Prüfung bestaaaanden!!! | Hundeführerschein nach IBH e.V. Richtlinien

Tali, mein Papa und ich haben haben heute die praktische Prüfung des Hundeführerscheins nach den Richtlinien des IBH e.V. bestanden! Zara mein Häschen, du hast gut über uns gewacht ♥ ! Der heutige Tag hätte auch dir viel Freude bereitet…! Wir sind sehr sehr glücklich!

Lieber Talismann, es war schön, die Prüfung mit dir heute laufen zu dürfen. Wir beiden hatten zwar keine wirkliche Vorbereitungszeit, aber gelernt ist gelernt, wie wir heute wieder einmal merken durften ♥ . Du bist großartig!!!

IBH Training

Liebe Diana Timmermann, lieber Gerd Schreiber und liebe Ute Blaschke-Berthold, vielen Dank, dass ihr unseren Weg begleitet habt (und auch weiterhin begleiten werdet). Ohne euch wäre der heutige Tag nicht möglich gewesen. Liebe Gerda Buse, danke, dass du uns Tali damals anvertraut hast. Er ist sooo toll ♥ !

Wer hätte vor einigen Monaten gedacht, dass mein Papa hat die Prüfung mit Tali laufen und bestehen wird… Auf ihn bin ich ganz schön dolle stolz! Wenn ich an die Anfänge des Trainings vor knapp 2 Jahren denke, die Entwicklung, die Tali und er in der Zeit durchgemacht haben…!

Die Umstellung von seinem aversiv-lastigen Training auf ein positiv-verstärkend-lastiges Training ist ihm nicht leicht gefallen, aber er hat sich durch gebissen, hat an sich gearbeitet – für seinen Tali. Nicht, dass ich schon vorher wusste, was die beiden geleistet haben und leisten können – der Alltag ist immer präsent und sie können noch mehr, als in der Prüfung heute gezeigt wurde, aber trotzdem ist so eine Prüfung doch immer etwas Besonderes.

Liebe Diana, dir noch ein speziellen Dank dafür, dass du uns beide angeschubst hast, nach der theoretischen Prüfung auch die praktische zu laufen. Deine Beharrlickeit war goldwert, denn die Trainingsziele mussten wir somit höher stecken. Es war auch Zeit dafür. Wir sind im Training dadurch einen großen Schritt weiter gekommen. Deine Prüfungsvorbereitungen waren toll!!! Ebenso wie der gesamte Ablauf der theoretischen und praktischen Prüfung. Ganz großes Kino, wirklich!

Vielen Dank auch an Kirsten Berger-Demski und Carmen Scherb! Ihr seid tolle Prüferinnen, die einem schnell den Druck nehmen und die Atmosphäre der Prüfung sehr angenehm werden lassen! Und zum Schluß auch vielen Dank an die Hospitanden! Es war ein richtig schöner Tag heute mit euch!

Nun heißt es neue Ziele stecken 🙂 !

PS: Jetzt, wo ich den gesamten Prüfungsablauf einmal selber mit Hund erlebt habe darf ich sagen, dass ich jetzt noch mehr von der Qualität dieses Hundeführerscheins überzeugt bin!

http://www.ibh-hundeschulen.de/fileadmin/Media/PDF/Hundefuehrerschein/Flyer_HF_2012.pdf

Mein Häschen, mein Herz, mein ein und alles – du und ich – für immer zusammen…

Zara 14.04.2002 – 04.05.2013

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Ich wusste, der Tag würde kommen… irgendwann… bald… . Trotzdem tut es so unfassbar weh.

Es war ein so schöner Morgen. Du kamst in der Nacht wieder zu mir unter die Decke ins Bett und wir haben Kopf-an-Kopf-Schmusi gemacht.

Das Wetter ist so schön gewesen. Ich stand vor der Entscheidung – ein bisschen Training für die Prüfung oder gemütlich in den Wald. Mir war nach gemütlich…

Dass der Himmel und du euch so einen wunderschönen Tag dafür ausgesucht hattet, dafür danke ich euch! Dass ich in deinem Lieblings-Wald mit dabei sein durfte, bei Sonnenschein, in der Kühle eines jungen Tages, in Mitten der friedvollen Stimmung eines Frühlingsmorgens, dafür danke ich euch!

Du hast Pipi gemacht, schnüffeltest weiter, fingst an zu schwanken. Ich fing dich auf… In meinen Armen durfte ich dich mit hinüberführen in ein Land, welches jenseits meiner Vorstellungskraft liegt. Es ist schön dort, dass weiß ich sicher!

Erinnerst du dich? Ich habe mir für dich von Herzen so sehr gewünscht, dass es, wenn die Zeit gekommen ist, genau so abläuft. Wir beide wussten, dass uns nicht mehr so viel Zeit zusammen bleiben wird.

Zara Augen

Ich bin so dankbar dafür, dass mir die Zeit mit dir geschenkt wurde. Was wäre ich ohne dich? Ohne dass, was ich durch dich lernen durfte? Das schönste Geschenk war, dass wir beiden wieder zueinander gefunden hatten.  Ich konnte vieles wieder gut machen, oder?

Dass du nicht mehr hier an meiner Seite bist – ich kann es noch gar nicht glauben.

Meine Häschen, mein Herz, mein ein und alles – du und ich – für immer zusammen…! Wir werden uns wiedersehen, wenn die Zeit dafür gekommen ist…! Ich liebe dich!

Mit Zara unterwegs

Sonne! So ein wunderschöner Ostermontag! Draußen ist es noch kalt, der Boden gefroren und Schnee liegt auch noch hier und da, aber die Wärme und das Licht der Sonne tun sooo gut!

Wald – Feld – Wald – Feld – Wald… Feld! Im Wald sind wir häufig und ich wollte so viel Sonnenlicht wie möglich einfangen 🙂 .

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Kamera geschnappt und los ging es.

Bald wird Zara 11 Jahre – mein Ömchen. Die Spaziergänge werden ruhiger, die Runden kleiner, was aber nicht heißt, dass man nicht noch jede Menge Spaß haben kann.

Ein paar Momente hab ich heute eingefangen. Nicht alle, denn mit Kamera in der Hand ist vieles einfach nicht so schön. Aufmerksamkeitsteilung kann anstrengend sein.

Aus dem Programm von heute u.a.:

  • Rückspursuche
  • Dreieckspiel (mit Wind – deutlich zu sehen, wie Zara über das Ziel hinaus schießt und sich dann Gegenwind wieder einfädelt)
  • Rolle-Rolle
  • Hundepulmoll futtern
  • einen Stein als Target einsetzen

Viel Spaß beim Schauen!

Miteinander Spielen – Teil 1 | Das Dilemma

Spielen ist wichtig, jedoch nicht immer möglich. So entstand auch die Idee zu dieser kleinen Artikelserie. Eine liebe Blogleserin fragte mich, was sie denn tun könne, wenn ihr Hund nicht spielt oder schnell die Lust zu verlieren scheint.

Spielen ist zum einen Verhalten, zum anderen auch ein mentaler Zustand. Hunde, welche stark gestresst sind, ängstlich oder verunsichert haben Probleme, diesen Zustand zu erreichen. Andere Hund vielleicht lassen sich eher zum Spielen bewegen. Bei ihnen jedoch kann die Erregung schnell hochfahren, so dass unerwünschtes Verhalten wie in die Hände beißen, an der Kleidung zerren oder erregtes Bellen ausgelöst wird. Letztere sind hier zuerst einmal nicht Thema, wobei vieles von dem Geschriebenen auch für sie gilt.

Was kann man tun, wenn Hunde nicht spielen mögen? Worin können die Ursachen liegen?

Diese kleine Artikelserie soll einen kleinen Anblick in Tali’s Spiel-Training geben. Ich kann keine Trainingsanleitungen schreiben, da jedes Mensch-Hund-Team dort draußen individuell zu betrachten ist. Aber vielleicht wird der eine oder andere angeregt, auf dieses oder jenes zu achten.spielen mit Hund 1

Tali und Zara unterscheiden sich in vielen Bereichen vom Verhalten sehr – so auch im Spiel. Zara interessiert sich nicht für Wild, aber Spielzeug jeglicher Art ließ sie in der Erregung hochschießen. Tali lässt sich schnell durch Wildgeruch und dem Anblick von Wild aktivieren, aber Spielzeuge hatten für ihn keine große Bedeutung.

Ursachen

Suboptimale Wahl der Spielmöglichkeit

Wenn Menschen mit dem Hund spielen möchten, gehen sie oft von ihren Bedürfnissen aus. Sie haben vielleicht Bilder im Kopf, wie andere Menschen mit ihren Fellnasen über die Wiese toben, Zerrspiele starten, Bällchen werfen, der Hund diese freudig zurück bringt – aber welches sind die Wünsche des eigenen Hundes an das Spiel? Wo liegen seine Vorlieben? Da ich mit Tali spielen wollte, waren meine Spielideen für ihn sehr durchwachsen mit meinen Vorlieben.

Mangelnde Kooperationsbereitschaft

und Interaktion mit seinen Menschen, sobald Tali draußen war. Tali ist ein Hund, der einen großen Radius um seinen Menschen braucht und für den die Welt ohne Zutun seiner Menschen viel Spannendes bietet. Züchterisch ist bei Hunden dieses je nach Rasse gewollt, andere züchten auf eine starke Kooperationsbereitschaft mit dem Menschen und andere achten gar nicht darauf. Die Tatsache, dass wir Tali damals noch mit Strafen traktierten, damit er bestimmte Verhaltensweisen unterlässt oder zu bestimmten Verhalten motiviert wird, erweckte bei ihm natürlich noch weniger den Wunsch, mit uns zu kooperieren.

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Angst hemmt Spiel

Es wäre für das Überleben höchst unglücklich, wenn ein Individuum nicht auf Reize reagieren würde, sollte es Bedrohungen wahrnehmen. Es könnte das letzte Mal gewesen sein. Spielen ist nur möglich, wenn die Emotion Angst nicht ausgelöst wird. Tali ist doch ein kerniger Ridgeback-Rüde. Wovor sollte er Angst haben?

Es gibt immer Reize, welche sich außerhalb unserer Wahrnehmung befinden. Hunde sind uns diesbezüglich weit überlegen. Auch wenn ich keine bedrohlichen Reize wahrnehme, heißt es nicht, dass der Hund nicht für ihn bedrohliche Reize wahrnimmt. In diesen Momenten ist es besser, das Spielzeug fallen zu lassen, sich zu orientieren und die Situation auszuloten. Tali hatte sich schnell von der Umwelt vereinnahmen lassen und war oft sehr gestresst. Er scannte häufig nach Wild, aber auch nach Dingen, die ihm nicht geheuer waren.

Hat ein Hund Schmerzen, fühlt er sich ebenfalls unwohl. Es kann passieren, dass es im Spiel irgendwo zwackt und man es nicht mitbekommt. Schmerzen und die Emotion Angst hängen eng zusammen.

Unglückliche Körpersprache des Menschen

Das Bedrohlichste in meinen Spielversuchen war meine Körpersprache. Tali hat sich sehr stark von mir hemmen lassen. Ruckartige, zackige Bewegungen auf ihn zu, von ihm weg, Spielzeug auf ihn zu, ihn mit dem Spielzeug anstupsen – das alles hat ihn maßlos überfordert. Er fühlte sich unwohl. Tali schaute mich nicht an, er wendete sich vom Spielzeug ab, wendete sich von mir ab. Das hatte wenig mit „keine Lust“ zu tun, sondern war Meideverhalten. Spielen lässt sich nicht erzwingen.

Zara hat diese ungeschickten Bewegungen meinerseits anderes kompensiert. Ihre Erregung ging hoch, sie bellte, schnappte in die Hände/Arme. Für mich sah das nach einem ruppigen Spiel ihrerseits aus. Was war es für sie?

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Ressourcenverteidigendes Verhalten seitens des Menschen

Damals wurde mir von Trainern gelehrt – du bist der Rudelführer und Rudelführer beginnen das Spiel und beenden es. Dein Hund lernt so im Spiel, dass du im Rang über ihm stehst. Du musst der dominante Part sein.

Also startete ich die Spiele mit wedelnden Bewegungen des Spielzeugs vor der Hundenase, zackigen Bewegungen, einer imitierten Vorderkörpertiefstellung (so wie Hunde es ja auch machen 😉 ) , weglaufen, wieder hin rennen. Und war Tali denn mal auf meine Kaspertanz eingestiegen und hat sich sogar das Spielzeug geschnappt – wobei ich mir heute nicht mal sicher bin ob er spielen wollte, oder es eher eine Vorstufe zur umadressierten Aggression gewesen ist – da begann ich zu zergeln, Druck aufzubauen. Und natürlich gewann ich die Spiele oft und nahm das Spielzeug weg im schönsten Moment – ZACK!  Das wäre wichtig, sagte mein Trainer, denn sonst würde er lernen dich zu kontrollieren.

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Wie wir aus diesem Dilemma rausgekommen sind wird Thema des zweiten Teils sein!

Ein ganz „normaler“ Hund

Auch Trainer brauchen ab und an jemanden, der auf das Training mit dem eigenen Hund schaut. Zara und ich haben eine lange Geschichte hinter uns. Ich bin in einigen Situationen mit Zara immer noch sehr emotional involviert, so dass ich selber Probleme habe, Momente mit ihr manchmal nicht objektiv genug beurteilen zu können. Dieses fällt mir immer dann auf, wenn Dennis mit Zara unterwegs ist – ihre Geschichte ist eine gänzlich andere. Das Gehirn ist schon ein verflixtes Ding.

Heute machten wir uns daher auf zu einem Arbeitsspaziergang rund um Ratzeburg mit Diana Timmermann http://www.die-briards.de/RobbysDog-Hundeschule/Willkommen.html . Zara kannte weder Diana, noch die anderen 5 Mensch-Hund-Teams. Ich war tatsächlich ein wenig aufgeregt. Neue Situation – Unsicherheiten – eine Trainerin, die einem auf die Finger schaut…. Ja ihr Lieben da draußen, mir ergeht es manchal nicht anders als euch.

Zara und ich haben viel trainiert  – Hund-Hund-Aggression, Hund-Mensch-Aggression, Ressourcenverteidiung gegen Menschen und Hunde – und im Alltag sind diese Fortschritte sehr zu merken. Auf dem Seminar mit Gerd Schreiber im Sommer diesen Jahres zeigte sich schon deutlich, wie super Zara sich entwickelt hat. Aber plötzlich denkt man – war das ausreichend?

Antwort: Ja! Zara war unglaublich! Menschengruppe mit Kontaktaufnahme, Spazieren mit der Gruppe (auch mittendrin statt nur dabei) und leckere Dinge, welche ihr vor die Nase fielen und von einem Menschen wieder aufgehoben wurden – sie hat so großartig reagiert! Zara hat sehr viel gelernt. Für viele dürfte sie gewirkt haben, wie ein ganz „normaler“ Hund. Nicht, dass sie vorher nicht normal gewesen wäre. Aber für die Gesellschaft ist ein Hund, der aggressives Verhalten zeigt, eben weniger „normal“.

Liebe Diana, das war ein toller Vormittag mit euch, mit dir. Ich danke dir von Herzen für deine Worte und Anregungen für Zara und mich. Es hat mir sehr gut getan! Bis zum nächsten Mal 🙂 !

Urlaub im Herbst 2012: Offlinen, Spaß und Entspannung – Zara

Zara hatte uns einige Zeit etwas Sorgen bereitet. Sie zog sich oft zurück, suchte aber auch verstärkt Kontakt, schien nicht glücklich damit zu sein, wenn wir ohne sie die Wohnung verließen und ihr Magen/Darm machten Probleme. Letzeres war wohl die Ursache für ihr Verhalten, denn nachdem wir ihr Futter etwas umstellten  und unterstützend Heilerde mit in ihren Gemüsemix gaben, hatte sich das Problem kurz vor dem Urlaub wieder gelöst. Zara war bisher sehr unempfindlich was das Futter anging, aber mit dem Alter verändern sich auch da die Bedürfnisse. Kalbsrippen haben wir gänzlich rausgenommen und diese waren anscheinend auch die Übeltäter. Eventuell versuchen wir es nochmal mit zu Matsch gehauenen Rippchen.

Zara hat die Tage an der Ostsee sehr genossen und war für ihre Verhältnisse extrem gut drauf und ihr Alter und körperlichen Beschwerden waren ihr kaum anzumerken. Wind, kalte Luft – das hat sie gerne!

Das Ömchen ist generell häufig offline unterwegs, nun aber auch immer häufiger, wenn plötzlich auftauchende Menschen uns passieren oder Hunde in der Nähe sind. Sie wirkt sehr gelassen, weiß, wie sie sich in diesen Momenten verhalten kann und bekommt, wenn nötig, unsererseits etwas Unterstützung.

Diese Gelassenheit überträgt sich auf vieles, auch auf das Spielen/Zergeln mit einem kleinen Gegenstand:

Zergeln mit Zara war oft eine Sache für sich. Ihre Erregung stieg sehr schnell, sie neigte zur Ressourcenverteidigung und wusste, wo sie zulangen musste, damit man das Zergel losließ.

Für uns beiden hieß das jedoch nicht, auf das Zergeln zu verzichten! Viel Entspannungsarbeit ist in das Zergeltraining mit eingeflossen und Zara hat sehr oft „gewinnen“ dürfen. Drum bin ich jetzt sehr glücklich, wenn ich uns beiden so auf einem Foto sehen darf….

Weitere Zergel-Bilder gibt’s hier:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631773469543/

So wie Tali nie lernen musste, dass sich bewegende Rehe und Hasen spannend sind, musste Zara nie lernen, dass das Spiel mit Objekten toll ist.

Sie mag es, wenn man Dinge weg wirft, sie sie fangen und kaputt machen kann. Alternativ mag sie auch sehr gerne Dinge suchen und dann kaputt machen 😀 .

Aber – tadaa – mit ein wenig Training geht auch das. Mal darf sie ihre Beute behalten, mal bekommt sie was noch viel tolleres als die ausgelegte Beute, mal darf sie damit verschwinden und damit machen, was sie möchte, sie darf auch auf dem Rückweg an einem Mäuseloch hängenbleiben und buddeln. Ob bei Tali oder Zara, es soll vor allem ihnen Spaß machen. Sollte das Spielie auf dem Weg zurück irgendwo fallen gelassen werden, können wir es auch wenn nötig selber wieder aufheben. Wollten wir Dummy-Weltermeister werden wollen, müssten wir natürlich unseren Trainingsplan etwas optimieren 😀 .

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631773506986/

Ansonsten entwickelt sich Zara immer mehr von einer eigentlich nur Kontaktliegerin zu einer Kuschelmaus. Sie kommt immer häufiger ins Bett, möchte unter die Decke, legt sich mit ihrem Kopf in die Armbeuge… Wir genießen das sehr. Zum einen ist es vielleicht einfach auf ihr Alter zurückzuführen, aber zum anderen mit Sicherheit auch ein Zeichen dafür, dass sie wieder Vertrauen zu uns/vor allem auch zu mir auf einer anderen Ebene gefunden hat.  Erinnerungen und die damit verbundenen Gefühle können nicht gelöscht werden, aber mit der Zeit können sie durch andere immer weiter in die Hintergrund verfrachtet werden und verblassen. Zara zeigt es mir in so vielem und das macht mich sehr sehr glücklich…

Urlaub im Herbst 2012: Vom Offlinen, Radeln und Spielen – Tali

Unser Urlaub hat nun sein Bergfest hinter sich. Die ersten 7 Tage ohne Internet und Telefon. Mal wieder ein unbeschreibliches Erlebnis. Diese Ruhe welche sich einstellt, wenn man nicht hier mal eben gucken muss, dort mal eben was nachlesen, woanders seinen Senf dazu geben möchte, ist ein Geschenk. So sehr, dass ich weiterhin zumindest die Facebook- und Foren-Zeiten drastisch kürzen werde. Internet und Telefon gänzlich zu verbannen wäre absurd, aber zeitlich kann ich da einiges optimieren. Fernsehen ist bei uns eh schon sehr eingeschränkt.

Wir haben viel gelesen, waren viel unterwegs, haben trainiert und die Sonne hat uns die meiste Zeit über angestrahlt!

Ein paar mehr Fotos zum Thema „Natürliches“ findet ihr hier:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631773639004/detail/

Durch die Vorbereitungen für unsere Workshops im nächsten Jahr wurde mir wieder einmal bewusst, wie schön es ist, auch Fotos von verschiedenen Lebensabschnitten und Momenten zu haben. So übertrug sich die Ruhe, welche sich in den Tagen einstellte, auch teils auch auf unserer „Urlaubsaufzeichnung“. Der Fotoapparat wurde hervor geholt und die Video-Kamera blieb in der Tasche.

Was haben wir bisher erlebt? Eine ganz Menge und eigentlich zu viel, um es hier nieder zu schreiben. Drum in Kürze 🙂 . Da es doch recht viele Bilder sind (teils Serienbildaufnahmen), habe ich sie auf Flickr hochgeladen und nur einige hier verlinkt.

Zuerst starte ich mit Tali. Zara’s Geschichte schreibe ich morgen 🙂 !

Tali und mein Papa machen sich wirklich klasse. Sie erarbeiten sich immer mehr Freilauf-Optionen, wodurch Tali immer häufiger so durch die Gegen flitzen kann:

Mehr Fotos zum Them Freilauf gibt’s hier:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631775347172/

Tali ist bei der „Verlorensuche auf der Rückspur“ ziemlich gut geworden. Längere Strecken mit kreuzenden Wildspuren, Winkel und starker Wind von überall meistert er prima. Wer hätte noch vor einigen Monaten gedacht, dass unser „Augen-Hund“ so gerne konzentriert suchen mag! Als Belohnung für den Doppelten Rückruf oder nach dem Umorientieren von Hunden nimmt er die Suche super gerne an *freu* !

Vor einigen Monaten war das Thema „Spielen“ noch eine Art „Baustelle“. Mittlerweile kann ich sagen, haben die beiden diese so gut wie fertig gestellt 🙂 !

Weitere Bilder aus der Serie gibt es hier: http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631774343867/detail/

Tali am Rad laufen zu lassen war für uns lange Zeit nicht vorstellbar. Zu groß wäre die Gefahr gewesen, wenn er Wild in die Nase oder vor die Augen bekommen hätte. Aber mittlerweile hat auch das sich geändert und ein neues Projekt wurde gestartet.

Mein Papa möchte mit Tali keine Kilometer abreißen. Das fände Tali vermutlich auch ziemlich langweilig und mein Papa auch *g* . Aber im Wald die Möglichkeit zu haben, mit dem Rad mal hierhin und mal dorthin gemütlich zu Radeln und Orte anzufahren, um mit Tali an diesen ein wenig was zu machen, ist einfach nett.

Freilauf am Rad ist weniger das Problem. Spannend wird es mit der Leinenführigkeit. Aber mit Hilfe der intermediären Brücke klappte das in den paar Tagen schon ganz prima!

Und hier gibt es wieder weitere Rad-Bilder:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631773604860/detail/

Zum Abschluss gibt’s auch noch Bilder von Tali und mir 🙂 ! Was mich in dem Moment so gefreut hat, als die Bilderserie entstand, war das schöne Solitär-Spiel von Tali mit dem Gummi-Schlauch, in welches er mich immer wieder eingebunden hat.

Die ganze Bilderserie gibt es hier:

http://www.flickr.com/photos/kobukuro-/sets/72157631774508485/detail/

Weiter geht es morgen mit Zara’s Urlaubs-Bericht!

Herbstliches – Immer der Nase nach!

Der Herbst ist toll! Kühle, angenehme, herrlich duftende Luft.. Nebelschwaden…Wind… schöne Farben… ein tolles, warmes Licht, wenn die Sonne scheint… alles wird wieder ruhiger. Ich kann das so gut leiden!

Noch schöner ist es, wenn man so einen Tag komplett frei hat. So ein Tag war heute! Ich hatte nichts auf dem Zettel – gar nichts. Naja, ausser das meine Abwehrzellen sich anscheinend heftige Gefechte mit Eindringlingen liefern. Gar nichts ist auch in so fern nicht richtig, als das ich gaaaanz viel Zeit für Zara hatte!

Nachdem wir morgens im Dunkeln begonnend eine wunderschöne Runde in die Dämmerung hinein gegangen sind, gab es heute Nachmittag einen schönen Spaziergang durch den Wald und auf die Wiese. Beides waren „ohne-auf-die-Uhr-gucken-zu-müssen-Runden“! Sooo schön!

Einen Spaziergang beginnen wir immer mit einer kurze Baum-Meditation!

Plantschen im Bächlein…

Unterwegs haben wir auch ein paar Leichenteile gefunden:

Von Wald aus ging es rüber zur Wiese. Die kühle, etwas feuchte Luft eignet sich super für ein paar Suchaufgaben. Zara hatte so einen Spaß! Und manchmal schaut sie aus wie ein richtiger Jagdhund *lach* !

Zweite Runde 🙂 !

Warten zum Einläuten der dritten Runde. Die Augen und Nase zielgerichtet – die Ohren sind ganz „ohr“ und warten auf den Marker.

Gefundenes darf man auch gerne behalten 🙂 !

Mein Ömchen

Sie hat das so toll gemacht auf „ihrer“ Mäuse-Wiese mit dem doch recht hohen Gras. Daher durfte sie zum Abschluss auch noch einmal ihrem Hobby im Garten- und Landschaftsbau nachgehen 🙂 .

Zara auf der Jagd feat. das Easy Dogs Trainingstagebuch

Ich schreibe manchmal, dass ich mit Zara eigentlich keine Probleme aufgrund eines ausgeprägten Jagdverhaltens habe. Das ist nicht ganz richtig wenn man es genau nimmt. Hasen, Kaninchen, Rehe – alle diese Tiere können Zara direkt des Weges kreuzen. Zara schaut ihnen oft nur irritiert hinterher, da sie sie vielleicht gerade bei einer wichtigen Beschäftigung wie „an einem Grashalm-Schnüffeln“ gestört haben.

Aber da gibt es ja noch andere Tierchen, die kleinen, wuselnden…. Mäuse! Das Suchen nach Mäusen, das Finden, Buddeln, ggf. auch Fressen gehört natürlich zum Jagdverhalten. Neben Fressen (Futter/Kekse) ist die Suche nach Mäusen eigentlich Zara’s größtes Hobby. Ist man im Wald unterwegs, bräuchte man sich gar nicht groß von der Stelle bewegen. Zara könnte sich ohne Probleme Stunden in einem Mini-Gebiet aufhalten und nach Mäusen schnuppern! Hat sie ein gut duftendes Loch gefunden, buddelt sie gerne. Ob dort wirklich Mäuse sind oder nicht, scheint fast sekundär. Stimmt der Duft, wird gebuddelt. Mäuse fangen, fressen? Nicht wichtig.

Ihre Ansprechbarkeit und Kooperationsbereitschaft bei dem Geruch von Mäusen wird immer besser. Sie zeigt immer öfter „ihre“ Löcher an und fragt, ob sie Buddeln darf. Auch aus dem Buddeln selber lässt sie sich immer öfter „einfach“ herausrufen, ohne dass der Geschirrgriff zum Einsatz kommt. Zara darf nicht nicht längere Zeit am Stück buddeln, da dieses zu sehr auf ihren Spondylose-Rücken geht und sie danach ein paar Tage mit Schmerzen zu kämpfen hat.

Warum schreibe ich das eigentlich? Da ich heute testen wollte, ob Zara in einem Gebiet mit viel Mäuse-Stöberungs-Potential eine Freiverlorensuche hinbekommt mit einem Gegenstand, welchen wir zuvor nicht im Such-Repertoire hatten – im heutigem Fall das Easy Dogs Trainingstagebuch. TSCHAKKA! Sie konnte es! Ich hatte es nicht weit „versteckt“, es war auch relativ gut sichtbar, aber sie konnte sich auf die Suche einlassen *freu* !

So schaut Zara’s linkes Ohr im Übrigen immer aus, wenn sie lange sucht ❤ !

Und runtergestupst…

Da vielleicht jetzt nicht jeder weiß, was ein Easy Dogs Trainingstagebuch ist – in unserem Fall sogar die 3rd. Generation ^^ – hab ich gleich mal ein paar Bilder von unserem gemacht:

Wie ihr sehen könnt, bin ich etwas flexibel und halte mich manchmal weniger an die „Vorgaben“ – ich passe das Büchlein situativ meinen Bedürfnissen an und das kleine Ding macht prima mit 🙂 . Es hat sich zudem als sehr robust erwiesen, was deutlichen Pfoten-Einsatz angeht. Auch das feuchte Moos machte dem Büchlein kaum was aus. So wurde mein Freiverloren-Suche-Test-im-Mäuse-Gebiet mit einem für Zara eigentlich „unbekannten“ Gegenstand eine Art Outdoortest für dieses Trainingstagebuch 😀 .

Legende:

RZ: Reaktionszeit – B: Belohnung – DRR: Doppelter Rückruf – UOS: Umorientierungssignal

Ich notiere nicht alles, sondern picke mir bestimmte Dinge heraus, welche ich im Training intensivieren möchte. Dann aber auch Dinge, bei welchen mich Zara überrascht hat, besonders tolle Ereignisse oder oder oder!

Und die Zara? Sie hält jetzt ihren wohlverdienten Schlaf und träumt vermutlich von Mäusen…!

Kaschieren wir nur „Problemverhalten“?

Bei so manchem Beitrag in Foren und auch hier in den Kommentaren speziell zu Cesar Millan, bin ich dazu geneigt, ab und an die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen. Das ist noch nicht mal böse gemeint. Mir fällt es dann einfach schwer, die Gedankengänge der Personen nachzuvollziehen. Im Nachhinein bin ich dann doch oftmals dankbar, weil sie mich haben nachdenken lassen.

Kaschieren wir „Problemverhalten“ mit unserem Training? Diese Frage ist entstand in Anlehnung an einem Beitrag im Dogforum zum Thema „Zeigen und Benennen“, in welchem diese Worte benutzt wurden. Ich selber mag das Wort Problemverhalten nicht so sehr. Es gibt sie jedoch, die problematischen Situationen, welchen man im Alltag mit seinen Hunden begegnen kann.

„Zeigen und Benennen“ ist ein wichtiger Bestandteil unserer „Werkzeugkiste“ für das Training, welches ich von Dr. Ute Blaschke-Berthold lernen durfte. Was dieses Werkzeug im Einzelnen bedeutet, beschreibe ich an dieser Stelle nicht, da es liebe Menschen bereits getan haben:

Mirjam Aulbach – Click for Blick

Eva Zaugg – Zeigen und Benennen – Kommunikation mit dem Hund

Martina Schoppe – Zeigen und Benennen – wie Vokabellernen die Kommunikation verbessert

Ich kann schwer in Köpfe von Menschen hineinschauen. Daher möchte ich nicht versuchen, in bestimmte Aussagen allzu viel hinein zu interpretieren. Was Zara und Tali angeht kann ich jedoch mit Bestimmtheit sagen, dass gerade das Zeigen und Benennen die Hunde dazu veranlasst, sich mit Auslösern auseinander zu setzen und an und mit ihnen zu lernen.

Manche Missverständnisse rühren vielleicht daher, dass mittlerweile einige Hundemenschen dieses Werkzeug in ihr Training mit aufgenommen haben und noch am Anfang stehen. Trainiert man ohne Anleitung eines Trainers, welcher diese Trainingstechnik gelernt hat, können sich hier und da kleine Fehler einschleichen. Diese minimieren das Trainingsergebnis oder lassen den Hund noch erregter werden, sobald man eine Vokabel wie z.B. „Hund“ nennt.

Bitte denkt daran, dass ihr im Aufbau und der Anwendung dieses Werkzeugs unterscheiden solltet!

Im Aufbau gibt man das Markersignal, sobald der Hund den Auslöser entdeckt hat (Zeigen) und belohnt ihn dann. Hat man dieses mehrmals wiederholt, wird der Hund in Erwartung an das Markersignal beim Anblick dieses Auslösers sich leicht zu seiner Bezugsperson orientieren – z.B. durch eine leichte Kopfbewegung, das Zucken eines Ohres. Dieses wird dann markiert. Mit der folgenden Belohnung führt man den Hund mit der Belohnung in ein Alternativverhalten. Das ist die Stufe, in welcher mit der Benennung des Auslösers begonnen werden kann (Benennen). Benennt man zu früh, also in der Phase, in welcher der Hund noch sehr erregt ist, hat man mittels klassischer Konditionierung die Erregung mit dem Signal für den Auslöser verknüpft. Ist das passiert… shit happens! Die Deutsche Sprache hat so viele tolle Worte. Nehmt dann eine Neues!

Je nach Motivation des Hundes ist es erstrebenswert, wenn funktionale Verstärker (beispielsweise Distanz geben oder auch zum Auslöser hin gehen/pendeln) genutzt werden. Ein Keks als Verstärker für erwünschtes Verhalten ist in dem Rahmen, in dem Zeigen&Benennen angewandt wird, oftmals nicht ausreichend.

Was kann man mit Zeigen und Benennen erreichen, wenn man aus der Anfangsphase bei bestimmten Auslösern raus ist? Wie schaut es aus mit der Anwendung?

Bin ich mit Zara unterwegs schaue ich sehr genau hin, wozu sie in der Lage ist. Wo braucht sie wie meine Unterstützung, in welchen Momenten kann sie alternatives Verhalten schon von alleine anbieten, wenn sie einen Auslöser selber gefunden hat, welches ich dann verstärken kann. Oder hat sie sogar einen Auslöser wahrgenommen, hat sich ins Alternativverhalten gebracht und ich sehe, dass sie mit ihrer Entscheidung sehr glücklich ist und ich dann „nur“ noch ein verbales Lob hinter schicke. Es kommt mittlerweile immer häufiger vor, dass wenn ich mit Zara durch die Straßen gehe und sie einen Hund auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickt, die beiden sich kurz Anschauen, Zara sich abwendet und schnüffelnd weiter trottet. Da lobe ich sogar teilweise nicht mehr verbal, sondern lächel vor mich hin. Sollte Zara mich anschauen, wird sie dieses Lächeln verstehen!

Fragen nach einem Auslöser tue ich, wenn ich mir sicher bin, dass Zara ihn nicht wahrnehmen könnte und sich erschrecken wird, oder wenn sie was entdeckt hat und es nicht einordnen kann. Bei letzterem senkt dann das Signal für das Etwas deutlich das Erregungsniveau und ich warte dann oftmals auf ihr Alternativverhalten. Hinschauen lasse ich auch, wenn sie eigentlich nicht hinschauen möchte und den Auslöser meidet. Ich möchte nicht, dass sie Dinge meidet. Meidet/ignoriert sie Auslöser weiß ich, dass ihr etwas nicht behagt. Hat sie hingeschaut, sich mit dem Ding/Person/Tier auseinandergesetzt, ist es für sie dann ok! Sie konnte lernen!

Bei Tali entwickelt es sich in vielen Bereichen sehr ähnlich. Das Anzeigen von Hunden nutzen wir bei ihm jedoch häufig als Belohnung. Tali möchte ja Kontakt zu anderen Hunden. Dieses ist jedoch aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Anstatt ihn im Fuß an anderen Hunden vorbei zu führen, möglichst noch ohne Blickkontakt zum Auslöser – ich schreibe das hier jetzt so, da ich diesen Wunsch von vielen Menschen lese – darf er, nachdem er ein Alternativverhalten angeboten hat, gerne wieder hinschauen! Noch toller für ihn ist es, wenn der dort schnüffeln darf, wo sich der Artgenosse befunden hat.

Im Wald ist „Zeigen und Benennen“ in so fern praktisch, als dass wir:

a) „Bambi gucken“, „Häschen gucken“ als Belohnung einsetzten können

b) Tali fragen, wo ist das XY? Schaut er in den Wald, schnuppert hinein und schaut uns danach mit fragenden Augen an, ist es eine wertvolle Information für uns. Das Gebiet für ihn „wildfrei“, er hat nichts gefunden und somit darf er gerne offline des Weges ziehen.

Ein Punkt bezieht sich auf beide Hunde, unabhängig von der Örtlichkeit. Als Mensch ist man dazu geneigt, auch nicht immer die volle Aufmerksamkeit auf den Hund und auf die Umwelt zu haben. Mir ist es nicht möglich! Es gibt sie, die Momente, in denen ich vor mich hin träume, in denen meine Augen am Hinterkopf nicht funktionieren oder mir der Wind mein Gehör irritiert. Gut, wenn die Hunde dann für einen aufpassen!

Stehe ich irgendwo dumm rum und genieße die Aussicht, weiß ich, wenn Zara mir mit der Pfote auf den rechten Fuß tippt oder meine Handfläche zum Anstubsen sucht, dass sie mir sagen möchte – Mama, ich hab ‘nen Hund gesehen!

Trödel ich träumend mit Tali durch den Wald, beobachte vielleicht noch das rege Treiben der Tierchen zwischen den Blättern auf dem Boden, bin ich sehr dankbar, wenn Tali stehenbleibt und geduldig in Richtung Rehe schaut, bis mein Gehirn mir funkt – Tali hat was gefunden!

Mit dieser Art des Trainings wird eben nicht nur das Schauen verstärkt, sondern auch das stehenbleiben.

Jeder mag jetzt selber darüber nachdenken, ob problematisches Verhalten nur kaschiert wird.

Viele Menschen wünschen sich einen Hund, welcher sich in unserer Umwelt trotz all ihrer Reize, welche sie für ihn parat hält, auf Basis unserer Vorstellungen am besten zu mehr als 100% angepasst verhält. Ein Hund jedoch kann sich nur so verhalten, wie es seine Genetik und sein bisher Erlerntes es zulassen! Je nach Konstellation von Mensch, Hund und Umwelt stellt das einen vor größere Herausforderungen im Training. Selbst ich als Mensch komme nicht auf 100%!

Veränderung von Verhalten braucht Zeit. Das merke ich täglich an mir selber. Je stärker ich emotional in eine Sache verwickelt bin, desto schwerer fällt es mir, mich in meinem Verhalten umzustellen. Dieses gestehe ich meinen Hunden ebenso zu! Sie bekommen alle Zeit, die sie zum Lernen brauchen. Wir trainieren weiter, von einer Etappe zur nächsten. Wohin die Reise führen wird? Ich weiß es nicht. Manchmal denke ich, das Potenzial der Hunde ist nun fast erschöpft und  dann erstaunen sie mich wieder. Und mittlerweile weiß ich, dass da noch sehr viel mehr gehen wird. Ich freue mich auf unsere weitere gemeinsame Reise!

https://vimeo.com/44919610