Die Umwelt – unkontrollierbar und unvorhersehbar

Es gibt Menschen, die mich und meine Trainingsideen verstehen. Es gibt aber auch einige die mit dem Kopf schütteln und sagen, was macht die bloß für einen Aufstand und ist so übervorsichtig mit dem Training ihres jungen Hundes.

Firlefanz

Das Markieren und Belohnen bei mir, wenn Zuki für sie irritierende Geräusche wahrgenommen hat, gehört mit zu diesem Firlefanz, auf den ich das eine und andere Mal angeschrieben wurde.

Zuki reagiert teils sensibel auf plötzlich auftretende Geräusche mit der Tendenz zur Flucht – weg von dem Ort der eventuellen Bedrohung. Gewitter gehört (noch) nicht zu den auslösenden Geräuschen. Ich möchte jedoch nicht, dass Zuki sich bei Geräuschen unwohl fühlt, und ich möchte auch nicht, dass sie aufgrund eines Geräusches die Flucht ergreift.

Dieses Training ist daher mehr als eine prophylaktische Maßnahme. Für Zuki sind die Geräusche teils sehr irritierend, auch wenn sie für mich unbedeutend erscheinen. Als Mensch habe ich ganz andere Möglichkeiten, Geräusche schnell einzuordnen und ich weiß oft, wann ihr Auftreten wahrscheinlicher ist. Sie haben für mich eine recht gute Vorhersagbarkeit. Für Zuki nicht wirklich. Sie sind da, plötzlich, und ihr Körper reagiert. Mal mehr, mal weniger, mal reagiert sie mittlerweile auch gar nicht mehr. Sie kommt jetzt jedoch in ein Alter, wo die Mandelkerne im Gehirn aktiver werden. Ich markiere und belohne daher lieber einmal mehr als zu wenig.

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Dann passiert es

Und dann kommt er, der Tag der Tage. Da erwischt es auch mich eiskalt. Nichts mit Vorhersagbarkeit. Das Adrenalin schießt durch den Körper, der Puls schnellt hoch, einfrieren.

Zuki und ich sind abends im Wald unterwegs. Sie hat ihr Leuchtie um, denn die Dämmerung bricht herein. An die Tatsache, dass es so fix dunkel wird, muss ich mich erst wieder gewöhnen. Zuki kooperiert gerne mit mir, ist gut ansprechbar, die Impulskontrolle an Rehen prima – sie genießt den Freilauf.

Zuki läuft mir ein paar Meter am Waldrand voraus. Dann fällt in der Stille der Schuss. So laut, so nah. Irgendwo hinter uns. Ich habe in meinem Leben unzählige Schüsse gehört, aber für meinen Körper war dieser besonders. Vielleicht durch die vermeintliche Nähe und weil ich nicht damit gerechnet habe. Vielleicht auch, weil ich gerade zu spannende Bücher in Bearbeitung habe und mein Gehirn daher sensibler reagiert. Keine Ahnung. Aber der Schluss klang noch lange in meinen Ohren nach. Er war laut. Mein Körper reagiert wie oben beschrieben und denke nur noch – Sch*****, Zuki!

Und was macht Zuki? Sie friert kurz ein, dreht sich um, rennt auf mich zu und setzt sich vor mich hin! Sie war sehr angespannt, ihr ganzes Gesicht flüchtete nach hinten. Leberwursttube raus – Schleckparty! Danach war sie noch leicht irritiert und ich bot ihr an, an mir hochzuhopsen. Hopsen und Springen findet Zuki oberklasse! Vom Hopsen ging es über ins Zergeln mit ihrem Felli und wir haben uns noch eine Weile am Ort des Geschehens aufgehalten, bis wir dann beide gut gelaunt wieder weitergezogen sind.

Ja, es kann sein, dass Zuki auch ohne unser vorheriges Training so reagiert hätte. Vielleicht hat sie das Geräusch auch weniger erwischt als mich – denn die Bedeutung eines Schusses kenne nur ich, sie nicht. Aber ihre Reaktion auf den Knall war deutlich und es hätte auch anders kommen können. Ich bin sehr glücklich, dass sich ihr Vorderhirn in der Situation so schnell eingeschaltet hat! Das Firlefanz-Training geht weiter!

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Spätsommer – Fairplay

Spätsommer – so eine schöne Jahreszeit hier im Norden. Milde Temperaturen, angenehme Luft, morgens Nebel über den Feldern und erdiger Duft in der Luft – herrlich! Die Ernte ist zum größten Teil bereits eingefahren. Der Mais steht noch auf den Feldern.

Solange die Felder noch nicht gepflügt und neu bestellt sind, laden sie zu ausgedehnten Erkundungspsaziergängen ein. Was man da alles an schönen Ecken entdeckt! Ist immer spannend, die vertraute Umgebung aus einer Perspektive zu betrachten, die einem nicht so of gegönnt ist.

DSC_0549DSC_0558a DSC_0561a Zuki ist jetzt ein knappes halbes Jahr. Ich genieße es sehr, wieder längere Spaziergänge zu machen und die Gegend zu erkunden. Mit Zara war das in ihren letzten Monaten in der Form ja nicht mehr möglich. Da ich meine Fotos fast alle auf Facebook oder Flickr veröffentlicht habe, gibt es sie heute mal hier auf WordPress 🙂 .

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Fairplay

Das Zusammenspiel von Tali und Zuki zu beobachten ist derzeit immer noch eines meiner Lieblingsbeschäftigungen. Die beiden sind so toll zusammen!

Zuki wird immer kräftiger und lässt sich nun auch häufiger von Tali jagen. Tali passt oft seine Geschwindigkeit ihrem Tempo an und überrennt sie kaum. Beim Rempeln und Pfotenumdieohrenhauen gibt es jetzt von seiner Seite aus auch ab und an einen Schulterwurf, wobei sich Zuki hier eher über die Schulter von selbst abrollt, als von Tali umgeworfen zu werden. Liegt sie am Boden, nutzt er es nicht aus, sondern versucht noch eher, sich in der Luft abzufangen, um nicht auf ihr zu landen.

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Kanadagänse im Anflug!

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Stadttraining

Wenn ich oben an der Ostsee bin, mache ich gerne mit Zuki in Heiligenhafen „Stadttraining“. Ich hab es irgendwie nicht so mit Pinnebergs Innenstadt 😀 .

Möwen, Segelboote, Fischkutter, Kinder, Menschen, Radfahrer, Imbisse, Restaurants, Hunde – eine bunte Welt in angenehmer Atmosphäre. Schöne Stimmung für schönes Training. Die Runden dauern ca. 20 – 30 Minuten. Hauptaugenmerk liegt auf dem Einfangen von erwünschtem Verhalten in dieser bunten Welt – Impulskontrolle an Auslösern, Abwendenkönnen von Auslösern, freiwilliger Blickkontakt, Bogenlaufen, Leinenführigkeit. Signale wie Sitzen, Hinlegen und Warten frage ich dort noch nicht ab. Ihr Köpfchen ist genug am Rattern. Ich lasse Zuki viel beobachten, selbst entscheiden und ich bin erstaunt, wieviele tolle Entscheidungen sie bereits treffen kann!

DSC_0699a DSC_0703a DSC_0721a DSC_0728a DSC_0737aDSC_0746 DSC_0747Zuki, 25 Wochen, 28kg bei 62,5cm. Da bereits einige auf Facebook nachgefragt haben. Sie trägt ein Geschirr von AnnyX in Größe M. Tali trägt ein selbstgenähtes.

5 Monate – Entwicklungen

Nun ist Zuki schon 5 Monate! Ihr Milchis hatte sie alle verloren und die neuen sind fleissig am Wachsen. Schulterhöhe sind knappe 60cm bei einem Gewicht von 25.5kg.

Baganda ZamZam Zazou "Zuki"

Zuki’s Entwicklung zu erleben erfüllt mich sehr. Sie macht sich prima 🙂 !

Mit Tali rennt sie durch den Wald, sie schubsen sich, rempeln sich, hauen sich die Pfoten um die Ohren – es tut sehr gut, sie so zu sehen.  Ich habe Tali’s Gesicht selten so strahlen gesehen. Mit ihr durch den Wald zu rennen ist für ihn mit das Größte! Wird Tali der Jungspund zu wild, beachtet er ihre Rempelein einfach nicht oder versucht sie mit was anderem Abzulenken. Ist es zu eng – beispielsweise in der Wohnung – röhrt er sie an.

Baganda Umtali und Baganda ZamZam ZazouDSC_0268aMenschen gegenüber ist Zuki sehr aufgeschlossen – bei fremden Hunden zu Anfangs vorsichtig. Spielen geht erst, wenn sie sie beschnuppert hat und die Chemie stimmen sollte. Dann jedoch wird auch mit ihnen gerannt, gerempelt, durchs Wasser gelaufen, gehüpft – je nach Konstellation.

Im Training habe ich den Fokus immer noch auf dem Rückrüf, freiwilligen Blickkontakt, Leinenführigkeit, Entspannung, Stehenbleiben bei Auslösern, Abwenden/Bogenlaufen bei frontal auf uns zukommenden Menschen/ Fahrrädern und warten können, wenn man Spannendes in der Hand hat.

Jetzt, wo die Umwelt für sie vorhersehbarer geworden ist und ihr Köpfchen Luft hat, habe ich auch Dinge wie ein Sitz, Handtouch und Bodentarget mit ihr trainiert. Zudem spiele ich sehr viel mit ihr und Zuki liebt es, Dingen hinterher zu rennen, sie zurück zu bringen, damit wir Zergeln können, etwas anderes fliegt, ich ihr hinterher renne oder sie nen Keks dafür bekommt.

KongstickSeit ca. 2 Wochen nimmt Zuki Rehe anders wahr. Waren sie vorher ein Teil des Waldes, werden ihre Bewegung und der Geruch immer interessanter. Hinschauen und Stehenbleiben trainieren wir hier weiterhin.

Zuki lässt sich sehr leicht mit der Stimme aktivieren. Ebenso leicht lässt sie sich derzeit auch von Geräuschen irritieren. Nach komischen Geräuschen gibt es daher den Marker und Belohnung möglichst bei mir. Vorsicht ist die Mutter der ollen Porzellankiste.

Dieses sind 3 Videos von uns. Da ich oft alleine unterwegs bin, ist es mit den Videos nicht immer ganz so einfach. Vielleicht stellt ihr die Auflösung bei Youtube höher, dann ist die Quali besser!

Mit Zuki unterwegs (online + komisches Geräusch):

Mit Zuki unterwegs (offline):

Mit Zuki im Wald (erst ein Rückruf und dann ein Spiel mit dem Ball – ich bin mir fast sicher, dass sie Spaß daran hatte, den Ball immer wieder vom Hügeln runterrollen zu lassen ^^ ) .

Zuki und Tali

Zara lebt nun schon seit guten 3 Monaten im Regenbogenland…  Sie fehlt immer noch sehr sehr sehr. Wenn Zuki mir im Wald stolz mit einen gefundenem Holzknüppel (kleine Äste tuns nicht, sagt Zuki) entgegen kommt, muss ich ganz arg an sie denken. Ich hab sie beide so lieb…

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Die Innenstadt – Einmal ist immer das erste Mal

Zuki ist nun in der 19. Woche. Wir verbringen viel Zeit im Wald oder auf dem Feld und ab und an suchen wir die Orte auf, wo mit Sicherheit Hunde zum Spielen zu finden sind oder ich verabrede mich mit lieben Menschen und ihren Hunden zu geplanten Spaziergängen.

DSC_0480Dazu gibt es täglich eine kleine Runde hier in der 30er Zone um den Block und vielleicht 2mal die Woche auf dieser einen kurzen Abstecher runter zur Hauptstraße.

Mir gefällt Zuki’s Entwicklung. Ich muss mit Schrecken häufig festestellen, dass ich mich an unsere anderen Welpen / Junghunde in dieser Phase kaum erinnern kann. Ich weiß nicht mehr, was ich mit ihnen diesbezüglich trainiert hatte. Auf jeden Fall nicht mehr genau. Nur, dass alles irgendwie einmal vorkam, was ein junger Hund laut damaliger Hundeschule so zu erleben hat. Für mich ein Zeichen dafür, mit wie wenig Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ich an deren Training heran gegangen bin. Eigentlich bin ich für mein Elefantengedächtnis bekannt.

DSC_0440aGestern haben wir einen schönen Vormittag in den Holmer Sandbergen verbracht und heute morgen dachte ich – ja, es ist Zeit – wir besuchen die Pinneberger Innenstadt! Eine genaue Idee von dem, was ich mit Zuki dort erleben wollte, hatte ich nicht. Es ergibt sich vieles von selbst. Ich wollte schauen, was sie mir anbietet. Wir sind früh gestartet – um halb Acht sind noch nicht so viele Menschen unterwegs und die Geschäfte noch geschlossen.

Die Runde:

Geparkt habe ich am Drosteipark (für die Pinneberger unter euch Lesern ^^ ). Im Park konnte Zuki sich ein wenig aklimatisieren und lösen. Von dort aus ging es in den Innenstadtbereich, runter zur Hauptstraße, vorbei an einer großen Baustelle und zurück über den Volksbank Parkplatz. Spiel und Entspannung waren dort angesagt. Danach weiter rüber in die noch recht leere Rathauspassage, von dort wieder durch den Durchgang zum Innenstadbereich, hoch zum alten Gesundheitsamt und wieder zum Drosteipark. Hier gab es wieder ein kurzes Spiel und Entspannung in der Sonne.

Die Runde sollte eigentlich nicht so lang werden, aber Zuki ist so interessiert überall entlang gestapft mit ihrem Dummdidumm-Schritt und manchmal auch leichten Trab, dass ich die Zeit ein wenig vergessen hatte. Die Leinenführigkeit war wirklich super.

Erlebnisse:

Es war so schön zu sehen, wie sie bereits Erlerntes auf diese für sie neue Situation anwenden konnte. Spannend fand sie die Schiebetüren der Rathauspassage und beim Hineintreten verließ sie kurz ihr Dummdidumm-Schritt und sie hielt inne. Es waren Stöckelschuhe zu hören, die in der Halle hallten. Die Stimmen der Menschen hörten sich für die Kleine mit Sicherheit auch merkwürdig an. Auf den Clicker verzichte ich in solchen Gebäuden, denn auch das Geräusch verzerrt sehr. Das Markerwort ist dann goldwert. Zuki konnte jedoch Fressen, die Kekse am Boden jagen und dann war auch dort das Eis gebrochen und es ging Dummdidumm weiter.

Von den Gerüchen die vom Bäcker rüber kamen, konnte sie sich nicht so schnell lösen, drum standen wir dort einen Augenblick länger. Eine ältere Dame kam auf mich zu, während Zuki noch mit dem lecker Duft beschäftigt war. Sie sagte zu mir, sie hätte noch nie erlebt, dass jemand so lieb mit seinem Hund hier durch ginge und so viel lobt. Dabei strahlte sie und ging weiter. Ich strahlte zurück.

Das richtige Maß:

Es ist so schwer das richtige Maß zu treffen. Ich empfinde die Verantwortung für die Entwicklung eines Welpen/Junghundes als sehr groß. Oft denke ich, war es gut, war es ungut, war es zu viel, zu wenig – ich würde Zuki so gerne manches mal fragen. Ich hoffe einfach, durch die Beobachtung ihres Verhaltens in den Situationen und ihrer Entwicklung das möglichst richtige Maß zu treffen.

Zuki hat nun ihr Stück Trockenpansen verspeist – ist mit Wackelzähnen gar nicht so einfach 😀 . Jetzt schläft sie neben mir. Morgen wird wieder ein ruhiger Tag!

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Spielen | Meine „Taiji-Dogs“

Zuki und Tali beim Spielen miteinander zu beobachten ist ein Geschenk. Ich lerne sehr viel von den beiden. Sie können eine gute Stunde zusammen spielen, ohne dass das Spiel kippt. Maulringen, Spielzeug jagen, Zerren, Kehlhaut knabbern, Ohren schlecken – beide sind darauf bedacht, ihr gemeinsames Spiel am Laufen zu halten. Meine beiden „Taiji-Dogs“ 🙂 !

DSC_0371Wir jemand zu übermütig, wird das Spielzeug hingelegt oder irgendwo geschnuppert und ist wieder Ruhe eingekehrt, wird wieder gestartet. Zurzeit ist Zuki öfters irritiert beim Spielen, da sie Spielzeug und Tali’s Fell nicht so festhalten kann, wie sie es gewohnt ist – Zahnwechsel.

DSC_0314Hier sind alle Fotos vom Wochenende:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157634745039318/

Ich müsste die Videokamera eigentlich häufiger beim Spielen auf sie richten, aber sie stört mich immer beim Zuschauen. Die Hunde reagieren ebenfalls anders, wenn eine Kamera auf sie gerichtet ist. Vermutlich auch, weil ich mich dann anders verhalte.

Drum freue ich mich umso mehr, dass wir diese Szene gegen Ende eines Spaziergangs auf Video haben – ein Rennspiel. Zuki ist nur schon etwas zu müde um wirklich Tempo zu machen. Tali lässt während des Laufens das Spielie fallen und möchte, dass Zuki damit weiter läuft. Er rennt dann noch mals hin, springt dann nochmals drauf – aber Zuki ist platt.

Es ist generell schön im Spiel der beiden zu sehen, wie der eine oder andere sich ein Spielzeug schnappt und zum anderen geht, es hinlegt, den Körperschwerpunkt zurücknimmt nach dem Motto – schnapps dir!

Zuki: 18 Wochen, 55cm und 21.5kg

Sozialisation | Entwicklung oder die „magischen 16 Wochen“

Seit 6 Wochen lebt Zuki nun schon bei mir. Ihr Leben als Zukiraptor hat sie längst abgelegt. Ich denke häufig an die Welpen-Zeit von Mara, Shiwa und Tali zurück – Zara’s Welpenzeit habe ich nicht miterleben dürfen, da ich sie erst später kennenlernen durfte.

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Wir besuchen keine Welpengruppe, sie darf das Spiel anfangen, darf mit Quietschies durch die Gegend rennen, darf eigentlich alles einmal ausprobieren, erkunden, wir zergeln, wir rennen, kugeln uns auf dem Boden, sie darf auf mir rumtrampeln, sie gewinnt die Spiele – sie hat so unglaublich viele Freiheiten im Vergleich zu unseren vorherigen Welpen.

Zuki hat gelernt, wie sich sich verhalten muss, damit es sich für sie lohnt. Zuki hat Grenzen erlernt. Es macht so einen Spaß mit ihr!

Für mich ist mit ihr ein weiterer Wunsch in Erfüllung gegangen –  Einen Hund Großziehen ohne Maßregelungen, ohne Schnauzengriff, anstubsen, Discs werfen, Leinenimpulsen, auf den Rücken drehen, laut werden. Sie hat von uns in den Wochen nie erfahren, dass wir grob werden können. Zugegebenermaßen hat die ehemalige Raptorin teils viel Impulskontrolle von uns abverlangt. Aber hey, was Tali kann, können wir Menschen schon lange! Meinen Eltern bin in unglaublich dankbar, dass sie sich an meine Ratschläge gehalten haben und alles so umsetzen, wie ich es mir wünsche, wenn Zuki während meiner Arbeitszeit bei ihnen ist. Danke ❤ !

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Unterschiede

Im Gegensatz zu den Ratschlägen unserer damaligen Hundeschule zum Thema „Sozialisation“, wurde Zuki langsam an alles herangeführt. Unsere Welpen zuvor lernten nach dem Motto: Welpe nimmt alles schnell auf und gewöhnt sich schnell an vieles – daher in die Stadt, auf den Bahnhof , viele Kontakte zu Mensch und Hund, viel Toben – überall einmal mitnehmen. Dann ist er gewappnet für die Zukunft. Bis zur 16ten Woche musste alles durch sein, sonst hätten wir später Probleme.

Zuki hat mir gezeigt, wann sie bereit dafür ist, unsere Tempo-30-Zone hier zu verlassen und auf größere Erkundungstour zu gehen. Wann sie bereit dafür ist, auf Einladungen von Passanten zur Kontaktaufnahme, einzugehen. Bisher hat sie viele liebe Menschen kennenlernen dürfen. Kurz „Hallo“ sagen, Streicheleinheiten abholen und bevor die Erregung zu dolle wird und somit der Einsatz ihrer Zähne und das Anspringen wahrscheinlicher, verabschieden wir uns wieder. Sie kann jetzt schon recht lange ruhigen Kontakt zu Menschen halten.

Mittlerweile stapft sie sehr selbstbewusst hier durch die Straßen, registriert schnelle Autos, LKW und Radfahrer und geht dann wieder ihres Weges, was von mir verbal lobend unterstützt wird. In Momenten, wo sie doch unsicher erscheint, bekommt sie Unterstützung in Form von Rausführen, Markersignal und/oder Keksen.

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Hundekontakte

Wir treffen eigentlich wenige Hunde. Aber die Kontakte die entstehen, sind alle sehr nett. Zuki spielt sehr angenehm und andere Hunde spielen sehr angenehm mit ihr. Ein Geben und Nehmen. Bisher war es immer so, dass beide Seiten geschaut haben, dass das Spiel am Laufen bleibt und nicht zu kippen droht. Braucht jemand eine Pause, wird kurz wo geschnüffelt und/oder am Stöckchen gekaut.

An der Leine hier um den Block verhält sich Zuki noch sehr ruhig, wenn sie anderen Hunden begegnet. Sie lernt, dass es nicht möglich ist, mit jedem Hund kontakt aufzunehmen, dass sich Anschauen und Abwenden für sie jedoch trotzdem deutlich lohnt.

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Veränderungen bei Tali

Neben den äußerlichen Veränderungen wie Gewichtsabnahme und Muskelaufbau *hihi*, scheint Tali sehr viel ausgeglichener zu sein. Am interessantesten ist die Beobachtung, dass er mehr draußen liegt – sogar, wenn Fliegen und Hummeln unterwegs sind! Und auch im Haus schreckt er kaum noch hoch, wenn das Summen zu hören ist und kann weiter dösen. Die Impulskontrolle an Hasen und Rehen hat sich sehr verbessert.

Er ist so unglaublich lieb und geduldig mit Zuki. Möchte er mal nicht spielen, bleibt er stehen und rührt sich nicht (er wird nicht wirklich steif, sondern steht einfach), oder trollt sich des Weges. An Tagen, wo sie sich nicht sehen, scheint er sie zu vermissen und schnappt sich…. Quietschies und Spielsachen…!

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Bald beginnt der Zahnwechsel.

Zuki – 16 Wochen – 52cm – 19kg. Eine wundervolle Bereicherung für uns alle und ein Teil von uns!

Drei Wochen mit Zazou

Seit drei Wochen lebt Zazou an meiner Seite. Was hat die Maus in der kurzen Zeit alles gelernt!

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In meiner Wohnung kann ich wieder Dinge einfach so rumliegen lassen. Ich muss keine großen Bedenken mehr haben, dass Zazou sie wegfindet.

Pipi und Kacki machen müssen wird sicher angezeigt.

Das Beißen hat sich größtenteils in Schlecken verwandelt – bis auf Phasen, in denen sie zaghaft knabbert. Die Kleidung bleibt ebenfalls wieder heile. Vorsicht ist nur noch geboten, wenn sie überdreht ist.

Zazou kann Menschen auf der Straße ohne Anspringen begrüßen und lässt auch deren Kleidung heile – wird sie zu aufgeregt und die Situation könnte kippen, wird sie rechtzeitig unterstützt.

Sie kann auch immer noch super an der Leine laufen und verträgt es sehr gut, wenn ich ein paar Minuten die Wohnung/ das Haus verlasse. Egal ob sie gerade döst oder sich mit etwas beschäftigt.

Die letzten Tage waren insofern etwas stressig, als dass ich wieder in die Praxis und Zazou in dieser Zeit zu meinen Eltern musste. Für diese Trennung war zu wenig Zeit, um es irgendwie trainieren zu können. Dementsprechend war der Montag eine Katastrophe. Aber am Donnerstag lief alles schon ganz prima, Wach- und Schlafphasen haben sich gut abgewechselt und ein Spiel mit Tali war auch drin.

Für mich ist sehr deutlich geworden, dass ich den Hundeschulbetrieb in den nächsten Wochen/ Monaten drosseln werde. Meine Kunden werden natürlich weiterhin betreut, aber Neukunden werden vorerst nicht mehr angenommen. Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit Zazou verbringen. Es macht so einen großen Spaß mit ihr!

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Eine Welpengruppe besuche ich mit ihr nicht. Ich versuche 3 – 4 Mal die Woche Orte aufzusuchen, von denen ich weiß, dass wir sichere Hundekontakte finden werden. Dann kann Zazou toben und herumflitzen. Ansonsten stehen Erlebnisspazis im Wald, an der Straße und unter Menschen statt. Alles sehr wohl dosiert mit ausreichend Zeit zum Beobachten, Erkunden, Erleben und Entspannen und all dem, was der Alltag so zu bieten hat.

Trainiert wird derzeit der freiwillige Blickkontakt und die Reaktion auf ihren Namen auch unter Ablenkung, so wie weiterhin das Ankersignal. Dazu freiwilliges Hinsetzen und warten können, anleinen und ableinen. An der Leine das Hinschauen und wieder Abwenden können von anderen Hunden .

Der Unterschied zu dem, was wir mit Tali veranstaltet haben ist schon recht deutlich. Dazu evetuell mehr im nächsten Artikel.

Drei Wochen… das ist nicht lang. Und Zazou gehört schon wie selbstverständlich zu meinem Leben. Wir verstehen einander immer besser. Sie ist immer noch verschmust wie am ersten Tag. Ich hab sie ganz schön dolle lieb gewonnen ❤ .

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DSC_0387 Zazou – 13 Wochen – gute 46cm und 14,2 kg.

PS: Fast vergessen. Zazou hat heute ihre Schwester Nala treffen dürfen! Ein paar Szenen gibt’s auf Video.

Erste Kontakte knüpfen

Die Sonne scheint – wir haben so ein Glück!

Heute ging es für Zuki an einen spannenden Ort. Das erste mal, dass ich eine Gegend aufgesucht habe, von der ich weiß, dass dort einige Hunde unterwegs sind. Für mich mal ganz ungewohnt, da für Zara dieser Ort zu stressig gewesen wäre. Kontakt zu anderen Menschen und ihren Hunden suchen ist für mich wieder eine interessante Erfahrung.

Wir sind ein Stück am See entlang gegangen und haben dann am Ufer platz genommen. Das heißt, ich habe mich ins noch feuchte Gras gesetzt und die Kleine konnte von ihrer sicheren Zone aus die Gegend erkunden.

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Die ersten Hunde ließen nicht auf sich warten. Es hat so einen Spaß gemacht auf das Ausdrucksverhalten der Hunde zu achten, ihre einladende Körpersprache, die Zuki es ermöglichte, vorsichtig Kontakt aufzunehmen. Die Hunde dort waren wirklich ganz toll! Seitliche, weiche Annäherungen, viele haben abgewartet, bis die Kleine sich auf sie zubewegte.

Mal traute sich Zuki weiter von mir weg, mal kam sie wieder zurück und kuschelte sich auf meinen Schoß. Sie beobachtete dabei interessiert das Treiben am und im Wasser. Dann kam wieder ein Hund Hallo sagen, kurzes Beschnuppern und wieder kuscheln. Mal ein kurzes Hinterherlaufen, beschnuppern und wieder zurück.

Kontakte zu den dazugehörigen Menschen durfte sie auch knüpfen.

Wenn ich bedenke, in welche Situationen ich unsere Welpen damals gedrängt hatte. Schutz suchen? Neee. Die müssen lernen, alleine mit der Situation klar zu kommen. Du verstärkst sonst die Angst (O-Ton vom Trainer) . Hey, du sitzt ja schon wieder zwischen meine Beinen, mach das mal alleine…

Diese Zeiten sind vorbei. Buddha sei Dank! Und es wurde mehrfach seitens der Menschen erwähnt, wie schön sie es finden, dass Zuki so eine enge Beziehung zu mir hat.

Bald werde ich nicht mehr der alleinige Mittelpunkt der Welt für die Maus sein, aber ich genieße die Zeit sehr. Sie wird schnell mutiger werden, ihren Radius ausdehnen und viele andere Dinge in bestimmten Situationen spannender finden als mich. Und das ist gut so! Mir ist nur wichtig, dass ich immer ihr sicherer Hafen bleibe!

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