Zuki an den Schafen

Ich wurde via Mail von einer Blogleserin, die das „Zuki und die Schafe“-Video entdeckt hatte gebeten, ein paar weitere Aufnahmen von Zuki und den Schafen zu machen, sollten wir ihnen wieder begegnen und auch ein bisschen mehr drüber zu schreiben.

Heute war es soweit, wir trafen die Schafe wieder.

Sonntagmorgen, Regen, Clicker und Spielsachen zu Hause liegen lassen und Zuki’s Lieblingskekse nicht eingesteckt, Taschen fast leer – das kann ja heiter werden!

Scherz, alles halb so schlimm.

Zuki reagiert auf Nutztiere deutlich anders als auf Wild – egal ob Schafe, Rinder oder Pferde (mit Schweinen haben wir bisher keine Bekanntschaft machen dürfen). Alle drei haben gemein, dass sie für Zuki ein bisschen unheimlich sind. Wild war es von Anfang an nicht. Den Geruch von Nutztieren findet sie kaum spannend, außer, dass die Hinterlassenschaften lecker schmecken könnten – Wildgeruch ist toll!

Nutztiere reagieren schon anders als das Reh oder der Hase im Wald – speziell Schafe und Kühe. Von Schafen wird man angeschaut, man kann auf ein paar Meter ran, manchmal stampfen sie mit dem Beinen auf, formieren sich in Gruppen und richten sich frontal aus – und – sie laufen plötzlich auch mal weg, oder auch mal auf einen zu.

Zuki würde schnell herausfinden, wie man sich mit diesen Tierchen vergnügen kann, aber wie das Wild, gehören auch die Schafe und andere Tiere zu unserer Umwelt. Drum nutze ich die Schafe auch nicht zum „Hütetraining“ und lasse Zuki kontrolliert hetzen.

Hütetraining empfinde ich als schwieriges Thema, denn in meinen Augen wird teils weniger Rücksicht auf die Schafe genommen. An dieser Stelle möchte ich eine sehr nette, kompetente und engagierte Trainerkollegin nennen, die Petra Elsbeck-Möller http://herrchenundfrauchen.de/ . Sie trainiert selbst die Schafe für den Einsatz und wechselt die Gruppen, damit sie nicht überfordert werden.

Mein Anliegen ist es, Zuki sicher und relativ entspannt durch die Herde zu führen und die Herde selber nicht zu sehr in Bewegung zu bringen – daher sind Rennspiele und Spielzeuge problematisch im Einsatz.

Ich hab versucht ein „Scan“ abzufragen (Kontext bisher nur Wild im Wald), Zuki zeigt es auch wie man sieht, nur sah es heute an den Schafen anders aus als am Wild. Ich fand es spannend zu sehen, was die Maus daraus gemacht hat.

Zum Ende hin wird es bei Zuki mit der Impulskontrolle schwer, aber sie ist soooo gut! Kurz danach war auch alles vorbei und es gab eine fast zweistündige Offline-Strandrunde.

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Auf dem Rückweg mussten wir wieder durch die Schafe. Aufgrund des langen Spaziergangs wollte ich jedoch mit meiner vollen Aufmerksamkeit bei Zuki ein. Mit Kamera reagiere ich doch anders, als ich es ohne getan hätte. Aber auch den Rückweg hat sie prima gemeistert.

So, hier geht es jetzt zum Video von heute:

Und das ist das erste Video, welches ich aufgenommen hatte:

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Inhalationstherapie beim Hund | Anwendung der intermediären Brücke zum Aufbau der Therapie mit inhalativen Glukokortikoiden.

Emma, die Hündin einer lieben und kompetenten Trainerkollegin, hat seit kurzer Zeit die Diagnose chronische Bronchitis. Danke liebe Annette, dass ich euer Training hier teilen darf!

665741_262584580435767_3190840_o(Foto: Annette Klemm)

Die Therapie mit inhalativen Medikamenten soll Emma helfen, wieder belastbarer zu werden. Sie soll 15 Atemzüge an dem Spaceinhaler nehmen. Vor ein paar Tagen wurde angefangen, Emma mit dem AeroDawk vertraut zu machen. Mittels intermediärer Brücke klappte ein rasanter Aufbau.

Aufbau:

Zuerst wurde Das AeroDawk als Nasentarget aufgebaut und parallel dazu der Geruch des Salbutamols mit „Gutem“ verknüpft. Danach wurde das Andocken der Nase in der Maske trainiert.

Im weiteren Verlauf war das Schwierigste, das richtige Timing zu finden, um in der Einatemphase zu markern. Diese Phase ist jedoch durch das grüne Ventil gut zu sehen.

Annette wechselt von der intermediären Brücke „takataka“ zum Zählen, da „takaka“ bei Emma sehr mit einer Aktion verbunden ist und weniger mit dem Aushalten. Emma wirkte angespannt. Beim Zählen wurde sie ruhiger.

Inhalieren ist für mich schon ein Graus. Ich finde es unglaublich, wie Emma es macht! Liebe Annette, was für ein Glück, dass Emma euch hat!

Ich danke euch beiden sehr für dieses tolle und eindrückliche Training! Für mich ist es ein sehr wertvolles Video. Das Training mit Markersignalen ist so mächtig – Kooperation und Vertrauen zwischen Mensch und Hund.

Kleine Emma, dir weiterhin gute Besserung! Gemeinsam schafft ihr das!

In die Füße beißen weggeclickert? | Gastbeitrag von Gerd Schreiber

Ich schätze die Zusammenarbeit mit Trainerkollegen sehr – egal ob im privaten Austausch, auf Seminaren, Supervisionen des eigenen Trainings oder durch persönliche Berichte.

Daher freue mich mich sehr, dass ich diesen Einblick hier veröffentlichen darf.

„In die Füße beißen weggeclickert?“ von Gerd Schreiber, Hundeschule SAGESCH in Artlenburg bei Lüneburg.

Fly

Unser Pflegehund Fly kam im März 2012 zu uns. Konflikte mit unseren Hunden waren recht selten und wenn sie auftauchten, hauptsächlich dann, wenn Fly sehr aufgeregt war/ist und anfängt zu kreiseln, sind sie dank meiner beiden „saucoolen“ Fellnasen auch schnell wieder beigelegt. Spike und Snow deeskalieren sooo toll und wenn sie mal „Gegenhalten“ machen sie das so subtil und Fly kann sich immer besser und immer ruhiger aus der Affäre ziehen… Aber das soll nicht das Thema sein.

Die ersten Monate waren recht unauffällig, die bekannten Baustellen, Angst vor allem und jeden haben wir recht schnell in den Griff bekommen, sie wurde mutiger und immer stabiler .Im Sommer kann es dann zu dem „Vorfall“. Es war ein ziemlich warmer Tag, ich glaube im August, also ca. 5 Monate nach ihrem Einzug bei uns.

Fly

Baustellen

Im allgemeinen können wir davon ausgehen, dass sich das Verhalten eines Hundes, welcher ein neues zu Hause bekommt sich in den ersten 3-6 Monaten nochmal ändert. Baustellen können von selbst verschwinden, neue Baustellen können aus heiterem Himmel auftauchen und uns vor vollendeten Tatsachen stellen. Ersteres können wir damit erklären, dass der Stresslevel im Laufe der Zeit sinkt und entsprechend sich auch die Verhaltensreaktionen verändern, so können sich Angstreaktionen bei geringerem Erregungs/Stresslevel stark verringert und teilweise gänzlich unterhalb einer Reizschwelle bleiben, bei der wir eine Verhaltensreaktion wahrnehmen können.

Das plötzlich Baustellen aufgehen passiert, wenn Angst verschwindet. Angst hemmt Verhalten und so wie wir in neuen Situationen, neue Schule, neuer Sportverein, neues Lebenumfeld zunächst tiefstapeln, neigen auch Hunde dazu, Baustellen zunächst „bedeckt“ zu halten. Dieses geschieht natürlich nicht willentlich, sondern ist ein Phänomen, welches durch das Wechselspiel aus Individuum, Umwelt und Genetik entsteht.

Schnappen

Wir waren an der Elbe spazieren, mit allen drei Hunden. Sie liefen ausgelassen, liefen ins Wasser und genossen den Spaziergang. Als wir auf dem Weg wieder zum Auto waren, hörte ich Fly von hinten anrennen. Durch ihre Behinderung ist der Gang deutlich von den anderen Hunden zu unterscheiden. Aber anstatt, dass sie, wie gewohnt, an mir vorbei lief, kam sie von hinten und schnappte mir in den linken Knöchel. Da ich nur in Shorts und Turnschuhen unterwegs war, tat es schon ziemlich weh, ohne dass die kleine Attacke aber Spuren hinterließ. Ein Schimpfwort mit A und einem Loch konnte ich mir in diesem Moment nicht verkneifen, dabei blieb es allerdings 🙂 .

Bei Fly allerdings nicht und sie suchte immer wieder Kontakt mit meinem Bein. Ich markierte die Bewegung zu mir sofort an belohnte von mir abgewandt mit Futter, was aber immer nur für wenige Meter anhielt. Ich suchte einen Stock, fand einen kleinen Ast, markierte und gab ihr diesen. Der kleine Ast wurde in ziemlich kurzer Zeit zerschreddert. Durch das Anleinen wurde es etwas besser, aber sie schnappte dann vermehrt in Richtung der anderen beiden Hunden. Dann hatten wir das Auto erreicht. Unser Entspannungssignal war hier zwar kurzzeit nützlich, aber es fehlten einfach die Alternativen…

Was war passiert?

Wir hatten eine neue Baustelle 🙂 .

Durch das Laufen mit den anderen beiden Hunden, das Spielen am Wasser war das Erregungsniveau über einen gewissen Punkt gestiegen, das dieses Verhalten auslöste. Da sie ein Hütehundmix ist, verwundert es mich jetzt nicht so sehr. Häufig beobachten wir dieses Verhalten. Die Bewegung der Füße löst Schnappen aus. Ich gehe sehr stark davon aus, dass Fly dieses Verhalten bereits in ihrem frühren Leben gezeigt hat und es wahrscheinlich stark gehemmt wurde… Wie auch immer…Wann immer sie in der folgenden Zeit in dieses Verhalten kam, markierte ich die Annäherung an meine Füsse und belohnt mit Futter weg von mir, oder warf einen Gegenstand nach links vorne, den sie dann tragen konnte.

Hatte sie etwas in den Fang, war der Spuk vorbei, sie hatte ein Alternative. Ich muß dazu sagen, dass dieses Verhalten nur ausgelöst wurde, wenn ich mit allen drei Hunden im Freilauf unterwegs war und dann nach ca. 10 Minuten. Immer wieder wurde die Annäherung markiert und nach aussen wegbelohnt. Nach einiger Zeit, allerings recht wenigen Übunsgminuten, ich ging vielleicht 2-3 Mal die Woche mit allen dreien, ansonsten einzeln oder mit zweien und dann dauerte die Sache immer nur wenige Minuten, kamen wir an einen Punkt, an dem sie mich kurz vor der „Attacke“ erwartungsvoll ansah, dieses wurde natürlich markiert und da die Belohnung ja immer links vorne kam ging sie ohne schnappen nach vorne.

Veränderung im Timing

Nun wurde das Timing verändert. Nicht mehr die Ännäherung wurde markiert, sondern der Blick zu mir oder der erste Schritt weg von mir. Ich hatte eine Verhaltenskette gebaut, ich war im Spiel, Strike!!!

Dann kam ein weiteres Brückensignal ins Spiel, ein tertiärer Verstärker, die iB. Sie näherte sich an, schaut mich an, die iB setze ein (taka taka taka) sie ging nach aussen weg, Marker und Belohnung weg von mir. Dann blieb ich mal kurz stehen, sagte: komm, wir gehen weiter, iB, wenn sie weiterging, Marker und Belohnung. So kamen wir recht gut über die Runden und ihre „Ausraster“ wurden immer kürzer. Oft kam sie nur noch einmal während des Spazierganges zum mir und suchte den innigen Kontakt…

Die Sache mit der Impulskontrolle

Natürlich klappte es nicht immer so gut und einmal, ja ich gebe es zu, habe ich sie echt angeschissen… Es war kalt, meine Füsse kalt, die Hände kalt, der Trainingstag lang und anstregend. Dann noch „eben“ eine Runde mit allen Dreien… Kein Spielzeug dabei, kaum noch Futter…

In dem Moment, wo ich sie angeschrien habe, wußte ich, das es Mist war, aber ich war einfach schlecht drauf und habe soviele Fehler gemacht! Ihr Verhalten aber war verschwunden. Zwei Wochen lang konnte ich mit allen Dreien spazieren gehen und es gab keine Attacke. Ich hatte das Verhalten bestraft… ich hatte es gehemmt, gedeckelt, so, wie es vielleicht vor mir schon jemand gehemmt hatte.

Fly

Angst hemmt Verhalten!!!

Dann kam das Verhalten wieder. Häufiger und intensiver als zuvor… Das war es, was ich in dem Moment wußte, als ich die Nerven verlor… Herzlichen Glückwunsch…How ever, wir haben mit dem Training weitergemacht wie bisher.

Alternativen durch Verhaltensketten

Heute ist es mir zum wiederholten Male passiert, dass ich über eine Stunde mit allen Hunden unterwegs war und es keine Attacke gab. Sie hat ausgelöst, keine Frage, nur es sah anders aus 🙂 . Sie kam an, schnaufte kurz und ging, ohne das ich was sagen mußte nach links vorne weg an den Wegesrand und schnüffelte dort :D. Dieses zeigt sie seit ca. 2 Wochen regelmäßig, ohne das ich was sagen muß.

Teilweise, wenn sie zu erregt ist, muß ich nochmal kurz sagen, wir gehen weiter, dann geht sie nach links weg und ich markiere, wenn sie am Wegesrand ist und belohne entweder mit Futter oder mit dem Signal zum Schnüffeln. Von einem ehemals emotionalen, refelxiven Verhalten, ist ein besonnenes Alternativverhalten geworden.

Und das geile an der Sache ist, dass sie es immer öfter von ganz alleine zeigen kann… es haben sich Verhaltenketten gebildet!

Das Arbeiten mit Markersignalen ist ein wertvolle Werkzeug, welches sehr schonend, und zielführend eingesetzt werden kann und es dem Individuum ermöglicht, Alternativen zu entwickeln und diese dann situativ zeigen kann. Und es verzeiht Fehler, die leider immer wieder passieren, besser als jedes andere System!

Das Video ist Mitte Januar entstanden und zeigt die Mittelphase des Trainings. Ich denke, man kann recht gut die Problematik, aber auch die Lösung sehen. Ich versuche die Tage mal das aktuelle Verhalten einzufangen.

Kaschieren wir nur „Problemverhalten“?

Bei so manchem Beitrag in Foren und auch hier in den Kommentaren speziell zu Cesar Millan, bin ich dazu geneigt, ab und an die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen. Das ist noch nicht mal böse gemeint. Mir fällt es dann einfach schwer, die Gedankengänge der Personen nachzuvollziehen. Im Nachhinein bin ich dann doch oftmals dankbar, weil sie mich haben nachdenken lassen.

Kaschieren wir „Problemverhalten“ mit unserem Training? Diese Frage ist entstand in Anlehnung an einem Beitrag im Dogforum zum Thema „Zeigen und Benennen“, in welchem diese Worte benutzt wurden. Ich selber mag das Wort Problemverhalten nicht so sehr. Es gibt sie jedoch, die problematischen Situationen, welchen man im Alltag mit seinen Hunden begegnen kann.

„Zeigen und Benennen“ ist ein wichtiger Bestandteil unserer „Werkzeugkiste“ für das Training, welches ich von Dr. Ute Blaschke-Berthold lernen durfte. Was dieses Werkzeug im Einzelnen bedeutet, beschreibe ich an dieser Stelle nicht, da es liebe Menschen bereits getan haben:

Mirjam Aulbach – Click for Blick

Eva Zaugg – Zeigen und Benennen – Kommunikation mit dem Hund

Martina Schoppe – Zeigen und Benennen – wie Vokabellernen die Kommunikation verbessert

Ich kann schwer in Köpfe von Menschen hineinschauen. Daher möchte ich nicht versuchen, in bestimmte Aussagen allzu viel hinein zu interpretieren. Was Zara und Tali angeht kann ich jedoch mit Bestimmtheit sagen, dass gerade das Zeigen und Benennen die Hunde dazu veranlasst, sich mit Auslösern auseinander zu setzen und an und mit ihnen zu lernen.

Manche Missverständnisse rühren vielleicht daher, dass mittlerweile einige Hundemenschen dieses Werkzeug in ihr Training mit aufgenommen haben und noch am Anfang stehen. Trainiert man ohne Anleitung eines Trainers, welcher diese Trainingstechnik gelernt hat, können sich hier und da kleine Fehler einschleichen. Diese minimieren das Trainingsergebnis oder lassen den Hund noch erregter werden, sobald man eine Vokabel wie z.B. „Hund“ nennt.

Bitte denkt daran, dass ihr im Aufbau und der Anwendung dieses Werkzeugs unterscheiden solltet!

Im Aufbau gibt man das Markersignal, sobald der Hund den Auslöser entdeckt hat (Zeigen) und belohnt ihn dann. Hat man dieses mehrmals wiederholt, wird der Hund in Erwartung an das Markersignal beim Anblick dieses Auslösers sich leicht zu seiner Bezugsperson orientieren – z.B. durch eine leichte Kopfbewegung, das Zucken eines Ohres. Dieses wird dann markiert. Mit der folgenden Belohnung führt man den Hund mit der Belohnung in ein Alternativverhalten. Das ist die Stufe, in welcher mit der Benennung des Auslösers begonnen werden kann (Benennen). Benennt man zu früh, also in der Phase, in welcher der Hund noch sehr erregt ist, hat man mittels klassischer Konditionierung die Erregung mit dem Signal für den Auslöser verknüpft. Ist das passiert… shit happens! Die Deutsche Sprache hat so viele tolle Worte. Nehmt dann eine Neues!

Je nach Motivation des Hundes ist es erstrebenswert, wenn funktionale Verstärker (beispielsweise Distanz geben oder auch zum Auslöser hin gehen/pendeln) genutzt werden. Ein Keks als Verstärker für erwünschtes Verhalten ist in dem Rahmen, in dem Zeigen&Benennen angewandt wird, oftmals nicht ausreichend.

Was kann man mit Zeigen und Benennen erreichen, wenn man aus der Anfangsphase bei bestimmten Auslösern raus ist? Wie schaut es aus mit der Anwendung?

Bin ich mit Zara unterwegs schaue ich sehr genau hin, wozu sie in der Lage ist. Wo braucht sie wie meine Unterstützung, in welchen Momenten kann sie alternatives Verhalten schon von alleine anbieten, wenn sie einen Auslöser selber gefunden hat, welches ich dann verstärken kann. Oder hat sie sogar einen Auslöser wahrgenommen, hat sich ins Alternativverhalten gebracht und ich sehe, dass sie mit ihrer Entscheidung sehr glücklich ist und ich dann „nur“ noch ein verbales Lob hinter schicke. Es kommt mittlerweile immer häufiger vor, dass wenn ich mit Zara durch die Straßen gehe und sie einen Hund auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblickt, die beiden sich kurz Anschauen, Zara sich abwendet und schnüffelnd weiter trottet. Da lobe ich sogar teilweise nicht mehr verbal, sondern lächel vor mich hin. Sollte Zara mich anschauen, wird sie dieses Lächeln verstehen!

Fragen nach einem Auslöser tue ich, wenn ich mir sicher bin, dass Zara ihn nicht wahrnehmen könnte und sich erschrecken wird, oder wenn sie was entdeckt hat und es nicht einordnen kann. Bei letzterem senkt dann das Signal für das Etwas deutlich das Erregungsniveau und ich warte dann oftmals auf ihr Alternativverhalten. Hinschauen lasse ich auch, wenn sie eigentlich nicht hinschauen möchte und den Auslöser meidet. Ich möchte nicht, dass sie Dinge meidet. Meidet/ignoriert sie Auslöser weiß ich, dass ihr etwas nicht behagt. Hat sie hingeschaut, sich mit dem Ding/Person/Tier auseinandergesetzt, ist es für sie dann ok! Sie konnte lernen!

Bei Tali entwickelt es sich in vielen Bereichen sehr ähnlich. Das Anzeigen von Hunden nutzen wir bei ihm jedoch häufig als Belohnung. Tali möchte ja Kontakt zu anderen Hunden. Dieses ist jedoch aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Anstatt ihn im Fuß an anderen Hunden vorbei zu führen, möglichst noch ohne Blickkontakt zum Auslöser – ich schreibe das hier jetzt so, da ich diesen Wunsch von vielen Menschen lese – darf er, nachdem er ein Alternativverhalten angeboten hat, gerne wieder hinschauen! Noch toller für ihn ist es, wenn der dort schnüffeln darf, wo sich der Artgenosse befunden hat.

Im Wald ist „Zeigen und Benennen“ in so fern praktisch, als dass wir:

a) „Bambi gucken“, „Häschen gucken“ als Belohnung einsetzten können

b) Tali fragen, wo ist das XY? Schaut er in den Wald, schnuppert hinein und schaut uns danach mit fragenden Augen an, ist es eine wertvolle Information für uns. Das Gebiet für ihn „wildfrei“, er hat nichts gefunden und somit darf er gerne offline des Weges ziehen.

Ein Punkt bezieht sich auf beide Hunde, unabhängig von der Örtlichkeit. Als Mensch ist man dazu geneigt, auch nicht immer die volle Aufmerksamkeit auf den Hund und auf die Umwelt zu haben. Mir ist es nicht möglich! Es gibt sie, die Momente, in denen ich vor mich hin träume, in denen meine Augen am Hinterkopf nicht funktionieren oder mir der Wind mein Gehör irritiert. Gut, wenn die Hunde dann für einen aufpassen!

Stehe ich irgendwo dumm rum und genieße die Aussicht, weiß ich, wenn Zara mir mit der Pfote auf den rechten Fuß tippt oder meine Handfläche zum Anstubsen sucht, dass sie mir sagen möchte – Mama, ich hab ‘nen Hund gesehen!

Trödel ich träumend mit Tali durch den Wald, beobachte vielleicht noch das rege Treiben der Tierchen zwischen den Blättern auf dem Boden, bin ich sehr dankbar, wenn Tali stehenbleibt und geduldig in Richtung Rehe schaut, bis mein Gehirn mir funkt – Tali hat was gefunden!

Mit dieser Art des Trainings wird eben nicht nur das Schauen verstärkt, sondern auch das stehenbleiben.

Jeder mag jetzt selber darüber nachdenken, ob problematisches Verhalten nur kaschiert wird.

Viele Menschen wünschen sich einen Hund, welcher sich in unserer Umwelt trotz all ihrer Reize, welche sie für ihn parat hält, auf Basis unserer Vorstellungen am besten zu mehr als 100% angepasst verhält. Ein Hund jedoch kann sich nur so verhalten, wie es seine Genetik und sein bisher Erlerntes es zulassen! Je nach Konstellation von Mensch, Hund und Umwelt stellt das einen vor größere Herausforderungen im Training. Selbst ich als Mensch komme nicht auf 100%!

Veränderung von Verhalten braucht Zeit. Das merke ich täglich an mir selber. Je stärker ich emotional in eine Sache verwickelt bin, desto schwerer fällt es mir, mich in meinem Verhalten umzustellen. Dieses gestehe ich meinen Hunden ebenso zu! Sie bekommen alle Zeit, die sie zum Lernen brauchen. Wir trainieren weiter, von einer Etappe zur nächsten. Wohin die Reise führen wird? Ich weiß es nicht. Manchmal denke ich, das Potenzial der Hunde ist nun fast erschöpft und  dann erstaunen sie mich wieder. Und mittlerweile weiß ich, dass da noch sehr viel mehr gehen wird. Ich freue mich auf unsere weitere gemeinsame Reise!

https://vimeo.com/44919610

Das bin ich, das sind wir! Zu verbergen haben wir…. nichts.

In einem Hundeforum zum Thema „Geschirrgriff“ wurde sich teilweise sehr kritisch darüber geäußert. Auch zu unserem Zusammenschnitt von Geschirrgriffen in Anwendung:

https://umtali.wordpress.com/2011/12/23/verhaltensunterbrechung-mit-dem-geschirrgriff/ .

Ja, der Geschirrgriff enthält, wie bereits im Artikel beschrieben, die negative Komponente der körperlichen Einschränkung, daher wird dieser Punkt mit Belohnungen im Aufbau gegenkonditioniert. Das ist mit Verlaub etwas anderes, als wenn ich zur Verhaltensunterbrechung einen Negativmarker gebe und dem Hund einen aversiven Reiz wie Wasserspritzen, Lendenkneifen etc.  zukommen lasse. Dieser Reiz wird im Aufbau nicht gegenkonditioniert und soll direkt wirken. Berichtigt mich, wenn ich falsch liege.

Das Video selber entstand ursprünglich auf einer Anfrage einer lieben Trainer-Kollegin, welche nach Videos fragte, in denen man den Geschirrgriff bei einem „großen Hund in Action“ in Anwendung sehen könnte. So schnibbelte ich ein paar Szenen aus Videos zusammen. Aus dem Zusammenhang genommen wirken sie recht dramatisch – fast wie im Fernsehen – „Tali, the Red-Zone-Dog“ oder so ^^ .

Tali hatte viele Baustellen und mein Papa hat mit ihm erst im Frühjahr letzten Jahres komplett einen anderen Weg im Training eingeschlagen. Diverse aversive Trainingsmethoden hatten deren Beziehung über die Jahre nicht gut getan.

Ich habe mit Tali ab und an seit 2008 trainiert, aber ich sehe ihn einfach zu selten, um wirklich Fortschritte zu erreichen. Nachdem mein Papa sich richtig drauf eingelassen hatte und intensiv mit Markersignalen und Belohnungen trainierte (seit 2008 hatte er natürlich das eine oder andere von mir bereits übernommen gehabt), war deren Erfolg in kurzer Zeit in meinen Augen unglaublich. Er musste viel lernen, Tali musste viel lernen und lernen braucht Zeit. Diese haben sie sich genommen. So, dass beide lernen konnten und sich nicht überforderten.

Vor kurzem hatte ich mir Tali geschnappt, um mal wieder selber einen Spazi mit ihm zu machen. So schaut das jetzt aus:

(die Leerclicks sind keine, nur mein stimmliches Lob hört man durch den Wind nicht) und so in der Trainingsgruppe:

Bevor jetzt jemand schreit, aber die Hunde in einer Trainingsgruppe „kennt“ Tali ja alle – 1) das stimmt nicht, wir haben regelmäßig Neuzugänge 2) Tali ist offline sehr verträglich. Sein größtes Problem war der enorme Frust durch die Einschränkung der Leine bei Hundsichtung – egal wie weit weg sie waren und ob er die Hunde kannte oder nicht. Frustration und Aggression liegen eng beieinander.

Ich dokumentiere gerne unser Training, auch das mit Zara. Wir haben nichts zu verbergen. Das bin ich, das sind wir. Manches läuft super, manchmal denkt man – mensch, wo hattest du deinen Kopp eigentlich gerade. Auch Hundetrainer/Innen sind nicht perfekt. Aber so ist das. Nichts geschönt, hindrapiert – real life training 🙂 .

Wem es nicht gefällt, muss sich keine Anregungen davon holen. Niemand wird zu etwas gezwungen, auch nicht zum Artikellesen und Videosanschauen. Wer interessante Alternativen auf Video von seinem Training hat, darf diese aber ebenfalls gerne teilen!

Ich möchte diesen Artikel mit folgendem Zitat von Dr. Ute Blaschke-Berthold schließen:

„Dir ist der Weg des Lernens egal, weil nur das Ziel zählt? Der Weg ist mindestens so wichtig wie das Ziel, denn es ist der Lernprozess, der das Gehirn verändert!“

CC-Trainingsgruppentreffen Hamburg – Mai 2012

Gestern trafen wir uns in sehr kleiner Gruppe. Frühlingszeit ist Seminarzeit, weswegen einige Teams anderweitig unterwegs waren. Ich empfand die kleine Gruppe als sehr angenehm, da ich meine Aufmerksamkeit besser einteilen konnte.

Mit Zara war alles ziemlich entspannt. Ihr Stresslevel war natürlich höher als täten wir alleine im Wald unterwegs sein, aber ich merke, wie sicher sie im Umgang mit anderen Hunden geworden ist. Amira „kennt“ Zara ja mittlerweile von einigen Treffen und den Balu seit kurzem. Zara kann sich Zeit nehmen die beiden anzuschauen, die Situationen einzuschätzen  auch wenns enger ist und adäquat eigenständig zu reagieren. Merke ich, dass sie sich unsicher ist, helfe ich ihr. Es freut mich so sehr, dass mein Ömchen das wieder lernen konnte 🙂 !

Tali und Amira waren toll. Sie haben bereits einmal sehr schön miteinander gespielt. Für Tali eine echte Herausforderung,  zu Anfang des Spazierganges nicht gleich wieder Kontakt zu seiner Herzensdame aufnehmen zu dürfen. Vor einem Jahr waren solche Situationen sehr schwer für ihn zu ertragen und er stand laut, frustiert und springend in der Leine. Da ich mit Zara nach den beiden gestartet bin, habe ich die ersten Szenen in demVideo nicht wirklich live mitbekommen. Als ich sie sah war ich erstaunt, wie super die beiden es gemanaged haben! Amira erträgt es nicht, wenn andere Hunde zu schnell zu dicht kommen. Sie braucht Zeit.

Balu und Amira trafen gestern das erste Mal aufeinander. Einmal war es für Amira einen Tick zu dicht und der Blick von Balu einen Moment zu lang.  Beide Teams haben super darauf reagiert, wussten danach die Lage besser einzuschätzen und es blieb bei diesem einen leichten Anraunzer. Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit solchen Momenten umgehen kann. Im weiteren Verlauf des Spazierganges waren auch bei den beiden deutlich nähere Distanzen möglich.

Und nun genug geschreibselt 😀 !

Tali’s Vlog Mai ’12: Spazi in Heiligenhafen

Im letzten Blog-Eintrag erwähnte ich bereits, dass Spaziergänge mit Tali für mich teilweise alles andere als entspannend waren. Das lag weniger an Hibbel-Habbel-Tali, welcher links, rechts, vor, zurück in  die Leine sprang, sondern an der Tatsache, dass ich gegen seine 50kg wenig entgegen zusetzen hatte. Bei Hund-Hund-Begegnungen brauchte ich alle Kraft, um mich nicht mitziehen zu lassen, wenn seine Massen in Bewegung waren.

Die Zeiten haben sich gründlich geändert… Sehr.

Tali’s Vlog April ’12: Komisch, wo sind denn die Bambis heute hin? – Ups….!

Mittlerweile ist die Zeit für einen gemeinsamen Spaziergang recht knapp geworden. Heute Vormittag hatte es geklappt, die Sonne schien und wir tapften los in den Wald.

Tali zeigte uns keine Rehe an und mein Papa sagte noch: komisch heute, oder Tali?

Hunde bespaßen, Mäuse suchen, das Lauerspiel bei Tali optimieren, die Sonne genießen und Witze darüber machen, dass bestimmt gleich was Spannendes passieren wird, wo wir gerade so am „vor uns hin träumen“ waren.

Wirklich kaum ausgesprochn, riss es Tali an der Schlepp nach rechts. Er wird die Bambis vorher angezeigt haben, darin ist er sehr sicher. Aber wir waren mit den Gedanken zwar beim Thema, aber woanders 😀 !

Er sprang in die Schlepp, die Rehe 30-40m entfernt, schauten rüber.

Mein Gehirn meldete sich – Nicole, Nicole, Nicole…. die Kamera, die Kamera, die Kamera! Bin ich froh, dass mein Gehirn mich angefunkt hatte. 10-15 Sekunden müssten vergangen sein und dann entstand dieses Video! Aus dem Leben, für das Leben!

Spielzeug kann Tali in solchen Momenten nicht annehmen und ein Rennspiel ist in dem Gelände für Menschenbeine weniger ratsam. Mein Papa hat sich für stationärere Bewegungen am Ort entschieden. Tali in Bewegung und sein Vorderhirn aktiv halten auch in der Hoffnung, dass sich die Tiere entspannt wegbewegen können. Dieses taten sie auch während der knappen 5 Minuten. Wir möchten nicht, dass sie durch uns unnötig durch den Wald gescheucht werden!

Zara ist toll oder? Ohne Leine, sie zeigt keine Anzeichen, den Rehen hinterher gehen zu wollen. Hab ich so klasse mit ihr trainiert 😉 !

Nein, nix hab ich gemacht! Für Zara sind Rehe, Hasen, Kaninchen keine Tiere, welche sie zum Jagen motivieren. Sie hetzt lieber Bälle und andere Spielzeuge. Ich musste nur schauen, dass Zara den Tali wenig bedrängt und ihm seine Kekse nicht streitig macht. Sie verteidigt Ressourcen und natürlich weiß sie, dass bei Tali gerade Leckerlies fliegen. Sie weiß aber auch, dass auch sie garaniert welche bekommt!

Meine Multitaskingfähigkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Den Sucher auf Tali und die Tiere gerichtet, Zara mit im Blick… Zara kennt mich und versteht meine etwas suboptimale Signalgebung trotzdem *g* !

Jetzt viel Spaß beim Schauen!

Zara’s Vlog April ’12: Ressourcen, Arbeits-/ Suchpfiff, Suchen und Apportieren

Ein lieber Blog-Leser bat mich, doch mal wieder einen Artikel zu schreiben, wenn es die Zeit erlauben würde. So einer nette Bitte komme ich gerne nach 🙂 !

Vorab ein Wort zu den Videos:

Zara hat(te) ein starkes Problem mit Ressourcen. Hat sie ihr wichtige Dinge erbeutete, neigte sie zum Verbringen, zum Zerreißen und ggf. auch runterschlucken ihrer Beute, sie fing stark an zu zergeln, wenn man den Gegenstand festhielt oder sie attackierte die Hand, welche das Spielzeug gehalten hatte. Besonders arg war es, wenn ich ihren heiß geliebten Ball aus der Tasche holte. Damals hat sie von mir deutlichen „Gegenwind“ bekommen, damit sie meine Hand heil ließ. Mein Handeln machte die Sache nicht besser.

An Apportieren war nicht wirklich zu denken. Logisch.

Diese Videos sind das Ergebnis unseres Trainings bis heute.

1. Video  „Freiverloren-Suche:

Zara kaut einen Stocki. Ist schon nett, dass ich so nahe bei ihr stehen darf und sie nicht losdüst 🙂 !

Umorientierungssignal, Markersignal, Arbeitspfiff, Signal zur Frei-Verloren-Suche mit Gegenwind. Der Gegenstand wurde länger Zeit zuvor von mir versteckt. Zara bringt mir ihre gefundene Beute, ohne dass ich sie drum bitte und kann sie mir vor die Füße legen. Sie kaut wieder drauf herum, lässt sie wieder liegen. Dann bekommt sie das Signal für das Lauerspiel und aus der Tasche hole ich ihren Balli. Sie macht das so toll! Das mit dem Balli war ein Versuch! Die Werkzeuge klappen und ich könnte so manches Mal heulen vor Freude, wenn ich Zara so sehe!

2. Video: „Suche auf der Rückspur“

Zara frisst viel, Zara frisst gerne, kommt man näher, wird vieles sehr schnell geschluckt oder sie wird hastiger. Hier frisst Zara nur Gras. Umorientierungssignal, Markersignal, Arbeitspfiff, Signal für die Rückspur, Beute liegt mit Wind, Umorientierungspfiff nach dem Aufnehmen der Beute, Ankersignal fürs Zurückkommen, Beute in die Hand geben, Belohnung Lauerspiel.

CC-Trainingsgruppentreffen Runde 5: Vertrauen und Glück

Ein gutes Jahr ist es nun her, dass ich Gerd aufsuchte mit der Bitte, er möge mal auf mein Training mit Zara schauen, da ich irgendwie nicht weiterkam. Obwohl ich mit ihr tolle Fortschritte erlebte, war ich in vielen Situationen zu sehr in meinen Erinnerungen und Erlebnissen „gefangen“ und kam da nicht von alleine raus. Ich weiß nicht mehr, welches der Auslöser war, weswegen ich Gerd eine Mail schrieb, aber es war mit einer meiner besten Entscheidungen in meinem Leben.

Ich habe es zwar schon des öfteren geschrieben, aber diese Gruppe ist ein echtes Geschenk! Verantwortungsvoll, vorausschauend, ruhig, nett, achtsam, lustig  ^^ und liebevoll im Umgang mit ihrer Umwelt – solche Menschen trifft man nicht allzu häufig!

10 Teams waren gestern am Start! Davon 2 „Neueinsteiger“ 🙂 !

Zara war zu Anfangs aufgeregter als die letzten Mal, da sie – und auch Tali – nach der längeren Fahrt noch einige Zeit im Auto warten musste, bis es losging. Tali hatte sich schneller runtergefahren als Zara!

Als sie sich wieder gefangen hatte und Ruhe einkehrte, war dieses möglich!

Beweisfoto: ICH HAB DIE LEINE LOSGELASSEN!!! Auf dem Foto nicht mit drauf der Spike, welcher gar nicht so weit von Zara entfernt stand!

Noch ein Beweisfoto! Ich hatte Zara an der 5 Meter Schlepp und diese recht häufig NICHT in meinen Händen 😀 !

Das Haupt-Thema für uns an diesem Tag waren: Ressourcen! Zara neigt dazu, Ressourcen anderen Hunden gegenüber massiv zu verteidigen. Spielen mit Spielies in Gegenwart anderer Hunde, Hunde anschauen können, Spielie ruhig anschauen können, spielen, danach entspannen und andere Hunde beim Spielen zuschauen – all das war möglich! Und – ich durfte Zara dabei berühren! Sie hat sich sogar einmal an mich gedrückt *hach* !

Eine Herausforderung der besonderen Art ergab sich aus dem „Flirt“ von Amira und Tali *g* ! Ich hatte die Chance mit Zara zu trainieren, dass ein anderes Mädchen direkten Kontakt zu IHREM Tali aufnahm und dieser sich ebenfalls sehr interessiert zeigte 😉 ! Das alles in recht kurzer Distanz zu ihr! Tali hatte sogar die Möglichkeit am Ende des Treffens noch mit Amira zu spielen! Da ging mein Herz wirklich auf!

Solche Momente wie der gestrige Tag sind das, was ich als „Glück“ empfinde! Den Moment genießend und ganz bei ihm sein!

Ich danke allen an dieser Stelle nochmals dafür, dass ihr mich so glücklich macht! Und dir Gerd tausend dank dafür, dass du die Fotos gemacht hast und dass du mir und Zara das überhaupt ermöglicht hast! Ein Jahr… die Zeit vergeht! Ich möchte keine Minute davon missen!