Mantrailing – Rhodesian Ridgebacks on the Run

Für Zuki hatte ich schon länger im Kopf, mit ihr ins Mantrailing einzusteigen. Da ich aufgrund meiner Arbeitszeiten kaum Raum habe für feste Kurse, hatte ich dieses immer vor mir her geschoben.

Dann kam die Christina Opitz, eine liebe Trainerkollegin, auf mich zu und fragte nach, ob wir eine private Trail-Gruppe gründen wollen. Ihre Hündin Lemon trailt sehr gerne und eine weitere Trainerkollegin, die Vivi Lüdicke, hätte ebenfalls Interesse.

Gesagt, getan. Da mein Papa ebenso wie ich von der Personensuche fasziniert ist, lag die Idee nahe, Tali und ihn mit dazu zu holen. Und sollten wir merken, dass es den Hunden oder den Menschen so gar nicht liegt, dann wäre es halt so gewesen…

Zuki

Pustekuchen 😀 ! Es macht unglaublich viel Spaß, sich der Führung des Hundes anzuvertrauen und ihn bei einer Fähigkeit zu beobachten, die so weit über der des Menschen steht!

Letzten Sonntag hatten wir unser zweites Treffen. Zuki und Tali durften das erste Mal eine für sie fremde Person suchen.

Da mein Papa sehr viel mit Tali trainiert hat – wenn ich stehe, lohnt es sich, wenn du auch stehst – war es für Tali schwer loszulaufen, obwohl mein Papa sich nicht bewegte. Die lange Strecke und der starke Wind kamen erschwerend dazu. Aber an der Nase und während der Suche ist deutlich zu sehen, dass er weiß, was er da tut!

Es ist toll mit so lieben Trainerkolleginnen zusammen zu arbeiten und sich über die nächsten Schritte der Hunde Gedanken zu machen! In zwei Wochen geht es weiter 🙂 !

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Sozialisation | Entwicklung oder die „magischen 16 Wochen“

Seit 6 Wochen lebt Zuki nun schon bei mir. Ihr Leben als Zukiraptor hat sie längst abgelegt. Ich denke häufig an die Welpen-Zeit von Mara, Shiwa und Tali zurück – Zara’s Welpenzeit habe ich nicht miterleben dürfen, da ich sie erst später kennenlernen durfte.

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Wir besuchen keine Welpengruppe, sie darf das Spiel anfangen, darf mit Quietschies durch die Gegend rennen, darf eigentlich alles einmal ausprobieren, erkunden, wir zergeln, wir rennen, kugeln uns auf dem Boden, sie darf auf mir rumtrampeln, sie gewinnt die Spiele – sie hat so unglaublich viele Freiheiten im Vergleich zu unseren vorherigen Welpen.

Zuki hat gelernt, wie sich sich verhalten muss, damit es sich für sie lohnt. Zuki hat Grenzen erlernt. Es macht so einen Spaß mit ihr!

Für mich ist mit ihr ein weiterer Wunsch in Erfüllung gegangen –  Einen Hund Großziehen ohne Maßregelungen, ohne Schnauzengriff, anstubsen, Discs werfen, Leinenimpulsen, auf den Rücken drehen, laut werden. Sie hat von uns in den Wochen nie erfahren, dass wir grob werden können. Zugegebenermaßen hat die ehemalige Raptorin teils viel Impulskontrolle von uns abverlangt. Aber hey, was Tali kann, können wir Menschen schon lange! Meinen Eltern bin in unglaublich dankbar, dass sie sich an meine Ratschläge gehalten haben und alles so umsetzen, wie ich es mir wünsche, wenn Zuki während meiner Arbeitszeit bei ihnen ist. Danke ❤ !

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Unterschiede

Im Gegensatz zu den Ratschlägen unserer damaligen Hundeschule zum Thema „Sozialisation“, wurde Zuki langsam an alles herangeführt. Unsere Welpen zuvor lernten nach dem Motto: Welpe nimmt alles schnell auf und gewöhnt sich schnell an vieles – daher in die Stadt, auf den Bahnhof , viele Kontakte zu Mensch und Hund, viel Toben – überall einmal mitnehmen. Dann ist er gewappnet für die Zukunft. Bis zur 16ten Woche musste alles durch sein, sonst hätten wir später Probleme.

Zuki hat mir gezeigt, wann sie bereit dafür ist, unsere Tempo-30-Zone hier zu verlassen und auf größere Erkundungstour zu gehen. Wann sie bereit dafür ist, auf Einladungen von Passanten zur Kontaktaufnahme, einzugehen. Bisher hat sie viele liebe Menschen kennenlernen dürfen. Kurz „Hallo“ sagen, Streicheleinheiten abholen und bevor die Erregung zu dolle wird und somit der Einsatz ihrer Zähne und das Anspringen wahrscheinlicher, verabschieden wir uns wieder. Sie kann jetzt schon recht lange ruhigen Kontakt zu Menschen halten.

Mittlerweile stapft sie sehr selbstbewusst hier durch die Straßen, registriert schnelle Autos, LKW und Radfahrer und geht dann wieder ihres Weges, was von mir verbal lobend unterstützt wird. In Momenten, wo sie doch unsicher erscheint, bekommt sie Unterstützung in Form von Rausführen, Markersignal und/oder Keksen.

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Hundekontakte

Wir treffen eigentlich wenige Hunde. Aber die Kontakte die entstehen, sind alle sehr nett. Zuki spielt sehr angenehm und andere Hunde spielen sehr angenehm mit ihr. Ein Geben und Nehmen. Bisher war es immer so, dass beide Seiten geschaut haben, dass das Spiel am Laufen bleibt und nicht zu kippen droht. Braucht jemand eine Pause, wird kurz wo geschnüffelt und/oder am Stöckchen gekaut.

An der Leine hier um den Block verhält sich Zuki noch sehr ruhig, wenn sie anderen Hunden begegnet. Sie lernt, dass es nicht möglich ist, mit jedem Hund kontakt aufzunehmen, dass sich Anschauen und Abwenden für sie jedoch trotzdem deutlich lohnt.

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Veränderungen bei Tali

Neben den äußerlichen Veränderungen wie Gewichtsabnahme und Muskelaufbau *hihi*, scheint Tali sehr viel ausgeglichener zu sein. Am interessantesten ist die Beobachtung, dass er mehr draußen liegt – sogar, wenn Fliegen und Hummeln unterwegs sind! Und auch im Haus schreckt er kaum noch hoch, wenn das Summen zu hören ist und kann weiter dösen. Die Impulskontrolle an Hasen und Rehen hat sich sehr verbessert.

Er ist so unglaublich lieb und geduldig mit Zuki. Möchte er mal nicht spielen, bleibt er stehen und rührt sich nicht (er wird nicht wirklich steif, sondern steht einfach), oder trollt sich des Weges. An Tagen, wo sie sich nicht sehen, scheint er sie zu vermissen und schnappt sich…. Quietschies und Spielsachen…!

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Bald beginnt der Zahnwechsel.

Zuki – 16 Wochen – 52cm – 19kg. Eine wundervolle Bereicherung für uns alle und ein Teil von uns!

Tali’s Vlog April 2013: 2008 war einmal – Prüfungsvorbereitung die Nächste

Wir schreiben das Jahr 2008. Unser erstes Seminar mit Ute. Für mich, die ich Tali mit dabei hatte, eine Katastrophe. Ich war maßlos überfordert – Anweisungen von hier, Hinweise von dort, von hinten mein Papa, welcher ständig dazwischen quatschte – und ich mit dem tobenden, gestressten Tali mittendrin.

Dazu all die neuen Informationen. Ich sollte versuchen nicht mehr an der Leine zuppeln, Tali nicht mehr mit den Finger anpieksen und ihn auch nicht mehr mit einem lauten HIIIIIER oder HEY zurück zu lotsen. Tali war oft am Toben, nicht ansprechbar und ich sollte versuchen „leiser“ zu werden. Ehrlich, das war so zum K*****. Nicht die Sache an sich. Ich war fasziniert von den neuen Gedankengängen, den neuen Trainingsansätzen. Alles ergab plötzlich einen Sinn, war in sich schlüssig. Nicht ohne Grund stehe ich heute dort, wo ich stehe und wandere mit Kunden und ihren Hunden durch die Welt. Aber all die neuen Informationen, der tobende Tali an der Leine, den ich Mühe hatte zu halten… Diana Timmermann war häufig während des Seminars an unserer Seite. Das gab ein Stück weit mehr Sicherheit.

Alles hat mal ein Ende

Das Seminar war irgendwann vorbei. Schreck lass nach. Alles hat mal ein Ende. Mein Papa fertig mit den Nerven. Wir geben Tali ab, sagte er. Das geht so nicht. Einen RR-Rüden ins Haus zu holen war ein Fehler… Es war nicht wirklich so gemeint, aber der Druck war enorm hoch.

Wir besuchten nach dem Seminar bei Diana einen kleinen Gruppenkurs. Einführung in das Training mit Markersignalen. Jedes mal über 80 km quer durch Hamburg und zurück. So schlecht konnte das Seminar nicht gewesen sein… Ich „durfte“ Tali in dem Kurs führen. Mein Papa hatte es sich nicht zugetraut und er war noch nicht wirklich überzeugt, dass es ohne Leinenrucke, lauter werden und Schnauze zu halten klappen könnte.

Die Zeit verging. Wenn ich mit Tali unterwegs war habe ich versucht, mit ihm zu trainieren. Aber es ging nicht oft. Und es ist eben suboptimal, wenn die eigentlichen Bezugspersonen nicht dieselbe Sprache mit dem Hund sprechen und doch aversiv tätig werden. 2009 waren wir auf einem weiteren Seminar mit Ute in Harmsdorf. Tali war schon deutlich ansprechbarer und mein Papa hatte eine Idee davon, dass das Training auf Basis der positiven Verstärkung vielleicht doch funktionieren könnte.

Tali Diana

(Tali und Diana 2013)

Eine neue Zeitrechnung beginnt

2011 im frühen Sommer hatte mein Papa sich einen Ruck geben. Das erste Training mit Tali zusammen bei Gerd Schreiber. Warum nicht bei Diana? Man darf nicht vergessen, dass auch hier die Klassische Konditionierung wirkt. Das Seminar war noch in seinem Kopf. Mit Gerd war es unvorbelasteter und die beiden kannten sich von dem Seminar 2009. Drei Männer unter sich plus Kamerafrau 🙂 . Es war eine sehr wichtige Zeit für uns und Gerd hat Wundervolles geleistet.

Nach ein paar Stunden bei Gerd habe ich das Training der beiden übernommen. Innerhalb einer Familie ist manches anders, als wenn man Kunden betreut… Aber es ging voran und wir haben uns gut zusammengerauft 😀 . Wann immer es möglich war haben wir versucht, die Zeiten zum Training zu nutzen. Vieles haben sich die beiden jedoch zusammen erarbeitet.

Die letzten Wochen haben Tali und mein Papa noch mehr trainiert, da sie nach bestandener Sachkundeprüfung des IBH Hundeführerscheins nun auch in der Praxis antreten werden.

Das Wiedersehen

Heute waren wir alle vier das erste Mal nach dem Seminar 2009 zusammen. Tali, mein Papa, Diana und ich. Diana sollte mal einen Blick auf die beiden werfen. Supervision. Wichtig! Ich bin in einigen Bereichen mit Tali zu befangen – ähnlich wie mit Zara. Es tut gut, wenn dann eine neutrale Person drauf schaut. Dienstag waren wir mit Zara bei ihr. Es lief phantastisch – mein Ömchen… Mein Papa jedoch war danach ein bisschen demotiviert. Tali kann das nicht, die Anforderungen zu hoch. Wie sollen wir die Prüfung schaffen, das wird nie klappen. Die fremden Menschen…

Der Tag heutige war wichtiger als die kommende Hundeführerschein-Prüfung. Ich hatte nur die Kamera in der Hand und hab die Drei machen lassen (das auf der Linse im Video ist im Übrigen SCHNEE! Tsss…). Unbekanntes Gebiet mit recht hohem Wildbestand. Die beiden wurden mit vielen Situationen konfrontiert, die wir so nie geübt hatten… Diana hatte sich wieder fiese Geschichten ausgedacht 😀 . Mein Papa war recht angespannt, da Tali auf fremde Menschen bei Distanzunterschreitung aggressiv reagiert hatte. Zu fremden Menschen zählte alles, was nicht direkt Familie ist. Es war so schön zu sehen, was Tali trotzdessen umsetzen konnte und angeboten hat!

Es hat so wunderbar geklappt, wir haben viel zusammen gelacht und uns gefreut. Harmsdorf hat für meinen Papa den Schrecken von 2008 verloren! Ich bin durch die wunderbaren Ute-Seminare in Harmsdorf eh schon gegenkonditioniert. Was die beiden in der kurzen Zeig geleistet haben ist großartig. Vom Gegeneinander zum Miteinander. Der eine oder andere kann sich vielleicht vorstellen, was es für uns bedeutet.

Ob es am Tage der Prüfung eben so läuft steht in den Sternen, aber den heutigen Tag kann uns keiner nehmen. Ich danke allen von Herzen, die unseren Weg bisher begleitet haben! Im Speziellen Ute, Diana und Gerd!  Das Training geht weiter…! Ende April zum Arbeitsspaziergang mit mehreren Mensch-Hund-Teams und dann High Noon im Mai 😀  !

Wir waren über eine Stunde unterwegs – hier ein Mini-Ausschnitt:

Miteinander Spielen – Teil 2 | Auswahl und Verknüpfungen

Wenn Menschen mit dem Hund spielen möchten, gehen sie oft von ihren Bedürfnissen aus. Sie haben vielleicht Bilder im Kopf, wie andere Menschen mit ihren Fellnasen über die Wiese toben, Zerrspiele starten, Bällchen werfen – aber welches sind die Wünsche des eigenen Hundes an das Spiel? Wo liegen seine Vorlieben?

Vorlieben

Was waren Tali’s Hobbys, was waren seine Vorlieben, welche Dinge nahm er gerne ins Maul? Womit mochte er sich beschäftigen?

Im ersten Teil hatte ich geschrieben, dass für Tali Spielzeuge keine große Bedeutung hatten. Stimmte das? Oder war es nicht wieder das verzerrte Bild, welches ich von einem mit Spielzeug spielendem Hund hatte?

Tali hatte zuhause (bei meine Eltern – Tali lebt ja nicht bei mir) wenige Spielzeuge, da er sich mit denen eh nicht so sehr beschäftigte. Bevorzugt waren es weichere – Kissen beispielsweise 😀 . Er kaute darauf rum, kuschelte mit ihnen, warf sie manchmal hoch, fing sie wieder auf, besonders dann, wenn er aufgeregt war. Seine Art der Beschäftigung mit Spielzeugen sah ganz anders aus als Zara’s, die sich auf alles stürzte, schüttelte, zerrupfte. Was mochte er noch?

Also wurde ein wenig was eingekauft – verschiedene Materialien, Oberflächen, Größen und Härtegrade. Einkaufen ist für mich ein Graus. Das Wort Shoppen (Kleidung) und ich sind irgendwie inkompatibel. Aber für die Hundekinder einkaufen gehen… huijuijui 😀 !

12.10.09 Tali 1

Tali bekam bei mir in der Wohnung eine Spielzeugtasche mit vielen unterschiedlichen Dingen. Bevor ich die Tasche öffnete und ihm sie hinstellte, fragte ich ihn immer „Tali, wollen wir spielen?“.

Dann durfte er in Ruhe die Tasche inspizieren, sie auskramen, sich mal mit diesem beschäftigen, mal mit jenem – ganz für sich alleine. Hatte er etwas gefunden, was er toll fand, kam er zu mir, knautschte darauf rum und ich habe ihm gesagt, was für ein tooooolles Spielzeug er da gefunden hat.

Der Beobachtungszeitraum in der Wohnung erstrecke sich über einige Tage.

  • Der Dottie auf Platz 1
  • Zergelseil
  • Quitschie von der Reizangel
  • mittelgroßer Gummiball mit etwas holperiger Oberfläche

Zudem überlegte ich, wie die Spielzeuge emotional etwas aufgewertet werden könnten. Draußen ist nicht in der Wohnung.

Verknüpfungen

Ich schrieb eine Liste mit Dingen, die Tali sehr viel Spaß machen, die ihm wichtig sind und versuchte, diese Gefühle mit den Spielzeugen zu verbinden. Ziel war es, dass der Anblick der Spielzeuge allein ausreichte, um ein Gefühl der Freude in ihm hervorzurufen. Klassische Konditionierung.

  • Die Spielzeugtasche wurde herausgeholt, wenn Tali bei mir zu Besuch war. Besuche bei mir sind immer spannend, aufregend. Ich vergleiche das oft mit Besuchen bei meiner Oma in meiner Kindheit. Dort war auch immer alles toller als zuhause 😀 !
  • Spielzeuge wurden präsentiert, bevor Tali seinen Napf mit Lecker Essen gefüllt bekam.
  • Spielzeuge wurden präsentiert, bevor ich ihn fragte, ob wir raus wollen.
  • Spielzeuge wurden präsentiert, bevor ich ein Rennspiel mit ihm startete. Rennspiel bedeutet, ich starte durch und Tali rennt hinterher, hüpft und zieht danach oft große Kreise um einen herum.
  • Spielzeuge wurden präsentiert und es wurde zu einer kleinen Futterstation gerannt. Das Futter hatte ich zuvor in einiger Entfernung ausgelegt.
  • Spielzeuge wurden präsentiert, bevor wir in der Wohnung ein paar Sachen trainierten (Handtouch, Bodentarget, Twist, High Five etc.) .

Tali hat so ganz nebenbei gelernt, ohne dass er etwas dafür tun musste, dass der Anblick von Spielzeugen etwas Tolles vorhersagt. Sie haben in seinen Augen deutlich an Wert gewonnen.

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Tali konnte sich in der Wohnung immer mehr auf ein ausgelassenes Spiel einlassen.

Der Transfer nach draußen war nicht ganz so einfach. Aber auch im Wald haben wir ein Plätzchen gefunden, an dem er sich einigermaßen sicher fühlte (Bedrohliches hemmt Spiel) und das Wild meist in einiger Entfernung stand.

Ich mag dieses Plätzchen sehr. Wenn ich Neues trainieren möchte versuche ich Orte zu finden, die auch bei mir eine angenehme Stimmung hervorrufen.

Es war so ein wunderschöner Moment, als ich nach einem kurzen Rennspiel Tali einfach mal das zuvor gezeigte Dottie zuwarf, er es auffing und damit wie ein Irrer seine Kreise zog. Dottie fallen lassen, weiter rennen, sich auf Dottie stürzen, hoch werfen, auffangen, damit weiter rennen. Ich hatte die Zeit nicht genommen, aber er hat es ausgiebig getan. Tali hat im Wald gespielt….! Als er fertig war, kam er mit dem Dottie in der Schnute zu mir und wollte Körperkontakt, wollte gekrault werden.

Das Dottie durfte er die ganze Zeit über in der Schnute behalten, ich habe es nicht angetastet, sondern einfach den Moment genossen.

Bei Tali war im Zuge des Trainings sehr deutlich zu sehen, dass später auch draußen die Tasche mit den Spielsachen, die Spielsachen selber und meine Frage, „Tali, wollen wir spielen?“ die Reaktion hervorrief, welche ich mir erhofft hatte .

Der erste große Schritt war getan. Der nächste wurde eingeläutet – das Spielen zusammen. Thema des dritten Teils!

Tali im Februar 2011 – Der Dank am Ende des Videos kommt immer noch sehr sehr von Herzen.

Tali’s Vlog März ’13-2: Schultertouch und Seitenwechsel

Als Vorbereitung für die Prüfung werden die Übungen sukzessive in den realen Alltag eingepflegt. So wie irgend möglich werde ich versuchen, bestimmte Stationen für die Dokumentation zu videografieren. Die folgenden Aufnahmen entstanden mit dem Handy, drum ist die Qualität nicht so wirklich gut. Aber besser diese als gar keine 🙂 .

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Schultertouch

Tali wittert über die Wiesen etwas.

Schultertouch nach „Wo ist der Mensch?“

Von rechts kommt ein Herr auf Tali zu. Eine der Situationen, die Tali noch Unbehagen bereiten. Wir lassen ihn unterstützt mit dem Touch ein wenig in der Situation aushalten und gehen dann von dem Herren weg.

Seitenwechsel gibt Distanz

Ein Tankstellenmitarbeiter räumt Müll weg. Der Seitenwechsel schafft hier Distanz.

Seitenwechsel mit Ablenkung (unterstützt durch die IB)

Aus meiner rechten Tasche schaute deutlich ein wohlig riechender Hühnerfuß. Seitenwechsel (Abwenden vom guten Duft), daher dann unterstützt durch die intermediäre Brücke auf der von mir abgewandten Seite.

Nun haben die beiden wieder ein wenig was zum Üben 🙂 !

Tali’s Vlog März ’13: Generalisieren von Signalen | Prüfungsvorbereitung

Ich bin immer wieder überrascht wie prima Tali sich macht, wenn ich mal wieder sehe. Berichtet wird mir häufig über Trainingserfolge und auch über Dinge, welche noch intensiver trainiert werden müssten.

In Anbetracht dessen, dass wir uns für die IBH-Hundeführerschein-Prüfung angemeldet haben, die an einem Ort stattfinden wird, der uns nicht vertraut ist, werden nun neue Trainingsziele gesteckt, damit wir auf möglichst vieles vorbereitet sind. Die Anforderungen an Hund und Halter sind nicht gering. Mittlerweile freue mich wirklich auf die Prüfung, denn die Vorbereitung macht ziemlichen Spaß. Wir müssen uns nun mit Dingen im Training auseinander setzen, die vorher in unserem Alltag nicht so wichtig waren.

Tali und Zara sind halt Land- und Waldhunde. Da dieses die Orte sind, wo wir uns vornehmlich aufhalten, trainieren wir vornehmlich auch nur das, was uns aktuell wichtig ist. In der Stadt sind wir selten, noch seltener mit Hund.

Neues Ziel – erweitere Trainingsaufgaben 🙂 !

IBH Training

Mein Papa hat ein paar neue Werkzeuge wie das seitliche Pendeln, den Seitenwechsel hinter der Bezugsperson und isometrische Übungen in für Tali vertrauter Umgebung trainert. Da Hunde sich schwer tun im Verallgemeinern, müssen diese Werkzeuge auch dort sorgsam trainiert werden, wo man sie im Realeinsatz braucht.

So ein Tag war heute. Samstag vormittag, 5°C im Minus, gefühlte Minus 20 bei sehr eisigem Ostwind, die Finger mit wenig Gefühl und langsam in der Bewegung – beste Trainingsvoraussetzungen 😉 . Man kann leider nicht alles haben. Der Frühling wird schon noch kommen 😀 !

Neue Dinge in den Alltag zu integrieren zusammen mit dem deutlichen Wind ist leicht stressend für beide Seiten, aber sie haben die Situationen super bewältigt.

Im Gegensatz zu gestellten Trainingssiutationen kommen die Dinge im Alltag manchmal so, wie man sie gerade eigentlich nicht braucht. Wenn man jedoch die richtigen Bewältigungsstrategien im Kopf hat, ist alles halb so schlimm!

Menschen, die auf Tali zukommen und womöglich noch unrund gehen, kann Tali mittlerweile gut ertragen. Mit Fahrrädern, die direkt auf ihn zufahren, hat er noch Probleme.

Hier ein paar Ausschnitte von heute Vormittag:

Bin ich mit meinen Kunden unterwegs, bin ich die Ruhe selbst, egal was passiert. Dieses ändert sich manchmal, wenn ich mit dem eigenen Hund unterwegs bin. Mit Zara verbindet mich eine lange Geschichte. Erinnerungen und Erfahrungen mit ihr behindern in speziellen Situationen meine Objektivität. Daher freue mich mich sehr darauf, dass die liebe Diana Timmermann bald auf Zara und mich schauen wird.

Tschakka, wir schaffen das 😀 !

Captain Tali „Humpelbein“ – Entwicklung nach 8 Wochen

Genau 8 Wochen sind es jetzt her seitdem Tali sich die Verletzung am Nervus fibularis zugezogen hatte. Es hat sich in der kurzen Zeit doch mehr getan, als ich es erhoffte!

Tali kann die Pfote wieder deutlich besser abrollen, die Zehen spreizen sich leicht. Was jetzt noch fehlt ist die Streckung der Zehen. Er kann rennen, springen, Kreise ziehen und wirkt mittlerweile wieder recht sicher im Bewegungsablauf. Dadurch, dass es ihm an Sprungkraft aus dem Sprunggelenk und Zehen mangelt, „hoppel“ er beim Rennen noch ein wenig, aber auch  das wird besser. Alles in allem bin ich wirklich sehr zufrieden mit seiner Entwicklung!

Zum Vergleich hier ein Video vom 20.07.2012:

Und hier unser neues vom 2.09.2012:

Was unser generelles Training angeht, so gibt es tatsächlich keine neuen Videos. Tali wirkt entspannt, Hundebegegnungen online verlaufen ziemlich gut, wodurch er wieder mehr Spielpartner findet. Und auch ansonsten genießt er immer mehr den Freilauf ohne Schleppleine.

Tali’s Vlog: Hasen – Lauern statt Hetzen

Hasen sind toll. Hasen rennen und rennen, ganz anders als Kaninchen, welche flux im Bau verschwinden. Tali mag Rennen, Tali mag Hasen… Tali kann gut unterscheiden.

Tali’s Reaktion auf Hasen hat sich wirklich super entwickelt. Da hat jemand fleißig mit ihm trainiert. Ich war es nicht ^^ . Er bietet das Stehenbleiben und Lauern bei einer Entfernung ab ca. 20m an. Die Hasen dürfen auf ihn zu rennen o.O , flüchten, sich setzen und putzen. Je nach Situation sollte man ihn in seinem Verhalten unterstützen, denn eigentlich täte er gerne hetzen, auch wenn er gucken mittlerweile als sehr belohnend empfindet. Gucken dürfen, Lauer- und Rennspiel und Heranpirschen waren die Verstärker, die das Training haben letztendlich  schnell voranschreiten lassen. Was noch nicht klappt ist, wenn die Hasen direkt unseren Weg in hohem Tempo kreuzen. Dann müssen ein Stopp-Signal oder der Rückruf herhalten 😀 !

Ich war mit Tali alleine unterwegs und habe mich getraut, eine Szene mit der Kamera aufzunehmen 🙂 . Die Leine ist nicht in meinen Händen. Eigentlich schafft Tali eine deutlich geringere Distanz, aber das Filmen lässt mich unsicher werden. Ich rede mit Tali anfangs sehr viel, da ich die Kamera rausholte, mich seelisch auf das Filmen vorbereitete.  Wir hatten uns schon eine zeitlang an das Häschen herangeschlichen, welches von links nach rechts, vor und wieder zurück hoppelte, bis ich mich für die Aufnahme entschied.  Seine Impulskontrolle ist also bereits ein wenig angekratzt.

Tali’s Vlog Mai ’12: Pferde, Lauern und Spielen

Tali macht sich prima und mein Papa wird immer klarer im Geben der Markersignale, er hat die Ruhe Tali länger schauen zu lassen und benutzt verschiedener Verstärker. Das Lauerspiel klappt jetzt auch auf größere Distanz und wird zu einer Art Stoppsignal.

Spielen mit Tali stellt einen vor besondere Herausforderungen.  Tali lässt sich sehr leicht durch eine unglückliche Körpersprache seitens seiner Menschen schnell hemmen, fühlt sich bedroht/genervt und zum anderen ist da die Umwelt mit all ihren Gerüchen und sich bewegenden Dingen. Aber richtig Spielen macht Spaß, ist wichtig und man kann es lernen! Man kann es nicht erzwingen!

Für meinen Papa war das Spielen mit Tali fast wie ein rotes Tuch 😀 ! „Ich kann das nicht, ich schaffe das nicht, Tali spielt nicht mit mir, ich bin da zu blöd zu….“ Dieses waren/sind die Worte, welche ich mir oft anhören durfte.

Mein Papa und Tali haben in dem letzten Jahr so unglaublich viel gelernt, haben wieder zu einander gefunden, so dass jetzt wieder „Luft“ vorhanden ist, um neues zu lernen – richtig spielen! Eine Herausforderung für die beiden. Die Reizangel schafft im Spiel etwas Distanz, so ist es für beide ein bisschen einfacher. Tali war zu anfangs noch recht verhalten, aber es klappte! Ich bin gespannt, wie sich die beiden auf dem Gebiet weiter entwickeln 🙂 !

CC-Trainingsgruppentreffen Hamburg – Mai 2012

Gestern trafen wir uns in sehr kleiner Gruppe. Frühlingszeit ist Seminarzeit, weswegen einige Teams anderweitig unterwegs waren. Ich empfand die kleine Gruppe als sehr angenehm, da ich meine Aufmerksamkeit besser einteilen konnte.

Mit Zara war alles ziemlich entspannt. Ihr Stresslevel war natürlich höher als täten wir alleine im Wald unterwegs sein, aber ich merke, wie sicher sie im Umgang mit anderen Hunden geworden ist. Amira „kennt“ Zara ja mittlerweile von einigen Treffen und den Balu seit kurzem. Zara kann sich Zeit nehmen die beiden anzuschauen, die Situationen einzuschätzen  auch wenns enger ist und adäquat eigenständig zu reagieren. Merke ich, dass sie sich unsicher ist, helfe ich ihr. Es freut mich so sehr, dass mein Ömchen das wieder lernen konnte 🙂 !

Tali und Amira waren toll. Sie haben bereits einmal sehr schön miteinander gespielt. Für Tali eine echte Herausforderung,  zu Anfang des Spazierganges nicht gleich wieder Kontakt zu seiner Herzensdame aufnehmen zu dürfen. Vor einem Jahr waren solche Situationen sehr schwer für ihn zu ertragen und er stand laut, frustiert und springend in der Leine. Da ich mit Zara nach den beiden gestartet bin, habe ich die ersten Szenen in demVideo nicht wirklich live mitbekommen. Als ich sie sah war ich erstaunt, wie super die beiden es gemanaged haben! Amira erträgt es nicht, wenn andere Hunde zu schnell zu dicht kommen. Sie braucht Zeit.

Balu und Amira trafen gestern das erste Mal aufeinander. Einmal war es für Amira einen Tick zu dicht und der Blick von Balu einen Moment zu lang.  Beide Teams haben super darauf reagiert, wussten danach die Lage besser einzuschätzen und es blieb bei diesem einen leichten Anraunzer. Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit solchen Momenten umgehen kann. Im weiteren Verlauf des Spazierganges waren auch bei den beiden deutlich nähere Distanzen möglich.

Und nun genug geschreibselt 😀 !