ein Video, indem ein Hund mit Hilfe eines konditionierten Entspannungssignals das Buddeln unterbricht. Hmmm… liest man die Tipps weiter, dann hätten viele das Verhalten einfach mit einem Abbruchsignal unterbrochen… wahrscheinlich mit einem nicht soooo nett konditionierten Abbruchsignal. Das Ergebnis ist das gleiche, der Hund unterbricht das Verhalten. Aaaaaber, natürlich wird auch beim Abbruchsignal eine Stimmung übertragen. Wenn der Hund gelernt hat, auf „LASS ES“ folgt schonmal ein Schlüsselwurf, oder eine Wasserdusche oder was auch immer Unangenehmes, dann bekommt er nicht nur ein Signal, sondern natürlich verbindet er damit auch ein Gefühl. Er muss das Verhalten unterbrechen, sonst folgt etwas Unangenehmes.

Unterbricht man das Verhalten durch die konditionierte Entspannung (und Unterbrechung ist in diesem Falle nicht mal korrekt, es wird in erster Linie darum gehen, den Hund für ein folgendes Alternativverhalten ansprechbar zu machen), dann entspannt der Hund sich, weil er dieses Signal als ein angenehmes, beruhigendes kennengelernt hat. Und DAS ist jetzt verwerflich im Vergleich zum klassischen Abbruch? Weil ich Einfluss auf seine Gefühlswelt nehme? Das tue ich doch ohnehin. Der eine auf die nette Art, der andere eben auf eine andere.

„Die haben ja alle keine Ahnung“.

Viele der positiv arbeitenden Kollegen haben früher anders gearbeitet und sind an irgendeinem Punkt ihrer Entwicklung angelangt, an dem sie bessere Alternativen gelernt haben. Wir wissen durchaus durch eigene Erfahrung, warum wir Dinge heute anders handhaben.

„Früher hat unseren Hunden das auch nicht geschadet“

Ja, und früher wurden Kinder in der Schule mit dem Rohrstock versohlt, wir hatten Telefone mit Schnur, Bibliotheken anstelle von Internet und noch davor haben wir in den Wald gekackt. Mal ernsthaft…. Fortschritt und Entwicklung sind kein Teufelswerk und dazulernen kann viel Spaß machen und wird einen offenen Geist weit bringen.

„Den Hund von Trainer Sowieso, den hab ich mal persönlich gesehen, also, vielleicht war ich es auch nicht selbst, sondern die Cousine einer Freundin meiner Mutter, aber der war GANZ schlimm. Der hat den selbst nicht im Griff“

Jau, ich kenne einige Trainer, die haben ein Schätzchen mit Vorgeschichte übernommen. So eins, das es eben nicht so pralle hatte im vorherigen Leben. Und ganz bewusst, haben sie die RIESEN-Baustelle mit übernommen. Wohlwissend, dass das jetzt nicht der tolle Trainer-Vorzeige-Hund ist, und wahrscheinlich auch niemals werden wird. Aber sonst wollte ihn eben keiner. Dann kann man natürlich über diesen Trainer wunderbar herziehen, sich lustig machen und die Erziehungsmethode desjenigen verhöhnen, denn „wenn man da mal einen vernünftig arbeitenden Trainer mit ner Blechschüssel ranlassen würde, dann würde der auch laufen“. Selbstredend kennen die Schlaufüchse weder die Geschichte, noch den Hund, noch was er bereits erdulden musste. Aber frei nach dem Motto: Was kümmern mich Fakten, wenn ich eine Meinung habe, die ich rausblasen kann, werden munter dumme Kommentare abgegeben.

10623459_697601643657947_7050231680997079263_o„Die tun immer so, aber in Wirklichkeit trainieren die auch ganz anders“

Öhhhhhmm, nö!
Jedem von uns platzt mal der Kragen und genau wie ein Paartherapeut auch mal seine Frau anschnauzen wird, muffel ich mal meine Hunde an. Nicht weil ich das für tolles Training halte, oder weil in der Natur auch nicht immer alles positiv ist, sondern weil ich schlicht nicht perfekt und auch menschlich bin. Klares Zeichen für mich, mal einen Gang zurück zu fahren.

Teilweise wird das Ganze sehr persönlich, unschön und unwahr. Aber wahr muss es doch auch gar nicht sein, wenn Lästern allein so schön und selbstbelohnend ist. Die psychologischen Mechanismen dahinter sind mir durchaus bekannt und ich verstehe sie. Schöner werden sie darum trotzdem nicht. Und wenn jemand persönliche, unwahre Behauptungen über einen Menschen in die Welt setzt, dann kann man selbstredend einen Anwalt einschalten und dem Einhalt gebieten lassen. Oder man lehnt sich zurück und findet spannend, was dieses Verhalten über den Menschen aussagt. Und es sagt soviel aus!

Ich freue mich über jeden, der eine dumme Geschichte über einen Trainer gehört hat, oder über „sektengleiche“ Trainingsrichtungen und der sich trotzdem unvoreingenommen informiert, beide Seiten beleuchtet und sich selbst eine Meinung bilden kann.

Jetzt schließe ich mit einem anderen „Kinderlied“:
„Wer, wie was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt bleibt dumm“

Schönes Wochenende

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Gedanken zum „Zeigen und Benennen“

Dieser Beitrag war ursprünglich nur eine Facebook-Notiz. Ich wurde aber drum gebeten, ihn auch außerhalb Facebooks zu veröffentlichen. Hier ist er 🙂 .

„Zeigen und Benennen“ wird mittlerweile gerne als eine Art Allheilmittel für problematisches Verhalten empfohlen. Ich sehe diese Entwicklung eher kritisch. Dieses Werkzeug mutiert zu einer isolierten Technik und ist als solches nichtgedacht.

Ich habe dieses Trainingswerkzeug, entwickelt von Dr. Ute Blaschke-Berthold,  2008 erstmalig kennengelernt und natürlich ist es auch Teil meiner Ausbildung bei ihr.

Letztendlich ist die Idee dahinter sehr simpel. Wäre jedoch Training mit Hunden so einfach, müsste ich mich nicht um Ausbildung und Fortbildungen kümmern, um meinen Kunden Wissen zu vermitteln und mit ihnen zu trainieren.

Wir Trainer haben eine große Verantwortung den Hunden und Menschen gegenüber. Im Training selber ist das Analysieren von Situationen und das Schulen des Menschen für mich nicht immer einfach. Noch schwerer tue ich mich daher, Anleitungen für Anfragen in Foren oder auf Facebook zu geben, wenn es um Verhaltensfragen geht. Mir wird häufig vorgeworfen, ich würde mein Wissen im Netz zurückhalten, da ich damit Geld verdienen würde wollen. Vor ein paar Jahren hätte ich vielleicht ähnlich gedacht.

Zeigen und Benennen – es gibt mittlerweile einen schönen Artikel in der SitzPlatzFuss Ausgabe 14 http://www.sitzplatzfuss.com/die-themen/ausgabe-14/ von Ute dazu – hat seine Tücken. Diese erlebe ich live, wenn Menschen zu mir kommen, die es an ihren Hunden aufgrund von Tipps aus dem Netzausprobiert haben. Hunde, die bei der Benennung des Auslösers in die Leine preschen und sich arg gebärden, Hunde, die andere Hund fixieren und die Spannung immer größer wird.

Es gibt fortgebildete Hundhalter denen ich es zutraue, selbstständig neue Ideen imTraining ihres eigenen Hundes umzusetzen, aber das ist nicht der Großteil der Menschen, von denen ich so häufig Fragen zum Verhalten und Training ihrer Hundeim Netz lese.

Vor dem Verhaltenstraining sollte die funktionale Verhaltensanalyse stehen.

Zeigen und Benennen ist ein kleines Werkzeug, keine isolierte Methode, um Verhalten zu ändern. Es ist daher weniger vergleichbar mit den Trainingstechniken BAT, CAT oder LAT – wem diese Abkürzungen was sagen sollten.

Daher meine Bitte, auch wenn es Geld kostet, holt euch im Zweifelsfalle einen Trainer, der in dieser Thematik steckt, ins Haus, damit er sich eure Situation anschaut undeuch schult, damit ihr mit eurem Hund weiter trainieren könnt. Die Basis solltet ihr, je nach Kenntnisstand, in ca. 3-5 Stunden verstanden haben. Nagelt euren Trainer aber nicht darauf fest. Training ist sehr individuell.

So, nun ein paar Worte zum Zeigen und Benennen, die ich vor längere Zeit in einem Blogartikel verfasst hatte:

Im Aufbau gibt man das Markersignal, sobald der Hund den Auslöser entdeckt hat (Zeigen) und belohnt ihn dann. Hat man dieses mehrmals wiederholt, wird der Hund in Erwartung an das Markersignal beim Anblick dieses Auslösers sich leicht zu seiner Bezugsperson orientieren – z.B. durch eine leichte Kopfbewegung, das Zucken eines Ohres. Dieses wird dann markiert. Mit der folgenden Belohnung führt man den Hund mit der Belohnung in ein Alternativverhalten. Das ist die Stufe, in welcher mit der Benennung des Auslösers begonnen werden kann (Benennen). Benennt man zu früh, also in der Phase, in welcher der Hund noch sehr erregt ist, hat man mittels klassischer Konditionierung die Erregung mitdem Signal für den Auslöser verknüpft. Ist das passiert… shit happens! DieDeutsche Sprache hat so viele tolle Worte. Nehmt dann eine Neues!

Je nach Motivation des Hundes ist es erstrebenswert, wenn funktionale Verstärker(beispielsweise Distanz geben oder auch zum Auslöser hin gehen/pendeln) genutztwerden. Ein Keks als Verstärker für erwünschtes Verhalten ist in dem Rahmen, indem Zeigen&Benennen angewandt wird, oftmals nicht ausreichend. Bei Angstund Aggression teils sogar kontraproduktiv!

Was kann manmit Zeigen und Benennen erreichen, wenn man aus der Anfangsphase bei bestimmten Auslösern raus ist? Wie schaut es aus mit der Anwendung?

Bin ich mitZara unterwegs schaue ich sehr genau hin, wozu sie in der Lage ist. Wo braucht sie wie meine Unterstützung, in welchen Momenten kann sie alternatives Verhalten schon von alleine anbieten, wenn sie einen Auslöser selber gefunden hat, welches ich dann verstärken kann. Oder hat sie sogar einen Auslöser wahrgenommen, hat sich ins Alternativverhalten gebracht und ich sehe, dass sie mit ihrer Entscheidung sehr glücklich ist und ich dann “nur” noch ein verbales Lob hinter schicke. Es kommt mittlerweile immer häufiger vor, dass wenn ich mit Zara durch die Straßen gehe und sie einen Hund auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickt, die beiden sich kurz Anschauen, Zara sich abwendet und schnüffelnd weiter trottet. Da lobe ich sogar teilweise nicht mehr verbal, sondern lächle vor mich hin. Sollte Zara mich anschauen, wird sie dieses Lächeln verstehen!

Fragen nach einem Auslöser tue ich, wenn ich mir sicher bin, dass Zara ihn nicht wahrnehmen könnte und sich erschrecken wird, oder wenn sie was entdeckt hat und es nicht einordnen kann. Bei letzterem senkt dann das Signal für das Etwas deutlich das Erregungsniveau und ich warte dann oftmals auf ihr Alternativverhalten (Abwenden, Bogenlaufen, Schnüffeln, Handtouch..). Hinschauen lasse ich auch, wenn sie eigentlich nicht hinschauen möchte und den Auslöser meidet. Ich möchte nicht, dass sie Dinge meidet. Meidet/ignoriert sie Auslöser weiß ich, dass ihretwas nicht behagt. Hat sie hingeschaut, sich mit dem Ding/Person/Tierauseinandergesetzt, ist es für sie dann ok! Sie konnte lernen!

Bei Tali entwickelt es sich in vielen Bereichen sehr ähnlich. Das Suche lassen von Hunden nutzen wir bei ihm jedoch häufig als Belohnung. Tali möchte ja Kontaktzu anderen Hunden. Dieses ist jedoch aus verschiedenen Gründen nicht immermöglich. Anstatt ihn im Fuß an anderen Hunden vorbei zu führen, möglichst noch ohne Blickkontakt zum Auslöser – ich schreibe das hier jetzt so, da ich diesen Wunsch von vielen Menschen lese – darf er, nachdem er ein Alternativverhalten angeboten hat, gerne wieder hinschauen! Noch toller für ihn ist es, wenn derdort schnüffeln darf, wo sich der Artgenosse befunden hat.

Im Wald zum Thema Jagdverhalten ist“Zeigen und Benennen” in so fern praktisch, als dass wir:

a) “Bambi gucken”, “Häschen gucken” als Belohnung einsetzten können

b) Tali fragen, wo ist das XY? Schaut er in den Wald, schnuppert hinein und schaut uns danach mit fragenden Augen an, ist es eine wertvolle Information für uns. Das Gebiet für ihn “wildfrei”, er hat nichts gefunden undsomit darf er gerne offline des Weges ziehen.

Ein Punkt bezieht sich auf beide Hunde, unabhängig von der Örtlichkeit. Als Mensch ist man dazu geneigt, auch nicht immer die volle Aufmerksamkeit auf den Hund undauf die Umwelt zu haben. Mir ist es nicht möglich! Es gibt sie, die Momente, indenen ich vor mich hin träume, in denen meine Augen am Hinterkopf nicht funktionieren oder mir der Wind mein Gehör irritiert. Gut, wenn die Hunde dannfür einen aufpassen!

Der Auslöser wird zum Signal für alternatives Verhalten!

Stehe ich irgendwo dumm rum und genieße die Aussicht, weiß ich, wenn Zara mir mit der Pfote auf den rechten Fuß tippt oder meine Handfläche zum Anstubsen sucht, dass sie mir sagen möchte – Hey, ich hab ‘nen Hund gesehen!

Trödel ich träumend mit Tali durch den Wald, beobachte vielleicht noch das rege Treiben der Tierchen zwischen den Blättern auf dem Boden, bin ich sehr dankbar, wennTali stehenbleibt und geduldig in Richtung Rehe schaut, bis mein Gehirn mirfunkt – Tali hat was gefunden, sich sollte reagieren!

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Leben mit Hunden – gewusst wie! | Buchvorschau aus dem Kynos-Verlag in eigener Sache

Aus einer kleinen Idee von Stefan Wittenfeld wurde ein wundervolles Projekt von insgesamt 26 Hundetrainer/-innen!

Das Buch erscheint im April 2014 im Kynos-Verlag und ist empfohlen vom IBH, dem Internationalen Berufsverbands der Hundetrainer/innen e. V. .

Ich danke dir sehr Stefan für dein unglaubliches Engagement, deine Unterstützung und die lieben, aufmunternden Worte! Die herzliche Zusammenarbeit mit euch allen hat mir sehr viel Freude bereitet! Ihr seid großartig! Es war und ist eine tolle Zeit mit euch!

Zum Inhalt des Buche geht es hier entlang: http://www.hundebuchshop.com/nextshopcms/Leben-mit-Hunden-Stefan-Wittenfeld.htm

Leben mit Hunden Wittenfeld

Die Autorenliste in loser Reihenfolge:

  • Dr. Ute Blaschke-Berthold (Vorwort)
  • Nicola Barke
  • Gerd Schreiber
  • Kirsten Berger-Demski
  • Nicole Dumke
  • Claudia Matten
  • Jasmin Wagner
  • Sonja Wittenfeld
  • Stefan Wittenfeld
  • Sonja Meiburg
  • Heike Hillebrand
  • Amira Sultan
  • Nerina Aupperle
  • Mirjam Aulbach
  • Ulrike Seumel
  • Corinne Kaelin
  • Martina Maier-Schmid
  • Manuela Zaitz
  • Martina Schoppe
  • Sybille Thiele
  • Diana Drewes
  • Samia Salewsky
  • Denise Diehl
  • Christine Schmidt
  • Ulrike Schöttler
  • Maria Rehberger

Die Innenstadt – Einmal ist immer das erste Mal

Zuki ist nun in der 19. Woche. Wir verbringen viel Zeit im Wald oder auf dem Feld und ab und an suchen wir die Orte auf, wo mit Sicherheit Hunde zum Spielen zu finden sind oder ich verabrede mich mit lieben Menschen und ihren Hunden zu geplanten Spaziergängen.

DSC_0480Dazu gibt es täglich eine kleine Runde hier in der 30er Zone um den Block und vielleicht 2mal die Woche auf dieser einen kurzen Abstecher runter zur Hauptstraße.

Mir gefällt Zuki’s Entwicklung. Ich muss mit Schrecken häufig festestellen, dass ich mich an unsere anderen Welpen / Junghunde in dieser Phase kaum erinnern kann. Ich weiß nicht mehr, was ich mit ihnen diesbezüglich trainiert hatte. Auf jeden Fall nicht mehr genau. Nur, dass alles irgendwie einmal vorkam, was ein junger Hund laut damaliger Hundeschule so zu erleben hat. Für mich ein Zeichen dafür, mit wie wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ich an deren Training heran gegangen bin. Eigentlich bin ich für mein Elefantengedächtnis bekannt.

DSC_0440aGestern haben wir einen schönen Vormittag in den Holmer Sandbergen verbracht und heute morgen dachte ich – ja, es ist Zeit – wir besuchen die Pinneberger Innenstadt! Eine genaue Idee von dem, was ich mit Zuki dort erleben wollte, hatte ich nicht. Es ergibt sich vieles von selbst. Ich wollte schauen, was sie mir anbietet. Wir sind früh gestartet – um halb Acht sind noch nicht so viele Menschen unterwegs und die Geschäfte noch geschlossen.

Die Runde:

Geparkt habe ich am Drosteipark (für die Pinneberger unter euch Lesern ^^ ). Im Park konnte Zuki sich ein wenig aklimatisieren und lösen. Von dort aus ging es in den Innenstadtbereich, runter zur Hauptstraße, vorbei an einer großen Baustelle und zurück über den Volksbank Parkplatz. Spiel und Entspannung waren dort angesagt. Danach weiter rüber in die noch recht leere Rathauspassage, von dort wieder durch den Durchgang zum Innenstadbereich, hoch zum alten Gesundheitsamt und wieder zum Drosteipark. Hier gab es wieder ein kurzes Spiel und Entspannung in der Sonne.

Die Runde sollte eigentlich nicht so lang werden, aber Zuki ist so interessiert überall entlang gestapft mit ihrem Dummdidumm-Schritt und manchmal auch leichten Trab, dass ich die Zeit ein wenig vergessen hatte. Die Leinenführigkeit war wirklich super.

Erlebnisse:

Es war so schön zu sehen, wie sie bereits Erlerntes auf diese für sie neue Situation anwenden konnte. Spannend fand sie die Schiebetüren der Rathauspassage und beim Hineintreten verließ sie kurz ihr Dummdidumm-Schritt und sie hielt inne. Es waren Stöckelschuhe zu hören, die in der Halle hallten. Die Stimmen der Menschen hörten sich für die Kleine mit Sicherheit auch merkwürdig an. Auf den Clicker verzichte ich in solchen Gebäuden, denn auch das Geräusch verzerrt sehr. Das Markerwort ist dann goldwert. Zuki konnte jedoch Fressen, die Kekse am Boden jagen und dann war auch dort das Eis gebrochen und es ging Dummdidumm weiter.

Von den Gerüchen die vom Bäcker rüber kamen, konnte sie sich nicht so schnell lösen, drum standen wir dort einen Augenblick länger. Eine ältere Dame kam auf mich zu, während Zuki noch mit dem lecker Duft beschäftigt war. Sie sagte zu mir, sie hätte noch nie erlebt, dass jemand so lieb mit seinem Hund hier durch ginge und so viel lobt. Dabei strahlte sie und ging weiter. Ich strahlte zurück.

Das richtige Maß:

Es ist so schwer das richtige Maß zu treffen. Ich empfinde die Verantwortung für die Entwicklung eines Welpen/Junghundes als sehr groß. Oft denke ich, war es gut, war es ungut, war es zu viel, zu wenig – ich würde Zuki so gerne manches mal fragen. Ich hoffe einfach, durch die Beobachtung ihres Verhaltens in den Situationen und ihrer Entwicklung das möglichst richtige Maß zu treffen.

Zuki hat nun ihr Stück Trockenpansen verspeist – ist mit Wackelzähnen gar nicht so einfach 😀 . Jetzt schläft sie neben mir. Morgen wird wieder ein ruhiger Tag!

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Entspannungstraining für Hunde – Impressionen

Gestern war ich das zweite Mal als Referentin zum Thema „Entspannung im Hundetraining“ in Pinneberg bei der lieben Nicole Storjohann und ihrer Hundeschule „Trust me Dog“ eingeladen.  Wir sind zwei Pinneberger Trainerinnen, die sich sehr gut ergänzen. Nicole ist für mich die Anlaufstelle in Pinneberg für beispielsweise Agility, Frisbee und Longieren! Als vor ein paar Monaten die Ausschreibung zum ersten Seminar raus ging, war das Interesse so groß, dass wir zwei Seminare daraus gemacht haben.

Die Themen:

Entspannung und Erregung – zwei Gegenspieler, welche gleichermaßen wichtig sind.
Häufig sehen sich Hundehalter im Alltag mit ihrem Hund jedoch mit einem zu viel an Erregung konfrontiert. Eine hohe Erregung kann problematisches Verhalten wahrscheinlicher auftreten lassen. Angst, Aggression und Jagdverhalten können schneller ausgelöst werden.

Entspannung ist daher eine wirksame Unterstützung im Training. Entspannung kann erlernt und auch ausgelöst werden! Integriert man Entspannung in sein Training mit dem Hund, kann dies den Trainingserfolg erheblich beschleunigen.
Gleichzeit lernt der Mensch selber, mit schwierigen Situationen entspannter umzugehen. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt!

An diesem eintägigen Praxisseminar werden wir uns in Theorie und Praxis u.a. mit folgenden Themen befassen:

• Klassische Konditionierung
• Direkte und konditionierte Entspannung
• Berührungen und Massage
• Eine kleine Reise in das Gehirn
• Einfluss von Gerüchen
• Entspannende Körperhaltungen
• Integration der Entspannungstechniken im Hundetraining
• Verhaltensunterbrechung durch Entspannung

Es war wieder ein wunderschöner Tag! Die Teams waren super gut drauf, es wurden tolle Fragen stellt, viel gelacht und neu Erlerntes super umgesetzt. Hund und Mensch im Miteinander…! Das war so schön!!!

Ridgeback in Not e.V. war ebenfalls mit zu Gast und hat mit einem kleine Sortiment an Keksen und Fleecezergeln die Teilnehmerherzen erfreut. Die Einnahmen gehen an den Verein. An dieser Stelle noch einmal – ihr seid eine tolle Truppe! Danke für euer Engagement!

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Die liebe Nicole hat einige Fotos gemacht. Hier sind ein paar von ihnen zu sehen 🙂 ! Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit!

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Sozialisation | Entwicklung oder die „magischen 16 Wochen“

Seit 6 Wochen lebt Zuki nun schon bei mir. Ihr Leben als Zukiraptor hat sie längst abgelegt. Ich denke häufig an die Welpen-Zeit von Mara, Shiwa und Tali zurück – Zara’s Welpenzeit habe ich nicht miterleben dürfen, da ich sie erst später kennenlernen durfte.

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Wir besuchen keine Welpengruppe, sie darf das Spiel anfangen, darf mit Quietschies durch die Gegend rennen, darf eigentlich alles einmal ausprobieren, erkunden, wir zergeln, wir rennen, kugeln uns auf dem Boden, sie darf auf mir rumtrampeln, sie gewinnt die Spiele – sie hat so unglaublich viele Freiheiten im Vergleich zu unseren vorherigen Welpen.

Zuki hat gelernt, wie sich sich verhalten muss, damit es sich für sie lohnt. Zuki hat Grenzen erlernt. Es macht so einen Spaß mit ihr!

Für mich ist mit ihr ein weiterer Wunsch in Erfüllung gegangen –  Einen Hund Großziehen ohne Maßregelungen, ohne Schnauzengriff, anstubsen, Discs werfen, Leinenimpulsen, auf den Rücken drehen, laut werden. Sie hat von uns in den Wochen nie erfahren, dass wir grob werden können. Zugegebenermaßen hat die ehemalige Raptorin teils viel Impulskontrolle von uns abverlangt. Aber hey, was Tali kann, können wir Menschen schon lange! Meinen Eltern bin in unglaublich dankbar, dass sie sich an meine Ratschläge gehalten haben und alles so umsetzen, wie ich es mir wünsche, wenn Zuki während meiner Arbeitszeit bei ihnen ist. Danke ❤ !

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Unterschiede

Im Gegensatz zu den Ratschlägen unserer damaligen Hundeschule zum Thema „Sozialisation“, wurde Zuki langsam an alles herangeführt. Unsere Welpen zuvor lernten nach dem Motto: Welpe nimmt alles schnell auf und gewöhnt sich schnell an vieles – daher in die Stadt, auf den Bahnhof , viele Kontakte zu Mensch und Hund, viel Toben – überall einmal mitnehmen. Dann ist er gewappnet für die Zukunft. Bis zur 16ten Woche musste alles durch sein, sonst hätten wir später Probleme.

Zuki hat mir gezeigt, wann sie bereit dafür ist, unsere Tempo-30-Zone hier zu verlassen und auf größere Erkundungstour zu gehen. Wann sie bereit dafür ist, auf Einladungen von Passanten zur Kontaktaufnahme, einzugehen. Bisher hat sie viele liebe Menschen kennenlernen dürfen. Kurz „Hallo“ sagen, Streicheleinheiten abholen und bevor die Erregung zu dolle wird und somit der Einsatz ihrer Zähne und das Anspringen wahrscheinlicher, verabschieden wir uns wieder. Sie kann jetzt schon recht lange ruhigen Kontakt zu Menschen halten.

Mittlerweile stapft sie sehr selbstbewusst hier durch die Straßen, registriert schnelle Autos, LKW und Radfahrer und geht dann wieder ihres Weges, was von mir verbal lobend unterstützt wird. In Momenten, wo sie doch unsicher erscheint, bekommt sie Unterstützung in Form von Rausführen, Markersignal und/oder Keksen.

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Hundekontakte

Wir treffen eigentlich wenige Hunde. Aber die Kontakte die entstehen, sind alle sehr nett. Zuki spielt sehr angenehm und andere Hunde spielen sehr angenehm mit ihr. Ein Geben und Nehmen. Bisher war es immer so, dass beide Seiten geschaut haben, dass das Spiel am Laufen bleibt und nicht zu kippen droht. Braucht jemand eine Pause, wird kurz wo geschnüffelt und/oder am Stöckchen gekaut.

An der Leine hier um den Block verhält sich Zuki noch sehr ruhig, wenn sie anderen Hunden begegnet. Sie lernt, dass es nicht möglich ist, mit jedem Hund kontakt aufzunehmen, dass sich Anschauen und Abwenden für sie jedoch trotzdem deutlich lohnt.

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Veränderungen bei Tali

Neben den äußerlichen Veränderungen wie Gewichtsabnahme und Muskelaufbau *hihi*, scheint Tali sehr viel ausgeglichener zu sein. Am interessantesten ist die Beobachtung, dass er mehr draußen liegt – sogar, wenn Fliegen und Hummeln unterwegs sind! Und auch im Haus schreckt er kaum noch hoch, wenn das Summen zu hören ist und kann weiter dösen. Die Impulskontrolle an Hasen und Rehen hat sich sehr verbessert.

Er ist so unglaublich lieb und geduldig mit Zuki. Möchte er mal nicht spielen, bleibt er stehen und rührt sich nicht (er wird nicht wirklich steif, sondern steht einfach), oder trollt sich des Weges. An Tagen, wo sie sich nicht sehen, scheint er sie zu vermissen und schnappt sich…. Quietschies und Spielsachen…!

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Bald beginnt der Zahnwechsel.

Zuki – 16 Wochen – 52cm – 19kg. Eine wundervolle Bereicherung für uns alle und ein Teil von uns!

Drei Wochen mit Zazou

Seit drei Wochen lebt Zazou an meiner Seite. Was hat die Maus in der kurzen Zeit alles gelernt!

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In meiner Wohnung kann ich wieder Dinge einfach so rumliegen lassen. Ich muss keine großen Bedenken mehr haben, dass Zazou sie wegfindet.

Pipi und Kacki machen müssen wird sicher angezeigt.

Das Beißen hat sich größtenteils in Schlecken verwandelt – bis auf Phasen, in denen sie zaghaft knabbert. Die Kleidung bleibt ebenfalls wieder heile. Vorsicht ist nur noch geboten, wenn sie überdreht ist.

Zazou kann Menschen auf der Straße ohne Anspringen begrüßen und lässt auch deren Kleidung heile – wird sie zu aufgeregt und die Situation könnte kippen, wird sie rechtzeitig unterstützt.

Sie kann auch immer noch super an der Leine laufen und verträgt es sehr gut, wenn ich ein paar Minuten die Wohnung/ das Haus verlasse. Egal ob sie gerade döst oder sich mit etwas beschäftigt.

Die letzten Tage waren insofern etwas stressig, als dass ich wieder in die Praxis und Zazou in dieser Zeit zu meinen Eltern musste. Für diese Trennung war zu wenig Zeit, um es irgendwie trainieren zu können. Dementsprechend war der Montag eine Katastrophe. Aber am Donnerstag lief alles schon ganz prima, Wach- und Schlafphasen haben sich gut abgewechselt und ein Spiel mit Tali war auch drin.

Für mich ist sehr deutlich geworden, dass ich den Hundeschulbetrieb in den nächsten Wochen/ Monaten drosseln werde. Meine Kunden werden natürlich weiterhin betreut, aber Neukunden werden vorerst nicht mehr angenommen. Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit Zazou verbringen. Es macht so einen großen Spaß mit ihr!

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Eine Welpengruppe besuche ich mit ihr nicht. Ich versuche 3 – 4 Mal die Woche Orte aufzusuchen, von denen ich weiß, dass wir sichere Hundekontakte finden werden. Dann kann Zazou toben und herumflitzen. Ansonsten stehen Erlebnisspazis im Wald, an der Straße und unter Menschen statt. Alles sehr wohl dosiert mit ausreichend Zeit zum Beobachten, Erkunden, Erleben und Entspannen und all dem, was der Alltag so zu bieten hat.

Trainiert wird derzeit der freiwillige Blickkontakt und die Reaktion auf ihren Namen auch unter Ablenkung, so wie weiterhin das Ankersignal. Dazu freiwilliges Hinsetzen und warten können, anleinen und ableinen. An der Leine das Hinschauen und wieder Abwenden können von anderen Hunden .

Der Unterschied zu dem, was wir mit Tali veranstaltet haben ist schon recht deutlich. Dazu evetuell mehr im nächsten Artikel.

Drei Wochen… das ist nicht lang. Und Zazou gehört schon wie selbstverständlich zu meinem Leben. Wir verstehen einander immer besser. Sie ist immer noch verschmust wie am ersten Tag. Ich hab sie ganz schön dolle lieb gewonnen ❤ .

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DSC_0387 Zazou – 13 Wochen – gute 46cm und 14,2 kg.

PS: Fast vergessen. Zazou hat heute ihre Schwester Nala treffen dürfen! Ein paar Szenen gibt’s auf Video.

Erste Kontakte knüpfen

Die Sonne scheint – wir haben so ein Glück!

Heute ging es für Zuki an einen spannenden Ort. Das erste mal, dass ich eine Gegend aufgesucht habe, von der ich weiß, dass dort einige Hunde unterwegs sind. Für mich mal ganz ungewohnt, da für Zara dieser Ort zu stressig gewesen wäre. Kontakt zu anderen Menschen und ihren Hunden suchen ist für mich wieder eine interessante Erfahrung.

Wir sind ein Stück am See entlang gegangen und haben dann am Ufer platz genommen. Das heißt, ich habe mich ins noch feuchte Gras gesetzt und die Kleine konnte von ihrer sicheren Zone aus die Gegend erkunden.

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Die ersten Hunde ließen nicht auf sich warten. Es hat so einen Spaß gemacht auf das Ausdrucksverhalten der Hunde zu achten, ihre einladende Körpersprache, die Zuki es ermöglichte, vorsichtig Kontakt aufzunehmen. Die Hunde dort waren wirklich ganz toll! Seitliche, weiche Annäherungen, viele haben abgewartet, bis die Kleine sich auf sie zubewegte.

Mal traute sich Zuki weiter von mir weg, mal kam sie wieder zurück und kuschelte sich auf meinen Schoß. Sie beobachtete dabei interessiert das Treiben am und im Wasser. Dann kam wieder ein Hund Hallo sagen, kurzes Beschnuppern und wieder kuscheln. Mal ein kurzes Hinterherlaufen, beschnuppern und wieder zurück.

Kontakte zu den dazugehörigen Menschen durfte sie auch knüpfen.

Wenn ich bedenke, in welche Situationen ich unsere Welpen damals gedrängt hatte. Schutz suchen? Neee. Die müssen lernen, alleine mit der Situation klar zu kommen. Du verstärkst sonst die Angst (O-Ton vom Trainer) . Hey, du sitzt ja schon wieder zwischen meine Beinen, mach das mal alleine…

Diese Zeiten sind vorbei. Buddha sei Dank! Und es wurde mehrfach seitens der Menschen erwähnt, wie schön sie es finden, dass Zuki so eine enge Beziehung zu mir hat.

Bald werde ich nicht mehr der alleinige Mittelpunkt der Welt für die Maus sein, aber ich genieße die Zeit sehr. Sie wird schnell mutiger werden, ihren Radius ausdehnen und viele andere Dinge in bestimmten Situationen spannender finden als mich. Und das ist gut so! Mir ist nur wichtig, dass ich immer ihr sicherer Hafen bleibe!

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